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Der Israelit · 1904-03-10 · Heft 20 (10.3.1904) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 20 (10.3.1904)
Date
1904-03-10
Page
– (sequence 6)
Language
German
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434 der ungarischen Akademie der Wissenschaften. Er knüpft jedoch hieran folgende Bedingungen: Die Akademie mutz einen Güterverwalter mit einem Jahresgeholt von 8000 Kronen anstelle», und zwar soll mit der Verwaltung der Güter ein ungarischer Schriftsteller betraut werden, dessen Werke die nationale Richtung zum Ausdruck bringen. Aus den übrigen Einkünften sollen alljährlich solche litterarische Werke prämiirt werden, die durch ihren nationalen Charakter hervorragen. Seiner Gattin, einer gebürtigen Französin, hinterlätzt Miklossy eine Jahresrente von 2400 Kronen, jedoch mit der Bedingung, datz fie nach Frankreich zurückkehrt. Der interessanteste Passus im Testament ist jedoch folgender: „Sollte Ungarn nach hundert Jahren in Bedrängnitz gerathen oder sollten sich die Verhältnisse Ungarns derart gestalten, datz pekuniäre Hilfe notwendig wäre, so soll die Akademie die Güter verkaufen und den Erlös zur Errichtung einer Nationalgarde verwenden. Jedoch stellt der Erblasser die Bedingung, datz die Güter weder an einen Juden, noch an einen Getauften oder überhaupt an Jemanden, in dessen Familie sich ein Jude befindet, verkauft werden dürfen. Die Kontrolle für die Einhaltung dieser Bedingung überträgt er einer geachteten Grohwardeiner Persönlichkeit, die hierfür eine jährliche Rente von 2000 Kronen bezieht. Sprechsaal. Karlsruhe, im Febr. Der in einer der jüngsten Nummern des „Israelit" von Herrn Rabbiner Nobel gemachte Erklärungsversuch der jedenfalls auffällige« und räthselhaften Stelle im Midrasch Ruth, Cap. 4.. 4. wäre als glückliche und geistreiche Lösung zu betrachten, wenn nicht Momente vorlägen, welche nicht nur die Lückenhaftigkeit der vorliegenden Fassung an den Tag legen, sondern auch sichere Anhaltspunkte für die Rekonstruirnng derselben bieten. Schon der Jalkut z. St. hat die Fassung: ivi rate rate 'p'rovo vct “co -rar rate» nb Auf Grund dieses Excerptes wird schon im v-nno btto .sjjp mr und x**n iu»o der Versuch einer Fundation gemacht. Diese Kommentare sind jedenfalls auf richtiger Fährte (Vergl. auch '»-n bn) das erhärtet auf unzweifelhafte Weise die Pesskta de Rab Kahana Piska 46, S. 123 i». k. Dort sind zu Ruth 2, 2 und 12. Betrachtungen gegeben, die völlig identisch sind, denen im Midrasch Ruth. Ein näherer Vergleich zeigt, datz schon die unserem Passus vorangehende Stelle corrumpirt ist. Statt des unverständlichen im xb ewte b*en ibx» e*»te ten heißt es dort richtiger: imx otepo m xb eiste teno no te» xbi 'omo ' 7?rop xbi 'rep rabn ranrtw xb pnp» *r*ry xn» *o nb ra* :*n *]bpe n nte rrm .-pr» (ff Ka eprat te pr» vteb *]ra tscp» rate te 'eff yx ara rate rrate “rrroro dann folgt als Textvers zur folgenden Betrachtung: re» wrn jrar.b nxz irx te-rn pibx *n eso ES ist daraus zu ersehen, datz im Midrasch Ruth durch Fahrlässigkeit der Copisten zwei Satze ausgefallen sind, und *o' in xen verwandelt wurde. Jose gibt auch zu Ruth 1, 9 Midrasch Ruth, Cap. 2,13 eine Beziehung auf Salomo. Indem Buber, Note 13. darauf hinweist, datz der Midrasch Ruth nach dem Texte der Pesikta emendirt werden mutz, bemerkt er, datz dem nrro rae in Midrasch Ruth der richtige Text Vorgelegen sein muffe. Im 3*e findet sich nämlich folgender Satz: nb w> .rate TT3TO3 rate ,-jca tcp» rate Im rvmn (Warschau 1891) berichtet der Verfasser S. R. Edelmann. er sei in der Lage gewesen, in der vom st: bewerkstelligten Ausgabe des Midrasch Einsicht zu nehmen. Der Text entspricht völlig dem unserer Ausgaben. Im Text des 3'o heißt es aber: vavo erpba im jrm n:co Yen rate r.b rate m» te» Also auch der 3D stellt sich schon — ohne daß er die Pesikta kannte, auf diesen Emendationsstandpunkt. Auch der Text des 3*o ist hier — wie an vielen Stellen — lückenhaft. Stistsrabdiner Blumgrund. m uub er x-> Dvb tetearsan d'cpb m w» ppbn v ran p»bo xb dps beer n prrrcn ran xmb o"«rx ibb.Y xi3:»o xtm xte smtb ib m: :*p xn ran .xra3 xtea im* xraa» outb b nw .pxo-mä vpv pn e u I U e t o tt. ^^ahrheit und Wichtung. Von Friedrich Rott. 127 «Bitte, Frau Gräfin, ich mochte um Erlaubnitz nachsuchen, die Kammerfrau herbeirufen zu dürfen, damit sie mir beim Massiven zur Hand sein könnte." Ueber das ausdrucksvolle Gesicht der Dame glitt es wie ein Schatten. „Wenn Sie Hilfe benöthigea. können Sie an den Schellenknopf dort drücken. Einmal gilt der Kammerfrau, zweimal dem Bedienten. Uebrigens, die mich in der vorigen Woche massirt, haben Niemandem dazu gebraucht." „Ich bin kein geübter Masseur," entgeguete er achselzuckend, „ich habe bereits dem Herrn Grafe» mein Bedenken geäußert, ob meine Massage genügen wird." „O, die wird sicherlich genügen, mein Man» wird es Ihnen doch gesagt haben, nur als Sie mich maffirte», habe ich mich wohl darauf gefühlt. Die Masseure von Beruf sind ein rohes Volk, denen ist der oder die zu

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