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Der Israelit · 1904-01-07 · Heft 2 (7.1.1904) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 2 (7.1.1904)
Date
1904-01-07
Page
– (sequence 8)
Language
German
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etwas spätex^ als. gewöhnlich, sind vermuthlich durch, den Besuch äüfgehälten worb-m^: , - s«Wie^ ,Hü wzffen?^^.A .uj/"''' ^Ich habe . den Gutsbesitzer,' den Krawanm, um dreiviertrl auf, Elf. zu Ihnen herauf gehen sehen und erst nach dem Mittagslauten ist er herunter gekommen, da braucht man nicht gerade Propst zu sein, um zu wissen, daß Sie durch chn'aufgehaltea worden sind." „Und da Sie, unser lieber guter Freund sind und an allem, rpas uns betrifft, herzlich Antheil nehmen, so kommen Sie, damit wir Ihnen mittheilen können, was der Herr Krawanni bei uns gemacht hat? Ich habe schon vorhin zu Max gesagt, daß er gleich nach dem Essen Ihnen sagen möchte, haß. ich S« bitten lasse, so bald Sie Zeit haben, sich zu uns zu bemühen, weil ich Verschiedenes mit Ihnen berathschlagen möchte. Aber bitte, entschuldigen Sie mich für eine Minute, ich muß wieder zu meiner Arbeit, mein Mann wird Ihnen olles mittheilen.- .. ... . ' - ..... Flüsternd sprachen Alle das Tischgebet, dann nahm.Frau Müller wieder den gewohnten Platz an der Maschine ein und bald drehte sich surrend das Rad so rasch, daß man die Bewegung mit den Augen kaum gewahrte, während die Kinder das Speisegeschirr in die Küche, trugen und im Zimmer die Ordnung wieder herstellten. , Herr Müller theilte unterdeß dem staunenden Freunde den Vorschlag des Gutsbesitzers mit. und daß sie bereits in acht Tagen auf das Gut desselben übersiedeln wurden.., „Da muß man Ihnen Masseltow sagen, und daß ich's Ihnen aus vollem Herzen sage, das wissen Sie. Max. was habe ich noch gestern zu Dir gesagt?" „Ich habe es vorhin, der Mutter erzählt," erwiderte der Knabe«--; ■>- —.i, , Schwarz wiegle nych immer staunend den Kopf. „Ja. ja, da sieht man's deutlich, unser alter Gott lebt noch. Und ich muß Ihnen sagen, Frau Müller, ich könnte Sie beneiden, nicht darum, daß Sie jetzt mit Gottes Hilfe aus aller Noth geborgen sind; Sie wissen, das gönne ich Ihnen von Herzen, und überdies, wir haben Gottlob, was wir brauchen. — Aber daß Sie das nun auch haben werden, ohne das zu thun, was zu thun ich mich ivegen meiner Familie verpflichket gefühlt habe, darum könnte ich Sie beneidend v ' „Das ist nun doch wohl nicht Ihr Ernst." entgegnete sie lächelnd, ohne jedoch in ihrer Arbeit mne zu halten. „Denn wenn Sie meine Thun beneidenswerth finden, so können Sie doch dasselbe thun." , „Sie meinen, ich könnte auch mein Geschäft dm- Sabbat schließen?". .; - „Freilich meine ich das"? . Er rieb sich mit dem Zeigefinger hinter dem Ohr. „Das ist leichter gesagt, als gethan. Ja. wenn ich wüßte, daß es mir auch so gehen würde, wie Ihnen —"' „Sie werden auch nicht verhungern, dafür stehe ich Ihnen." „Nicht verhungern — nicht verhungern — man will aber doch etwas mehr, als nicht verhungern. — Lassen Sie nns lieber davon nicht weiter reden. Nur das will ich Ihnen zugestehen: jetzt, mit einemmal am Samstag das Geschäft sperren, das geht aus so und so, vielen Gründen nicht. Aber wenn ich es bisher noch nicht offen gehabt hätte, nach dem, was ich jetzt bei Ihnen gesehen habe, würde ich es auch nie aufmachen. Denn das ist doch die Goiteshan'o, das kann kein Mensch wegleugnen. Aber ich muß Ihnen doch sagen. Frau Müller, es ist für Sie ein großes Glück, Sie und Ibr Mann und Ihre Kinder werden da beständig in der guten frischen Lust sein und werden kräftige, gesunde Nahrung haben, wenn Sie dafür auch gehörig werden arbeiten müssen, so sich abzurackern, wie in der jüngsten Zeit, das werden Sie nicht brauchen, keine Idee. Aber trotzdem und alledem weiß ich noch nicht, wer ein besseres Geschäft gemacht hat, ob Sie oder; Krawanni." , (Fortsetzung folgt.) Der „Israelit" erscheint wScheatlieh zweimal, Hontagi and Donnerstags, jedesmal in mindestens zwei Bogen. Preis pro Vierteljahr bei der Vost 3 Mark ohne Bestellgeld. Ausland entsprechend höher. Man abonnirt aanzjährlich, üalbjöbrlick» oder vierteljährlich. Alle Buchhandlungen und- Postämter nehmen Bestellungen an. — Drv Vnckhandrl verkehrt durch V. §. Slrinarkrr, Leipzig, Noßplcch }6. — Inserate 25 Pfennig die viergespaltcne Nonpareillezclle oder deren Raum. Preis der Zeile im Reclametheil 75 Pfennig. — Dirccte Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 16 Kronen österr., sür's Ausland 16 Mark, an die Expedition franco einsenden. Post«eitunaslme 3932. Telephon 1015. Stellesuchende und sonstige Interessenten können auf Wunsch die jeden Dienstag und Freitag erscheinende -Kleine Ausgabe des Israelit" vier Wochen lang gratis und franco erhalten. Wünscht man den Empfang der .Kleinen Ausgabe" längere Zeit, so kann man sich für 25 Pfennige das Vierteljahr, indeß ausschließlich bei der Post auf dieselbe unter Nr. 3933 abonniren Auf Wunsch stunden wir die Aahlrmg des JnfertionSSetragS au außer Stelle Befindliche bis »all» J r Erlangung einer solche». w.w.aim ■iiu.Vi. ■! ii Mn irr n i „■ ■ i n nr i i ■ ■ . r; i iiti - —.. - ■■■■■ Inhalt (/>auytb!att>: Justlzrath “Er. Nophtali Hirsch W. — Zeitungsnachrichten und Correlvondenzen: Deutschland: Berlin. Hamburg. Charlottenbnrg.^Hatten. Neumarkt. Oesterreich: Lemberg. Frankreich: Paris. Palästina: Jerusalem. — Feuilleton: Wahrheit und 2H£ntiö?< Die ethischen Strömungen der Mcaenwart und das Judenthum lFortsetzung>. — Zeitungsnachrichten und Correkvondemen: Deutschland: Berlin. München. Ungarn: Pest. Rußland: Petersburg. - Vermischtes. , : „ i -1. Auhrtt per rmelten £3t’Jr e? Zum Judenhaß.—Zeitungsnachrichten u. Correspondenzen: Deutschland: BerllrüRumänien; Bukarest. . °Lkhtü« kür MUSe-Q-lchicht» «r» LUeraUue. - - - ' - -- ' ' .. . v . j :r.,] Derantwortüche Llcdactlonr 0X1:ar Lehmann ln Mainz. — Expedition btt •SStaeUt”, Schottstrabe Nr- 2. Mainz. Druck und Verlag der Job. Wtrtkpschm.HosbuchLruckerei Acrien-Gesellschast in MatyL -i; : HLerZu drei Gettage«.

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