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Der Israelit · 1904-03-21 · Heft 23 (21.3.1904) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 23 (21.3.1904)
Date
1904-03-21
Page
– (sequence 10)
Language
German
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LOS persönlicher Angriff. Unter einem persönlichen Angriff; kann nur verstanden werden ein Hereinziehen privater t Verhältnisse des Gegners, doch davon ist Cheker Halacha frei. — Der Anonymus sagt, Herr Dr. Ehrentreu habe behauptet, die Exhumirung sei von Herrn Dr. Lerner deßhalb gestattet worden, „damit das Friedhöfareal verkauft werden könne." Wo steht^as? Im Cheker Halacha nirgends. — Herr Dr. Ehrentreu habe den Hauptgrund Herrn Dr. Lerners für die Exhumirung. nämlich den rat 'pta verschwiegen, meint Herr M. und vergißt dabei, daß Herr Dr. Ehrentreu den ran ptr als Hauptgrund gerade gegen die Exhumirung aufführt. Herr M. zitirt aus Cheker Halacha: ..Was liegt den Todten daran, wenn Menschen über ihre Gräber treten, oder Rosse über dieselben rennen?" In diesem Zitat fehlt ein wichtiges Wort aus dem Original, und s o lautet es: „Was liegt den Todten daran, wenn Menschen . . . über die Ueberwölbung schreiten oder Pferde mit Wagen oben über sie, diese Ueberwölbung, laufen?" Der Unterschied liegt auf der Hand, und was Herr M. aus dem unrichtig zitirten Satz folgert, ist unberechtigt. — Was soll es nun gar bedeuten. wenn in den ernsten Geifleskampf zweier ernster Männer sich ein Dritter einmischt und einem der beiden unterschiebt, er entstelle den Sinn der gegnerischen Worte, um mit solcher „Methode" den andern bekämpfen zu können? Erinnert das nicht an das famose „Schlagt den Hirsch tot!" aus der Zeit, da von der Elbe, Leine und Oder die Meute gegen S. R. Hirsch s. A. gehetzt wurde? „Ich muß ihn entschuldigen, er hat sich nur geirrt", zitirt Herr M. aus dem Cheker Halacha. In Wirklichkeit heißt es da: „Rach Thora-Vorschrift mutz ich möglichst zu seinen' Gunsten plaidiren, darum sage ich, er habe sich geirrt." „Die Hauptsache hat er absichtlich verschwiegen", soll nach Herrn M. im Cheker Halacha stehen; doch das Wort „absichtlich" steht nicht darin. Warum hat Herr M. es hineinmanipulirt? Weiter zitirt Herr M.: - „... ich habe mir nämlich von Leuten, die ich für glaubwürdig halte, sagen lassen..." Herr Dr. Ehrentreu aber schrieb: „Von zuverlässigen Augenzeugen wurde mir berichtet", weil nämlich Herr Dr. Ehrentrcu als pa sich nicht persönlich davon überzeugen konnte, daß in den Urnen noch Knochenreste unverbrannt lagen. Purimscherze nennt Herr M. die Befürchtung Dr. Ehrentreu's. daß der Urnen-Jnhalt in späteren Zeiten nicht mehr aufbewahrt und zu bat für einen apa pw benutzt werden könne. Purimscherze — Gott verzeihe das Wort — wären dann aber auch die gleichzeitig herangezogene Stellen aus Chulin und die Mischna in Awaudoh soroh 43, wo es heißt: bat new wn sjk. „Diese Methode bedarf__keiner weiteren Beleuchtung," meint Herr M. „Welche Methode, Herr M.?" frage nun ich. Gottfried Goldschmidt. III. München, 15. Marz. Bezugnehmend auf Ihre in voriger Nummer gebrachte Notiz aus Hamburg, unterzeichnet mit M. möchte ich Folgendes bemerken: bav '2 pbaa'tw nrrbr -pbrr 121 na:n. Ich halte es natürlich für ebenso unangebracht mit einem Anonymus sachliche Gründe auszutauschen, wie ich es unrichtig halte, anonym gegen einen Mann von Ruf und Namen Anklagen zu schleudern. Ganz äußerlich möchte ich nur hervorheben, daß Herr Dr. Ehrentreu jedenfalls schonender mit der Ehre seines Gegners umgegangen, als Ihr Berichterstatter. Denn, zugegeben die Schilderung des Berichtes träfe zu (und das ist nicht der Fall), hat Herr Dr. E. p'nba dasjenige einem intimen Kreise, der mit der ersten Veröffentlichung vertraut war, zugänglich gemacht, was Ihr Korrespondent at cs ppba in alle Welt posaunt. Wenn Männer der nrn halachische Kämpfe ausfechten, was hat damit die große Masse zu thun? Von beiden Seiten wurde eine sachliche Behandlung der Angelegenheit nrrn -rasbi irpan -n:ab gewünscht und angebahnt; das beweist das p'.tb und die Form der beiden Schriften; also hat Niemand das Recht, diesen Willen zu verachten. Mögen diese Zeilen genügen, die Wogen dahin zu dämmen, wohin sie gehören nt saasra cnsan 'nabn :s crc'L na ans nabna nt n«. Ans solche Weise werden keine a'av asb rp^bna gekämvft! Dr. R. Lev i. IV. Halle a. d. S., 17. März. Geehrter Herr Redakteur! Zu dem Bericht aus Hamburg erlaube ich mir zu bemerken, daß mir. als Verfasser des bxrvr rra, unbekannt ist, daß der Rabbiner N. Landau aus Oswicim ein Gutachten gegeben oder zurückgezogen hätte; wohl gab mir der genannte 'a px: eine ncaen zu dem zweiten Theil mitbxte" m und zu meinem buten nroa und erwähnte in seiner rcaan das Verbot von Leichenverbrennung (siehe '2 pbnb raren), aber von der Urnenasche ist in genannter Stelle keine Erwähnung gemacht, somit ist eine Zurückziehung nicht denkbar. Meine Sammlung in erat r.tj tgx ist vvsm ,T3 zwischen allen rrn n®» a:s tcs2 nach ausführlichen b-sbv in dem *IP' Lpd' und rrabn br und rra von den Autoren der Gegenwart, n» 'jpt -w wbee ru ntanw. Rabbiner Dr. Braun.

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