Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 12 (11.2.1904)
- Date
- 1904-02-11
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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ganze Lohn verheißende Vordersatz — ote» bis n — dem Zahlenwerthe der Buchstaben nach vollständig in dem Nachsatze nx=. trx bis rc:3 enthalten, also der Gedanke des Enthaltenseins des Lohnes in der That selbst auch geometrisch angedeutet ist. 2568 — *n oyo -imazra mm •psa n und 2558 — vv» ira msA wo rvM. Wenn dies Zufall ist, so hat unser R. Chama — mit absichtlicher Weglassung der in der Schrift stehenden beiden Worte bsrtr 'px. — diesen Zufall sehr geschickt benützt. Das Wort -rica. hätten wir uns hinzu zu denken. Vielleicht auch hat dies aufklärende Wörtchen früher einmal eingeklammert an der entsprechenden Stelle gestanden. Möglich aber auch, ja wahrscheinlich, daß im Zitat des Vordersatzes auch die chen ""7 cvr. wegzulassen sind, wo dann das Wört- Worte wea ebenfalls nicht einzuschalten wäre, und die Zahlenwerthe des Vorder- und des Nachsatzes sich vollständig gleichen. Also 2382 -nm n cte nöte' “jmrtre Ebenso 2382 — rnn wrh rxnrx (Fortsetzung folgt.) ZetturrgSrrachrkchLen und Corrcspondenzen. Deutschland. Frankfurt a. M. Am verflossenen Sonntag hielt im cmon ma 'v 'i der rfavo der nanr in Telz (Rußland), Herr Bermann einen Hesped auf Herrn Samuel Straus s. A. ab. Der gelehrte Redner beleuchtete unter Heranziehung treffender Stellen aus "pn und d‘& die allenthalben bekannten vorzüglichen Eigenschaften des leider so früh Heimgegangenen in meisterhafter Weise. Unter Thränen führte er der zahlreichen Versammlung vor. welch herben Verlust die ganze orthodoxe Judenheit nicht nur Deutschlands, sondern auch des Auslandes in Herrn Samuel Straus s. A. zu beweinen hat. Wo und wann wird ein zweiter Samuel Straus wieder erstehen? Hamburg. Ein rühmlichst bekannter Wohlthäter, dem unsere Gen:einde die Gründung vieler humanitärer Anstalten, als Volksküche. Theresienstift. Siechenheim etc. zum großen Theil zu verdanken hat. spendete vor einiger Zeit in hochherziger Weise 3000 Frs. zur Erweiterung der Lehranstalt, rnnn uohi jdv* „Meah Schearim" in Jerusalem. Das Institut, welches unter bewährter Leitung steht, gewährt vielen, in bedrängten Verhältnissen lebenden Talmudgelehrten Unterstützung; ganz besonders aber sorgt es für unentgeltlichen Unterricht, theilweise auch für Wohnung und Beköstigung von etwa 200 armen Kindern. Die Anstalt zählt zu den vorzüglichsten Wohlthätigkeitseinrichtungen der heiligen Stadt und trägt viel zur Hebung der wirtschaftlichen Verhältnisse unserer dortigen Glaubensgenossen bei. Für Bestreitung der laufenden Kosten, sowie zur Tilgung von Schulden sind indeß noch viele Drittel erforderlich und ist es sicher ein recht verdienstliches Werk, die ideale Bestrebung nach Kräften zu unterstützen. Möge die edle That Nachahmung finden. Breslau, 4. Febr. Am Sonntag, 24. v. Mts., wurde die sterbliche Hülle eines Mannes bestattet, dessen ehrenvoller Charakter es verdiente, daß .wir seiner in diesen Blättern ehrend gedenken. Schnell und unerbittlich war der Tod an Herrn Nathan C h o tz e n herangetreten, ibn mitten aus seiner unermüdlichen Thätigkeit reißend, aus einer Thätigkeit, in der er 22 Jahre hindurch treue Dienste der hiesigen Synagogengemeinde leistete. Und welch' allgemeiner Werthschätzung sich der theure Verblichene in allen Kreisen unserer Gemeinde-Mitglieder erfreute, davon legte das überaus zahlreiche Trauergefolge, welches sich in der Leichenhalle des neuen Friedhofes zu Cosel eingefunden, beredtes Zeugniß ab. Nathan Chotzen war aber auch ein Mann, dem man Wertschätzung und Hochachtung entgegen bringen mußte, mag man seiner persönlichen Ansicht nach der konservativen oder liberalen Richtung angehören. Denn wo war wohl ein zweiter, der sich wie er der Wittwen und Waisen sowie aller derer, die Rath und Unterstützung bedurften, stets sofort hilfsbereit annahm.' Da war ihm nichts zu schwer, kein Weg zu > weit, wenn es galt, für einen armen Familienvater oder für eine mittellose Braut zu sorgen. Noch am letzten Tage, bevor ihn die Krankheit ans Lager fesselte, von dem es ihm aufzustehen nicht mehr bestimmt war, hatte er die Mizwoh Hachnossath Kalloh in der schönsten! Weise ausgekührt, indem er einem rechtschaffenen.! braven, aber mittellosen Mädchen eine Aussteuer ver-! schaffte. Wohl dem. der auf ein solches Leben zurück- | blicken kann, das nur von Liebeswerken erfüllt ist, wie 's dasjenige unseres allverehrten Nathan Chotzen.! Köln Der im vorigen Jahre verstorbene Herr I Nekarsulmer, der seine Thätigkeit lange Jahre in den I Dienst der Allgemeinheit und der gemeinnützigen An-! stalten unserer Stadt gestellt hat, hat letzter» auch durch l letztwillige Verfügung größere Summen zugewandt, i die jetzt zur Auszahlung gelangt sind. Außer den Legaten. für seine Geburtsstadt Königswinter und die Geburtsstadt seiner Frau Hannover und auch für Bonn, deren Zinsen am Todestage an die Armen vertheilt werden, haben in Köln erhalten: Das israelitische Asyl für Kranke und Altersschwache 10,000 M.; das Lehrlingsheim für die Neckarsulmerstiftung zu Sparkasseneinlagen und -zur Fortbildung der Zöglinge 10,000 M.; der Verein für jüd. Krankenpflegerinnen zu Köln für seinen Pensionsfond 10,000 M.; die Kinderbewahranstalt 5000 Ä.; der Israelitische Asyl-