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Der Israelit · 1904-03-17 · Heft 22 (17.3.1904) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 22 (17.3.1904)
Date
1904-03-17
Page
– (sequence 5)
Language
German
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477 Er wurden folgende Vortrage gehalten: 29. Oktober 1903: Tr. Leffing. Perr Halbströms Arsareth. 7. November 1903: BL. Mayer. Die Stellung des jüd. Studenten zur Judenfrage. 12. November 1903: Bb. Manneberg, Beitrage zum Problem der jüd. Kultur. 21. November 1903: Dr. Arndt, Die jüd. Turnbewegung. 28. November 1903: cand. jur. Hans Fischt (Unitas-Wien). Die Judenfrage an der Wiener Universität. 12. Dezember 1903: Bb.Asch, Raffe und Nation. 14. Januar 1904: Bb. Wolfs. Die Grundlagen des Judenthums. 23. Januar 1904: Bb. Manneberg, Beitrage zum Problem der jüd. Kultur, II. Theil. 30. Januar 1904: Bb. Aschner, Spinoza. 4. Februar 1094: Bb. Pinkus, Morris Kolenfeld. 11. Februar 1904: Rabb. Dr. Ehrentreu, Altjüdische Baudenkmäler. 18. Februar 1904: Dr. Fenchtwanger, Wesen und Aufgabe der synagogalen Musik. 27. Februar 1904: A. H. Dr. Kahn, Die Stellung des deutschen Staates zu den Religionsgesellschasten. An die Vortrage, bei denen wir diele Mitglieder der Münchner Bürgerschaft zu unseren Gästen zahlten, schloffen sich regelmäßig Diskussionen. Am 13. Dezember 1903 veranstalteten wir auf unserer Kneipe eine Makkabäerfeier und am 24. Januar 1904 in den Prinzensälen des Caf<r Luitpold unser Winterfest kKommers mit Ball). Die beiden Veranstaltungen nahmen einen glänzenden Verlauf. Die Ferienkommiffion besteht.aus: med. dent. Pinkus. med. dent. Gillis und jur. Theilheimer. Briefe sind zu richten an: med. dent. Pinkus, Göthestr. 39,1. Sulzbürg (Oberpfalz). Am ''rpc*. Snjy: *c pmv fand in der hiesigen Synagoge eine sehr erhebende Feier statt. Der Krieger- und Veteranenverein wohnte anläßlich des Geburtstages Sr. Kgl. Hoheit des Prinzregenten Luitpold dem Gottesdienste bei. welcher Vormittags 10 Uhr eigens hierfür anberaumt worden war. Mit „Matauwu" eröffnet, woran sich die Rezitirung von reihte, erlangte er seine herrlichste Ausgestaltung durch die von Herrn Distrikts-Rabbiner Dr. Weinberg gehaltene vortreffliche Predigt, welche den Psalm 21. o 311 m Texte hatte, und ebenso trugen die Knaben- und Männergesänge zur Verherrlichung der Festlichkeit bei, die als ein wahrer cvn B>np zu betrachten ist. I. Oppenheimer, Lehrer. Noshcim, 13. März. Verflossenen Sonntag hielt lchser Rabbiner, Herr Dr. G 0 l d st e i n. in unserem ncugegründeten Litteraturverein vor einer zahlreich erschienenen Zuhörerschaft, unter denen sich auch eine Anzahl vornehmer Damen befanden, einen interessanten Vortrag über das Thema: „Entstehung und Entwicklung des Vereinskebens im Judenthum." . Der Vortragende behandelte den ziemlich umfangreichen Stoff mit der Knappheit, die ihm durch die Kurze der zur Verfügung stehenden Zeit zu Gebote stand, berührte dabei aber alle, sowohl die zum Schutze zur Erhaltung und Förderung des auf Bibel, Talmud und *jn? jrfop bestehenden Vereinigungen des Judenthums, als auch die behufs Verbesserung der sozialen Lage unserer Glaubensgenossen seit den ältesten Zeiten bis heutigen TageS in's Leben gerufenen Vereine und Gesellschaften. Herr Rabbiner Dr. G 0 l d st e i n sprach frei und fließend ca. \y» Stunden lang, ohne die Versammlung zu erniüden, die mit gespannter Aufmerksamkeit seinen Ausführungen folgte und zum Schluß stürmischen Beifall spendete. Oesterreich. Wien. (Ausstellung von Erzeugnissen aus den jüdischer Dörfern in P a l ä st i n a.) Dieser Tage ist in der Habsburgergasse 1, die Ausstellung von Erzeugnissen aus den jüd. Dörfern in Palästina in feierlicher Weise eröffnet worden. Dr. Alfred Stern begrüßte im Namen des Komitees die zahlreich erschienenen Gäste und betonte, daß die jüdischen Kolonien in Palästina, die von Baron Edmund Rothschild vor 25 Jahren gegründet worden sind, immer mehr im Aufblühen seien. Die jetzige Ausstellung gebe einen deutlichen Beweis für die stetige Entwickelung des Landwirthschaftswesens in den jüdischen Dörfern Palästinas. Dr. Stern erklärte sodann die Ausstellung für eröffnet, worauf Oberrabb. Dr. G n d e m a n n erklärte, daß man die Kolonien in Palästina fördern solle, und dem Wunsche für das Gedeihen der Kolonien Ausdruck gab. Die Besucher der Ausstellung waren voll des Lobes über die einzelnen Objekte. Die Ausstellung ist in der That höchst interessant und gibt ein anschauliches Bild von der reichen Produktion in den jüdischen Dörfern Palästinas. Die dortigen Ansiedler sind vor allem überaus tüchtige Wein- und Ackerbauer. In diesem Jahre zum Beispiel sind 65,000 Hektoliter Wein getvonnen worden, und der sogenannte „Karmel" hat bereits starke Verbreitung. Unter den 35 Kolonien ragt namentlich die Ansiedlung „Ekron" durch ihre Produktion von Getreide hervor, von welchem mannigfache Arten in der Ausstellung zu sehen sind. Auch Baumfrüchte, wie Mandeln, Orangen etc., die in „Ekron" und anderen Dörfern prächtig gedeihen, sind ausgestellt. Sehenswerth sind die Holzschnitzereien aus Oliven- und Cedernholz. die von den Kolonisten ausgesührt werden, und einen hübschen Eindruck macken die Meißsteinarbeiten. In Entwicklung begriffen ist die Seiden- und Baumwollindustrie, deren ausgestellte Proben v»el Interesse erregen. Auch ätherische Oele und Parfümerien werden in den Kolonien erzeugt. Was nun den Export dieser Objekte betrifft. ist derselbe namentlich in der letzten Zeit sehr gestiegen und wird sicherlich noch zunehmen. . Rumänien. ' : : ' Bukarest. Aus Rußland kommende Reisende berichten, daß seit dem Ausbruch des russisch-japanischen Krieges die jüdische Bevölkerung des russischen Reiches

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