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Der Israelit · 1904-01-21 · Heft 6 (21.1.1904) · page 26

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 6 (21.1.1904)
Date
1904-01-21
Page
– (sequence 26)
Language
German
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130 nb*pz-Gebet verglich er stets eine größere Anzahl Uhren, um mit Sicherheit die Zeit der Nacht feststellen zu können. Am Sukoth-Feste erinnerte er Lei seinen an ■fron m, wie derselbe in Freude vor der Thora hüpfte. Was an nvw bei nim.1 nxnp nicht vergeben werden mußte, übernahm er selbst und hatte die größte Freude, wenn man ihm an iro zu m*n snnMiirde bm sagte. An Rosch Chodesch verrichtete er selbst nxnp num Während er bei 0x2:1 die Sefer-Thora in den Händen hielt, recitirte er stets Auszüge aus rpox 'piv, so mit Vorliebe: -pi x\i iix nsx '21 und am Oeftelten die Theorie seines Lebens: nom nun mtÄ ox mxu *pb '2 toxj6 N2D pinn 2x ferner auch: cv n:p xon v?ip "n b n:p nun "121 ib n:p tojw1» n:p 210. Beim tcS zum Lern-Kadisch lernte er die verschiedensten Stellen aus dem 2py pp. Seine Lieblingsstelle war in xb rep noco die Erzählung von netto *121 bbn NX 0':p'i D 1*0x12 oix *:2 ':V2. Beim Anlegen der Tephillin pflegte er stets die ersten drei o'piß von M212 n:»o und die zwei ersten niZVv von inen nbvn auswendig zu recitiren. Es seien dies einzelne Edelsteine, welche wir aus diesem 2iv cb> iro 02 nun iro aufgezählt. Möge stets ein Jeder, welcher auf dem wahren Wege von o'w nxi' wandeln will, sein Prinzip zu verwirklichen suchen: sno pn* nnx pxe» .1*110022 n^p 01x02 in, m mso bv [i2Bf. Und ob einzelne Jahre oder Jahrzehnte vorübergegangen. ein jeder 020*7*2, ein jeder 0212 n wird uns das Bild jener Großen zum Muster zeigen, welche "ftuio waren o'pbx ovd. .1*2x21 M. Zeitrrngsrrachrichtett und Correspoudenzen. Deutschland. Höchberg. Dem Jahresbericht der „Jsr. Präparandenschule" (Talmud Thora) zu Höchberg bei Würzburg, für das Schuljahr 1902/3, entnehmen wir: Mit gegenwärtigem Berichte tritt unsere Schule zum zehnten Male an die Oeffentlichkeit, um über ihr Wirken und Schaffen während des laufenden Schuljahres — des 63. seit ihrem Bestehen — auch weiteren Kreisen wieder Rechenschaft abzulegen. Mit Gottes Hilfe reiht es fich den früheren würdig an. Die Schule ist eben ihren bewährten Traditionen auch diesmal treu geblieben, den Traditionen, die fie mit Gesammtisrael gemein und die ste von ihrem großen Gründer, Rabbi Lazarus Ottensoser s. A^ übernommen hat. Doch das soll nicht ein Akt dankbarer Pietät sein. Unsere Schule wäre dann nicht lebensfähig. Sie würde dann nur fortvegetiren; jeder Aufschwung wäre ihr unmöglich; jedes Geistesleben-ausgeschloffen. — Nein, daß jene Traditionen ihr heute noch wie zur Zeit ihrer Gründung heilig find, hat seinen Grund ausschließlich nur darin, welche die ihres edlen Begründers waren, daß fie auch heute wie damals nur das eine Ziel erstrebt: Jüdische Knaben für Israels höchste Guter, für Thauroh und Jiroh, zu gewinnen und zu begeistern, ihr Leben ihnen weihen, von denselben beeinflussen zu lassen. Und deßhalb hat unsere isr. Präparanden- (Talmud-Thora-)Schule auch heute noch wie vor sechs Jahrzehnten vollste Berechtigung, obwohl heute noch wie früher auch in staatlichen Präparandenschulen, jüdische Knaben Aufnahme finden. Denn in diesen sind für den Religionsunterricht wöchentlich nur einige Stunden eingeräumt und diese können auch nicht im entferntesten genügen, um jene Befähigung zu erlangen, die ein jüdischer Lehrer besitze» muß. Wohl gibt es viele jüdische Lehrer, die ihre Vorbildung nur in staatlichen Schulen erhalten haben; sie mögen ja zu den tüchtigsten Lehrern zählen, aber nur wenige derselben werden „jüdische" Lehrer, das beißt solche sein, die im Stande sind, jüdischen Rekgionsunterricht zu ertheilen, wie er eben ertheilt werden soll, ertheilt werden muß. Ob aber unsere Schule auch heute noch den Anforderungen der Zeit entspricht? Hinsichtlich der profanen Lehrgegenstände steht es uns eigentlich nicht zu. ein Urtheil auszusprechen. Wir glauben aber, den Ansprüchen zu genügen, die auch an die staatlichen Schwesternanstalten gestellt werde». Deren Lehrplan ist ja auch uns maßgebend, und die Schlußprüfungen, die von einem Königlichen Prufungskommissär abgehalten werden, hatten bisher stets ein gutes, zuweilen selbst ein sehr gutes Resultat. Es erübrigt also nur, darüber zu sprechen, ob «asere Schule jene Erfolge erzielt, die von einer jüdische» Präparandenschule mit Recht gefordert werden müsse»; daß ihre Absolventen befähigt sind, dem Religionsunterrichte in den jüdischen Schullehrerseminarien entsprechend folgen zu können.*) Diese Frage aber wäre leicht zu beantworte», wenn für die letzteren hinsichtlich der Religionsfacher ein einheitlicher Lehrplan existiren würde. Nachdem aber bis jetzt hiervon — soviel es dem Berichterstatter bekannt ist — keine Rede sein kann, und es hierbei mmdefiens soviele divergierende Forderungen bestehen, als es jüdische Seminare gibt, ist es wohl mehr als Lerech- §. Selbstverständlich kann die folgende Ausführung nicht die St. Lehrerbildungsanstalt zu Würzburg berühren. zu ver unsere «ule ja ^ne Vorschule bildet, deren Schlußprüstmgen auch rum Eintritt in «rstere berechtigen. Der. kür die hiesige israelitische Prayarandenschule maßgebend von hoher Kgl. Reglern«» ge» nehmrgte Lekrvlan Kr die ReligionSföcher wurde s. Z. 00a M seligen Begründern beider Schulen entworfen.

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