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Der Israelit · 1904-01-04 · Heft 1 (4.1.1904) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 1 (4.1.1904)
Date
1904-01-04
Page
– (sequence 8)
Language
German
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8 sein. Ich bin nahezu überzeugt, daß Sie meinen Anforderungen entsprechen werden, und zwar ohne übergroße Anstrengung Ihrerseits. Also ich denke, dir Sache ist abgemacht^ schlagen Sie ein!" Er hielt ihr die Rechte hin, langsam, zögernd reichte ste ihm die Hand. „Ich werde mein Mögliches thun, Herr Kruwanm." „Daran zweifle ich nicht und daher weiß ich, daß ich ein gutes Geschäft abgeschlossen habe. Also wann »vollen Sie Ihren Posten antreten? — Mir Ware es heute lieber als morgen." „Auch ich wünschte es aus naheliegenden Gründen baldmöglichst. Aber in dieser Woche durfte es doch kaum möglich sein." „Wir haben heute erst Montag," bemerkte der Gutsbesitzer. „Ich weiß es. Aber vor Allem muß ich doch die Arbeit fertig machen, die ich übernommen habe, und damit habe ich noch bis übermorgen gegen Abend zu thun." „Das wäre Mittwoch Abend, da dürste es Ihnen allerdings zu spat für. diese Woche sein. — Aber ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie den Umzug bis heute über acht Tagen ermöglichen würden." „Dazu bin ich gerne bereit. Donnerstag und Freitag werde ich alles ordnen und Sonntag packen, dann können wir schon Montag den Umzug bewerkstelligen." „Schön, schön, dann werde ich Ihnen meinen größten Leiterwagen schicken, der Ihre Effekten hinausführen kann. Ware Ihnen acht Uhr nicht zu früh?" „Keineswegs! Sie sind so sehr, sehr gütig — ich bin Ihnen so vielen Dank schuldig." „Sie sind mir keinen Dank schuldig." erwiderte Krawanni. „wenn es mich auch steui, daß Sie, wie ich mit Zuversicht hoffe, sich draußen auf meinem Gut recht behaglich fühlen werden, und der AufenthaÜ draußen auch Herrn Müller recht gut thun wird, so hak« ich Ihnen meinen Vorschlag doch in erster Linie in meinem eigenen Interesse gemacht, deßhalb kann ich Ihren Dank nicht acceptiren. Ich hoffe jedoch mit Zuversicht, daß wir einander gegenseitig verpflichten werden. — Doch ich will Sw jetzt nicht langer aufhalten. Vielleicht komme ich im Laufe der Woche nochmals in die Stadt, dann komme ich herauf, möglicherweise habe ich Ihnen oder hätte» Sie mir noch irgend etwas zu sagen. Sollte ich jedoch nicht kommen, so erwarte ich Sie mit Bestimmtheit heute über acht Tage in den Vormittagsstunden." Sie neigte zustimmend das Haupt. „Wil?s Gott." „Also auf Wiedersehen, spätestens heute über acht Tage!" Er wollte sich durch das Wohnzimmer, durch das er gekommen war. entfernen, sie entließ ihn jedoch durch eine andere Thure. die direkt zur Stiege führte. Bevor er das Haus verließ, wandte er sich nochmals um und lüftete grüßend den Hut. Die blaffe zarte Judenfrau hatte ihm eine ganz merkwürdige Hochachtung eingeflößt. Sie aber stand noch immer gegen die Thür gelehnt und beide Hände gegen die Brust gestemmt, flüsterte sie in sich hinein: „Gott sei Dank! Gott sei Dank!" (Fortsetzung folgt.) Wocheri-Talenöer. fftcttea, J. Januar. 20. Thebet. Sabbat-Anfang in Mainz n. Frankfurt a. M. 4 Uhr 15 Min. SamSag. 8. Januar. 21. Thebet. mos. Sabbat-Ausgang in Mainz u. Frankfurt a.«. 5 Uhr 30 Min. — Berlin 5 Uhr 01 Min. — München 5 Uhr 24 Mn. — Stuttgart 5 Ubr 30 Min. — Stratzburg 5 Uhr 35 Min. — Bosen 4 Uhr 48 Min. — Stettin 4 Uhr 53 Mn. — Breslau 4 Uhr 49 Mia. — Men 5 Uhr 08 Min. — Paris 5 Uhr 20 Mn — Vrag 5 Uhr 10 Min. Der „Israelit" erscheint wocli^ntlteh zveima 1. Slontagps und D<mnerst»g*. jedesmal in mindestens zwei Boaen Preis pro Vierteljahr bei der Poll 3 Mark ohne Bestellgeld. Ausland entsprechend höher. Man abannirt aanzjäbrlick. halbjährlich oder vierteljährlich Alle Buchhandlungen und Postämter nehme» Bestellungenan. — Der Buchhandel verkehr! durch V. x. SLrruackrr, Vripng, Notzplatz )S. — Jnfcraw 25 Pfennig die viera. fvaltene Nonpareillezcile oder deren Raum. Preis der Zelle im Reclamethell "5 Pfennig. — Trrccte Francozusendung imtrr Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 16 Kronen östcrr., für's Ausland 16 Mark, an die Expedition franco einsenden. Posteeitunasliste 3932. Telephon 1V1L. _ Stcllesuchende und sonstige Interessenten können auf Wunsch die jeden Dienstag und Freitag erscheinende „Kletue AuSgabe des Israelit" vier Wochen lang gratis und franco erhalten. Wünscht man den Empfang der „Kleinen Adisaabr längere Zeit, so kann man sich für 25 Pfennige das Vierteljahr indrß ausschließlich bei der Post auf dieselbe unter Rr. LA»» abomnren Auf Wunsch stunde« wir die Zahlung des JnfertionöbetragS a« außer Stelle Befiudltche bis nach Erlangung etaer solchen. _ JnkialltHauplblatt): Dos Jäbr 1903 in'der jüdischen Geschichte. — Zeitungsnachrichten und ^CorrÄ«nd«üxn: .Deutschland: r.. ' t_J <r__tc.'i * cm er* __t.__ Cfriit+A'trt rtnh pr&nitrO. Hamburg. Breslau. Oesterreich: Wien. — Vermischtes: _ vxtra-DrUagi«: Svenden-Derzeichnisse. — Inhalts-Verzeichnis. Berantnrortltche Redaktion: OSc ar Leb mann in Mainz. — Ervedition des ^Ciäradit". Schottstrahe Ar 2. Mainz. Dru« und Bcrlaa hn I ab. Wir th'fchra HaslnuMire«en-<Aeselltchakt in Mainz. Hierzu drei Beilage«.

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