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Der Israelit · 1904-03-03 · Heft 18 (3.3.1904) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 18 (3.3.1904)
Date
1904-03-03
Page
– (sequence 8)
Language
German
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388 gefühlt. Aber zurrst war es geradezu schrecklich, oft habe ich geglaubt, an den Speisen, die weine Eltern für unerlaubt gehalten, ersticken zu wüsten. Nein, nein, derartigen Aufregungen dürfen Sie Ihr zartes Töchrerchen nicht aussetzen, denen ist sie nicht gewachsen. Doch ich verplaudere wich hier bei Ihnen und es ist die höchste Zeit, da st ich hinaus zur Gräfin Steinfels tomme. Ich habe die Ehre!" Er reichte Grün Wald die Hand und eilte fort. Dieser sah ihrn lächelnd nach; in gewisser Beziehung fühlte er sich de:n Doktor doch überlegen. Aber er harte den Brief feiner Kleinen noch nicht gelesen, das wußte jetzt doch das Erste fein. Lächelnd entfaltete er denselben und las: „Lieber, guter Papa! Du bist so lieb und so gut. Frau Müller hat wir gefagi, daß Du heute Morgen als ich noch geschlafen habe, bei wir gewesen bist. Es rhui n:tr so leid, daß Du wich nicht geweckt hast, dann hätte ich Dir doch guten Morgen sagen rönnen, weil ich das aber nicht habe können, schreibe ich Dir jetzt vor allem: Guten Morgen lieber Papa! Und ich freue wich und bin Dir so dankbar, daß Du wich hergebracht hast. Frau Müller ist so gut und so freundlich zu wir, ich! habe sie eben so lieb, wie weine liebe, liebe Selwa und j Herr Müller ist auch sehr freundlich wir wir und Max! -und Pan! auch. Alle sind so gut und wollen wir alles j zu Gefallen raun. Ich este und trinke auch alles, was : Frau Müller wir gibr, wenn ich auch gar reinen Hunger; habe. Aber ich hoffe, daß ich dann auch bald so starr j und so frisch sein werde, wie Selwa, und darüber wirst i Du, lieber Papa, Dich dann Mwu. Ja; Dir j so gerne Freude wachen. ' Lieber gnre-r Papa, ich habe eine große Lire an; Dich. Wenn Du heute Abend aus den: Kontor kommst,; virre, dann komme auch zu wir. Du warst so lange; verreist, und gestern habe ich Diep nur so wenig ge-! Aden und heure gar ntwn Mehr wahr, Du wirst! ronrwen. Ich würde wich so sehr sehr freuen. Aber jetzt muß ich schließen. Frau Müller har gesagt, der Herr Doktor wird bald kommen, und ich könnte ihn bitten, daß er Dir weinen Brief mirniwmr, hoffen:lich wird er es rhun. Adieu, lieber Papa! Deine Dich liebende dankbare Fried a." Nachschrift: Denke Dir, Frau Müller har gesagt, daß sie weinen lieben Großpapa gekann: Han, das freut mich sehr. Grünwald hatte den Brief zweimal gelefen, dann fairere er ihn zusammen und schob ihn in sein Portefeuille. Er fühlte sich dem Arzt aufrichtig verpflichte:, daß es ihn auf die wackeren Leute aufmerksam gewacht habe, die so gut und so freundlich gegen seine Frieda waren, und bei denen sie sich so überaus behaglich Zu fühlen schien. — Ob er sie nicht vielleicht für immer dort lassen könnte? Frieda würde sich sicherlich darüber freuen und er könnte sie dann doch täglich sehen. Gleich morgen wollte er wir dem Arzt darüber sprechen, der sich für die Kleine aufrichtig zu inreressiren schien. Inzwischen eilte der Dokror raschen Schrirkes dem Villenviertel zu, in dem auch die Villa des Grafen Sreinfels sich befand. Frau Grünwald harte nicht ganz unrecht, wenn sie öehauprete, seit er die Gräfin .e.andell, wäre der Dokror ein anderer geworden. Selvstverftäudlich. Er war ein junger Mann, darre das sechsundzwanzigsie Jahr kaum überschritten, seine Praxis war daher noch ziemlich unbedeutend. Ta, vor ungefähr einem halben Jahr, war die Gräfin Sreinfels von einem Radfahrer umgerannr und überfahren worden und haue dabei einen doppelten Beinbruch erliiten. Zufällig war Doktor Keßler in der Rahe und daher der Erste, der außer ihrer Begleiterin sich uv: ste bemühte und ihr die erste Hilfe leistete. Mir größter Umsicht und Bvrstchr batte er auch ihre Ueverführung in ihre Mahnung geleitet. ,F^.K. mg fvlgr.) I r <. I T' c. .. \ wv . . . <->_rw . , _ .^ v"_ j - , jedesmal in . .. . . l pro . .st U M -.wt o „ „ - A wM d . . " w erbend höher Man > . O K M . . .: ~) .. l .e B >. " 3 1 ' i. Bestellungen an. — ... d.. Ar b . ll A . r or, r O . lr., jb — I:. Ui-o 5 die vieraespalren-e onrarrille^riie oder der::. Raum. Breis der Zelle im dbeelawetheil ob Pfennig. — Di: > c:e Franrozusendung unrer -Lrreis and w Jahrgang für Deurschland and Oesterreich A Rrrchs-Marr oder 16 Kronen österr., für's Anstand 16 Mark, an die 3rpeöllion fcar.ro einsende::. Post,e:Lungslnste llüLä. Telephon 1ü15. » . t \ d w'''': e i . .0 ».* .. _ u) b - I .az .. ^7. gg erwiew.ende ^Rleinr AuSgaLe " n Mer — oä ' z "w „ i) r, w . .. en. 1 1 i*. dm der „kleinen Ausgabe" längere eir, w rann man sich für 25 Pfennige bas Vierteljahr, inbeß aussnstirjstich Lei der Post auf dieselbe unrer D?r. 3£33 abonnirrn . w, st.:..^on w.d ll 0 V..H.* NN ...Aar Grolle Bvfindlichs biö nach Swew mnw erneu wrr.wn. . Valäüma: Fe: :d llsrichreu. und Correfpoul eondewen: TeursÄNnwEanstm-r a-Äll 0u.rh:he>i und ÜJtUUl, mb (iorrcivonöcjweu: DenrsÄland: öerUn. Nuriäuien: Rumänien. — 3p: ube u::b S.'ärn’vor. — llenungSiiachrimre : Slew-Jort. — Vermuchtes. i b.. q b^ 1 b uw ~~ — Gub .rch gnU’ 1 z bei Leh.ii. Einfluß auf die religiöse IPJ bilden: Deutschland: Berlin. Lenerreich LerantrvorÜiche lllebaction: Oscar Lehmann in. Mainz. — isjpobitSon bcS .Ädraelir". SchottstraßeüNr- 2. Muii^. DrnL und Verlas der S oh. Qirth-fchen Hofbuchbruäerei Actien-Eefellichaft in Mainz. HZsr^rr Drei VsAL§szr.

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