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Der Israelit · 1904-01-07 · Heft 2 (7.1.1904) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 2 (7.1.1904)
Date
1904-01-07
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Weinens um ihn nur vorubergehen, um wieder und immer wieder zuruckzulehren, so vst . dieser große und herrliche Mann vermißt wird! Meine trauernden Bruder! Es ist mir unmöglich, selbst angesichts eines solchen allgemeinen Schmerzes, meine persönlichen, verwandtschaftlichen Gefühle zu unterdrücken, die sich bei dem Heimgange dieses edlen Mannes empfinde. Mit dem von vielfachem Schmerz durchwühtten z?& rufe ich klagend, jammernd aus: 'b vvu •<& nkin m Mein Gemütü ist gebrochen, meine Tage sind getrübt, Gräber sind mir geworden! Ja b tr*cp! Mit Euch, meine trauernden Brüder, und mit der Gesammtheit Israels begrabe ich einen edlen Großen Israels: mit seinen Geschwistern, begrabe ich einen lieben, theuren. herzensguten Bruder. Es ist mir. als sähe ich in seinem Einzelgrabe dort ein Doppelgrab geöffnet.!'d ff-cp. -- TSR -pS* b *tt. Weh, bitterweh ist rnir's um Dich, mein Bruder! tro b re«. Wie sehr warst Du mir sük' b "jrortR rmubv). Wunderbar bat sich Deine Liebe an mir erwiesen. Nimm tausend Dank entgegen für den treuen, liebevollen Beistand, den Du mir zu jeder Zeit, in leid- und freudevollen Stunden., gewährtest. Gestatte, daß ich Dir einen kleinen, schwachen Tribut meiner Verehrung zolle. Ich weiß mich eins mit allen, die die Hoheit Deines Wesens bewunderten, wenn ich Dir den . - Titel verleihe: •püösm mmmtt 'tid irvio So soll von nun ab Dein Name bei allen religiösen Anlässen genannt werden, i-st rm obwb w rn *i •h *rfr. Unter diesem Namen wollen wir Deiner in Liebe und pietätvoller Verehrung gedenken.' So nehmen wir denn Abschied von Dir. theurer Bruder! vbv' “im^D .-in;. Schwer, schwer trennen wir uns von Dir! Mit einem Herzen voll Wehmuth rufen wir mit den Söhnen Israels aus: tfc vmbn rnpy jw no. Was hat Gott uns da gethan? Die ganze Bitterkeit unseres Schmerzes, aber auch unser einziger, uns aufrichteudcr Trost liegt in diesen Worten. Denn rim 7iv was dieses da. was uns da geschehen,' irb v'itzR r\W hat Gott in seiner Gerechtigkeit uns zugefügi. Seinem erhabenen Willen beugen wir uns mit tiefster Ehrfurcht und in Ergebung. So ziehe denn hin. theurer Bruder, in das Reich des Friedens! Genieße dort den reichen Lohn für die. Heilessaai, die Du hienieden ausgesireui. Zu tt». ncjan gehst Du ein. obgleich Du Dein Tagewerk noch nicht ganz vollendet. Ach, wie Vieles haftest Du noch im Sinn, wieviel Segen- und Heilvolles. für. Deine lieben Angehörigen, für Deine Gemeinde und: für. Gesammtisrael zu leisten. Doch ruhe!n Frieden!.: Gott^ h..der-iytt der Sabbatruhe Seiner Wett. Seiner Schöpfung Sein mächtiges «Genüg!" intgegengerufeu, hat auch mit der Dir nun beschiedenen-Sabbatruhe Deinem gesegneten Lebenswert ein Ziel, gesetzt. Genieße die Sabbatruhe, Du verdienst sie voll und ganz. Sei ein fbo vor dem Throne Gottes für Deine theure Gattin, für Deine herrlichen Kinder, für Deine ganze Familie, für unsere nbnp, der Du mit glühender Liebe und aufopferungsvoller Treue zugethan warst. Wir aber wollen zerknirschten Herzens zu Gott cmporschauen. flehend, bittend, cot 'b w w, Er, der Allgenügende, gewähre uns Erbarmen. prn nrw pm pe pR irrcra nn« daß keine Klage mehr in unserem Kreise laut werde, daß Er die Rechtschaffenen, die Braven, unsere Führer und Wegweiser uns erhalten möge, auf daß wir an ihrem leuchtenden Beispiele uns zu unverbrüchlicher Pflichttreue erheben. Mit tiefster Ergebung in Gottes heiligen Willen rufen wir aus: pu n Gott in Seiner Güte hat gegeben nptz m Gott in Seiner Güte hat genommen. Sein Name sei gesegnet. -pLv -» w 'm ZettimgSrrachrrchlerr und Correfpondeuzen. Deutschland. Berlin, 3. ' Jan. Soeben erscheint Nr. 61 der «Mittheilungen" vom „Deutsch-Jsr. Gemeindebunde," die wiederum mehrere interessante Thatsachen zu erwähnen hat. Das preußische Ministerium des Innern empfiehlt amtlich die Fürsorge-Erziehungsanstalt des genannten Bundes in Plöhensee für ' israelitische Mädchen den Provinzial- und Eommunalbehörden behufs Unterbringung entsprechender Fürsorge-Zöglinge. Damit hat auch die zweite der von dem Gemeindebunde reffortirenden Anstalten den Rang einer von der höchsten preußischen Verwaltungsbehörde anerkannten Eenträlpelle erlangt, was wohl von keiner anderen jüdischen Anstalt gelten dürfte. Ja. noch mehr, auch die Kgl. Wllrttembergischen und Großherzoglich Hessischen Ministerien des Innern sind hierin dem Beispiele des preußischen Ministeriums gefolgt. Thatsachlich haben die Anstalten in Repzin und Plöhensee wenigstens bei einem. Theile ihrer Zöglinge gute Ergebnisse , aufzuweisen: einige Knaben konnten in Lehrstellen bei Handwerkern, einige Mädchen im häuslichen Dienst untergebracht werden. Allerdings stößt das Kuratorium bei Unterbringung von Knaben auf große Schwierigfeifenl; Es Ware zu wünschen, daß es hierbei Lei dem jüdischen Handwerkerstande und den jüdischen Gutsbesitzern größeres Entgegenkommen,fände.' Die jüdische Arbeiterkolonie tn Weißenfee hat sich in Erfreulicher Weise weiter entwickelt;' die Frequenz ist äuf 80 Mann gestiegen, die in ausreichender und

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