Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 8 (28.1.1904)
- Date
- 1904-01-28
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2449986-2449995--59979-2520829- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Zions Bergu. s. w., wie nri so tief sinnig erklärt: NNLN pvrn» L^L» NÄer rbran pax vot erro Kn rar vsnn ÄKvn '>zc 1T2» rrrey bf ssy nn» rmn tbrsb K2 7i2w w:2*pn *t» bn re» r»a KäP kw i*> -»enei «Was heißt das, die Freude der psy wp "? Das ist der Nord-Altar, an welchem man Sund- und Schuldopfer schachtete, und wer wegen seiner Sünden betrübt war, brachte sein Sünd- und Schuldopfer, und ihm wurde verziehen, und er ging freudig von dort hinweg, und durch die Opfer kam das Gut in die Welt/ Seinem Gotte ein Opfer bringen, war uns Freude, und das einzige Leid war die Sünde. Daher/ "N r.'nmve 'K gibt derselbe Gott, der in den Palasten wohnt, auch dem Schutzbedürftigen Halt?) Nicht also bei den Völkern nn n *2» o'SK^en «denn siehe, nur Könige finden sich zur Berathung zusammen,.verbannen aber aus ihrem Kreise das Volk. (Hier ergibt sich im Gegensatz zum Iudenthum die Stellung zu Gott aus der Stellung zum Menschen.) Deßhalb ikt ’ne-s ist ein allgemeines Zittern, ein Furchten und Beben eingetreten, es grauet den Fürsten, und auch die Nationen fürchten sich, und das nennen sie «Gottverehrung*. —o— (Fortsetzung folgt.) Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Berlin, 24. Jan. Ein antisemitisches Märchen ist wieder einmal als Schwindel ausgedeckt. Nach einem in der antisemitischen Presse veröffentlichten Bericht über einen in den «Fortuna-Festsälen* gehaltenen Vortrag des Burenkommandanten Jooste sollte dieser gesagt haben: „Als Johannesburg anfing, Großstadt zu werden, traten die evangelischen Burghers an den Präsidenten Krüger mit der Bitte heran, ihnen ein größeres Stück Land zur Erbauung einer Kirche zu schenken. Ohm Krüger berief den Volksrath ein, und das Gesuch wurde ohne weiteres genehmigt. Die Juden richteten nunmehr ebenfalls ein Gesuch an den Präsidenten mit der Bitte um ein Synagogengrundstück, welches gleichfalls gewährt wurde, nur mit dem Unterschied, daß das den Juden geschenkte Land bedeutend kleiner war. Doller Wuth zogen nunmehr die Juden vor das evangelisch; Eottesbaus. zerrten dessen Flagge herunter und zerrissen und beschmutzten sie. Die Folge davon war natürlich. daß die-Burghers sich zusammenthaten und einige Judenhäuser zerstörten." Auf eine an den Pastor H. Kuschte, der seit 1887 - in Johannesburg als deutscher evangelischer Geistlicher:. fungiert, gerichtete Anfrage hat dieser wie folgt geantwortet: «Auf Ihre Anfrage, ob mir etwas von dieser Sache bekannt sei, kann ich Ihnen nur erüarr«, daß ich von einem solchen Vorfälle absolut nichts weiß, daß jedenfalls ein derartiges Vorkommniß niemals bei 'der . deutsch-evangelischen Kirche stattgefundrn hat, denn diese hat noch niemals eine Flagge getragen. Auch bei , den holländisch-evangelischen Kirchen ist es nicht Sitte, Flaggen anzubringen, folglich kann man auch keine ' herunterzerren. Ich bin seit 1887 als Pastor unter den hiesigen Deutschen thatig gewesen und habe dabei sehr viele Juden kennen gelxrnt. Recht und Billigkeit erfordern es, zu erklären, daß ich von feindseliger Gesinnung zwischen deutschen Juden und deutschen Christen nichts weiß, vielmehr dagegen weiß ich, daß . beide friedlich und zum Theil sogar freundschaftlich ' hier miteinander verkehren. H. Kuschke.* Aus Unterfrankcn. Die israelitische Präparandenschule «Talmud-Thora* zu Burgpreppach versendet in diesen Tagen ihren 28. Rechenschaftsbericht für das Anstaltsjahr 1902/03. Der Berichterstatter, Vorstand der Schule, Distriktsrabbiner Dr. N. Cohn-Burgpreppach. bemerkt einleitend sehr richtig, daß, da in letzter Zeit die Frage der Ausbildung jüdischer Lehrer so vielfaches Interesse erregte, auch vorliegender Bericht des Lesens werth erachtet werden möge. Bezüglich der allgemeinen Lehrfächer gilt für die „Talmud-Thora* die gleiche Lehrordnung wie für die staatlichen Präparandenschulen. Daß der Lehrstoff erfolgreich durchgearbeitet wird, erhellt die Thatsa«^, daß bisher jedesmal sämmtlichen Theilnehmer an der unter Leitung eines Regierungskommiffars abgehaltenen Schlußprllfung das Reifezeugniß zum Eintritt in's Seminar ausgestellt werden konnte. Die beigedruckte Lehrstoffübersicht zeigt aber auch deutlich, daß in den. für die Ausbildung jüdischer Lehrer so wichtigen jüdisch - religiösen Lehrfächern Ersprießliches geleistet wird, und es läßt sich ein ganz hübsches Maß jüdischen Wissens erlangen, wenn in den folgenden drei Seminarjahren auf dieser Grundlage entsprechend weiter gebaut wird. Wohl zeigt sich, wenn man die Jahresberichte von 26 Jahren zurück mit den heutigen vergleicht, eine Einschränkung der Pensa; das hat zum- Theil seinen Grund in den erhöhten Anforderungen, die heute an die allgemeine Ausbildung des jüdischen Lehrers gestellt werden, zum guten Theil aber auch darin, daß , die eintretenden Schüler weniger gut vorbereitet sind, als früher. Was hier in frühester Jugend versäumt wurde, ist bei der weiteren Ausbildung hemmend. Der Lehrplan der «Talmud-Thora* muß diesem Umstande Rechnung tragen, einem Umstande, der aber nicht, wie' 8) Dergl. o*a?o iuc Stelle.