Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 12 (11.2.1904)
- Date
- 1904-02-11
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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45. Jahrgang. j)erlen aus Bibel und Talmud. Aphoristisch aneinander gereiht. Von Nabbiner I. Nobel—£} alberstadt. II. mp- HPCP D 5RT8 '"VL 2PW .TJ1&3} X7! apro Tpß?nycp nei ,nn«ya pinnan pkmö nycp axx :cnb an*» rrb :ay nx n xy ”! nv' x^ '2 li°L a^nri) nsx -rx awa nx n pä» xV-r (a*> 'x ^xxp) nv:x 'X avo: aiy xb npijf xrp c’cya 'Zvnz -ia bxxv rx i?nan 'LP Taya :cy N X ,Vrcn 'LP ^apa np'j? xtip axysi •nt'nai xy N'.ava pxar ^xnp' pxpÄ vi^nai «y nwa pxae bx-p'pa iax rwna tvhnx xy b'apa 'xa '-.ax saani Dp nxva .('x an rc) r.ipyx 'ar-'vv *jp ^»njn :ep nzya p-xS Da machte sie sich auf mit ihren Schwiegertöchtern und kehrte zurück von den Gefilden Moabs, denn sie hatte vernommen auf dem Gefilde Moabs u. s. w. Hierzu bemerkt der Midrasch: Von den die Städte besuchenden Kleinhändlern hatte-sie es vernommen. Und was hatte sie vernommen? Daß Gott bedachte Sein Volk, ihm Brod zu geben. An einer Stelle (Ps. 94) heißt es: „Denn Gott verstößt nicht Sein Volk und verläßt nicht Sein Erbe," und an einer anderen Stelle heißt es wieder (1. Sam. 12): Denn Gott verstößt Sein Volk nicht um Seines großen Namens willen. Hierzu R. Samuel, Sohn Nachmans: Manchmal thut es Gott wegen Seines- Volkes und Erbes und manchmal wegen Seines großen Namens. Dies erklärt R. Ebu so: Ist Israel reich an eigenem Verdienste, dann geschieht es wegen seines Volkes und Erbes, fehlte aber dieses Eigenverdiensi. dann geschieht es wegen seines großen Namens. Die Rabbanan aber meinen: Im Heimathslande Jsraels geschieht es wegen seines Volkes und Erbes, außerhalb des Heimathslandes aber geschieht es wegen seines großen Namens, denn es heißt ja: „Um meinetwillen will ich es thun." (Rabba Ruth 1.) Erklärung. Die Wiederholung des rycp '2 ax:v mpa nachdem wir bereits erfahren arm axD '"PC erschien dem Midrasch bedeutsam, ax:ä ’irc bezeichnet die Qertlichkeit, an. der sich Noomi mit den Ihrigen bisher aufgehalten, da sie das von Hunger hcimgesuchte Land spixa an *mj verlassen und dse fruchtbaren Gefilde Moabs ausgesucht hatte, ,;In . ax:a mpa^rtjp:^ soll nun nicht abermals ,• auf. die Fruchtbackeit. der moabitischen Gefilde hinge- - wiesen, auch nicht auf eine ländliche Umgebung dort: Dorf und Weiler angespielt werden. .Noomi kann sehr wohl die Neuigkeit von den die Städte aufsuchenden' Hausirern gehört haben m-roa - p^arx. Was. hier^ hervorgehoben werden soll, das ist die Art und Meiste wie jene Hausirer diese Neuigkeit aus Palästina-..Int:: "ix ns^n, im Gebiete Moabs verbreiteten. . Doyrmc wird mit rai nrb iay nx n -ipa x der „W o r t kg u tmitgetheilt, in welchen die palästinensische Kunde von den moabitischen Herumträgern gefaßt wurde,'7? npv D.? ay rix ist Zitat des von den pi>an gebrauchten Wortlautes und sagt uns, daß es auch im rrnd-mp,. in diesem von der heiligen Gottesbeziehung.stur? von : fernher berührten px^> nLiin, daß es bei Land, und Leu-' ten Moabs gang und gäbe war, die dem Israelslande gewährte Gnadengabe als eine Wiederbegnodtgustgzdes.i gotterwählten Volkes Lurch seinen Gott naoy aufzufassen.. Dieses zweite axw rnpa bedeutetalso zum Unterschiede von pix das sich auf. ^7p>- p-'vebezog, auf die Einwohnerschaft des vom Geiste der-Hei-. ligkeit kaum angehauchten moabitischen Landes, die.es? gleichwohl durch die Vermittlung der Stadt, und!Lgnh, besuchenden Krämer erkannten, daß Gottes Volk und-i Erbe wieder der Gottesgnade würdig geworden. - Diese Erkenntniß zog Noomi mächtig hin zu ihrem geliebten: Lande und bewog Ruth dazu, sich im Schatten des er-; habenen Gottes Israels zu bergen. Wenn also unser, Midrasch die Frage stellt: nyop ma und diese schein-, bar überflüssige Frage mit den eigenen Worten der?' Schrift beantwortet Dy rix n -ipe ’a so zeichnet er mit. diesen den einfachen pdan in den M u n d g e l e g?, ten Worten die augenblickliche Situation Noomis. sowie das Motiv ihres Entschlusses in vortrefflicher, Weise. IN. ' r r xan rx r i aya m£p -jmara nm ^ya ~i cbvr> 'u: '■ .(a** 'a m tb) nnn rrcnb nxa IPX „Möge Gott dein Werk vergelten, und dein Lohn sei vollständig von Gott." Hierzu R. Chama: „Da du gekommen, Schutz zu suchen unter seinen Fettigem? (Ruth Ral'b. 2.12.) / Erklärung: 'Die räthselhäfie Erklärung'des N. Ehama, die scheinbar keine ist, da sie' den buchstaüi-' lichen Wortlaut der Schrift hinsetzt, besteht wöhk darrst,^ daß sie die verdienstliche Handlung der Rüth, nämlich rxa -rx zugleich als den vollen Lohn dieses Verdienstes erscheinen läßt. Entsprechend den Sprücheii der'Vatet* .*?»'to die Mizwathät birgt den Lohst'in> sich selbst', soll hier gesagt sein: der''Schreit, den du/ Ruth) gethan. belohnt sich selbst dadurch, daß du ihn gethckit: Nun trifft , is sich noch merkwürdiger Weist,'"daß der