Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 15-16 (26.2.1903)
- Date
- 1903-02-26
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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329 den bekannten bpx *xbjw vor und knüpfte daran in scharfsinniger Weise halachische Betrachtungen über imbo und nffo, hierauf folgte der formelle Sium mit Kaddisch und Eröffung der nrvn l^x^ '.1232 durch Herrn Dr. Nathan. Mittlerweile empfand man das Bedürfniß den programmatisch mittelst fein ausgesuchtem Menu avisirten culinarrschen Genüssen tapfer zuzusprechen. Letzter Ausdruck ist dabei umsomehr angebracht, da in der That zwischen den Gängen und Tischpaufen offizielle sowohl wie private Ansprachen gehalten wurden, die den Appetit recht günstig beeinflußten. Die erste offizielle Rede war eine kurze Begrüßung Seitens des Vereinsherolds Herrn Arnold Cohn: Dank für die zahlreiche Vetheiligung mögen die religiösen Bestrebungen des Vereins „Mekor Chajim", die zunächst auf arsn gipfeln, dazu beitragen, daß der uns mit der göttlichen Offenbarung verliehene Nimbus niemals schwinde (Bravo!). Dann begann der Raw seine eigentliche Festrede mit dem Danke für die ihm dargebrachten Ovationen und ging dann auf die segensreichen Bestrebungen des Vereins über. Eine sehr passende Stelle aus dem Wochenabschnitt E'SStPE. nw?c3 nnir. bsrvr» 'pbx rx prsxi nrc bzT. rhv ab bx'tr -3 ^x-bxi r innd eben "-sen ~:zb ibrxi O’pbxrrrsx um vr. wählte der verehrte Redner, die er nach der Erklärung des pr» zur Stelle mit meisterlicher Redegewandtheit der Situation anzupassen wußte. Dann hielt der älteste Lehrer des Vereins, Herr Dr. S. P. Nathan, einen wohlgelungenen halachischen Vortrag über die TSsn to Lebhaften Beifall fanden beide Vorträge. Hierauf dankte der Präses des Vereins, Herr P. Hirsch, den geehrten Rednern und sprach über die Tendenzen des von ihm geleiteten Mckor-Chajim-Vereins. Inzwischen wurden, wie erwähnt, immer neue Speisen aufgetragen und nun erhielt der als Ehrengast eingeladene Herr H. Gompertz, Vorsitzender des Synagogenverbandcs, das Wort und hob in formvollendeter Rede die Verdienste des Vereins für das Gedeihen des S.-Verbandes hervor, dem die Pflege des traditionellen praktischen Iudenthums innerhalb der Gesammtgemeinde bei ihrer im Jahre 1867 stattgefundenen Neugestaltung übertragen worden sei. Der Verein besitze Männer, die qualificirt erscheinen, an der Leitung und Fortentwickelung des S.-V. thatkräftig Mitwirken zu können, er könne sich die Erhaltung der religiösen Institutionen ohne einen solchen Verein gar nicht denken. — Nach ihm sprach Herr I. Baden näher ein und hielt darüber eine. mit lautem Bravo aufgenommene wohlgebaute, wirkungsvolle Rede. Ein wie immer ungenannt bleiben wollender Redner nj*ri> L^'X nsx-! dem namentlich die Druckerschwärze es angethan, begann seinen geistvoll humoristischen Vor-, trag reckt weit ausholend, indem er auf den Bericht der vorjährigen Vereinsmahlzeit einging, in welchem Ihr Correspondent H. B. ihn als gegen Druck empfindlich ' bezeichnet hätte. Er stehe auf dem Standpunkt des weisen Königs Salomon N3-..1 men Gerne wolle er anerkennen, daß das bekannte jüdische Organ, welches uns allemal am Dienstag und Freitag hier zugehe, recht interessant erscheint, wenn H. B. darin Hamburger Berichte niedergelegt habe. Wenn moderNe Tischredner zuweilen die Speisenfolge zu humoristischen. Betrachtungen wählen, so möchte er die Perokimbezeichungen.des soeben vollendeten Traktats v'nev dazu wählen, und so beginne er zunächst mit -nw rw bs ‘vrxo v'.-x*? also zunächst Essen und Essen lassen, solange d'.e Zeit noch dazu da ist. (Schallendes Gelächter.) Und so ging er die r>,v,3 “cxi geistreich durch, bis er mit ^TVE-xbi-.x unter wiederholtem Beifall zum Schluffe gelangte. Herr A. Wittmund sprach Namens des Vorstandes der Talmud-Thora Realschule, welcher der größte Theil der Vereinsmitglieder entstamme, möge auch ihre Nachkommen dieser Schule einstmals angehören. . - Herr M. I. Meyer, der Präses der Alten neuen Klaus, sowie Herr Dr. G o t t h o l d sprachen als Vertreter derselben und hoben das gute Einverständnis; dieser beiden Vereinigungen hervor, es komme wohl oft vor, daß der Miether seinen Hauswirth zu des ersteren Festlichleiten einlade. Ihrem H. B., der das Vergnügen hatte, seinem anonymen Freunde gegenüber zu sitzen, wurde, da die Zeit drängte, noch gnädige fünf MinutenSprechzeit verliehen, die er, so gut es ging, auszunuhen gesucht; mit welchem Erfolge, mögen diejenigen beurtheilen, die das fragliche Vergnügen gehabt, ihn anzuhören. Zwei Tischlieder, ein hebräisches und ein gemüthlickes, sowie ein brillant gehaltener Vortrag des Herrn Stoppel mann trugen noch wesentlich zur angenehmen Unterhaltung bei. Küche und Keller standen in keiner Weise gegen die geistigen Genüsse zurück. Es war fast zwei Uhr Nachts, als man sich und gegenseitig die Hände drückte. Kein Mißton hatte das überaus gelungene Fest beeinträchtigt, und so rufen wir der Gesellschaft zu: «r6 nv!! H. B. Nandcgg (Baden), 23. Febr. Ein schwerer Verlust hat unsere Gemeinde und mit ihr das gesamtnte in improvisirter. halb ernster, halb humoristischer Rede,! orthodoxe Judenthum betroffen, indem unser allver- und wußte der Redner den ihm von launiger Seite gej ehrter Herr Rabbiner Picard leider heute Nacht gewidmeten Unterbrechungen und Zurufe gewandt und l storben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch statt, schlagfertig zu begegnen. Herr Dr. I. S ck l e - - und werde dann nicht ermangeln, über den Verlauf ders i n g e r ging auf die soeben beendete "nLv ■n rrc selben, als auch über das Leben und Wirken dieses