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Der Israelit · 1903-02-19 · Heft 14 (19.2.1903) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 14 (19.2.1903)
Date
1903-02-19
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Fürth, 17. Febr. Anfang voriger Woche starb im Königswarter'schen Hospital zu Frankfurt a. M., nach mehrmonatlichem, schweren Leiden, im Alter von 38 Jahren, Herr Moses Rosenbaum. Er war ein Sohn des frommen und gelehrten R. Jaunoh Rosenbaum s. A. aus Zell. Kein Wunder also, daß er zu den Stützen echter Frömmigkeit und wahrer Religiosität in unserer Stadt gehörte. Er war einer von 'um br\ *iwx jäte 'sw ira» iw» D'pbx welche dazu berufen sind, zu den Führern in Israel zu gehören. Und wenn er auch offiziell kein Amt und keine leitende Stellung beneidete, so war er doch immer mit unter den Ersten am Platze, wenn es galt, den Armen zu helfen, oder für die Interessen der Gesammtheit einzutreten. Die allgemeine Veliebheit, der sich der Verblichene erfreute, und die große Theilnähme,. welche sein frühes Ende erweckte, bezeugten die zahlreiche Schaar von Freunden, die ihm das letzte Geleit gaben. Der Schwager des Verschiedenen, Herr Direktor Dr. Hoffmann, war aus Berlin herbeigeeilt, um der Trauer der Familie Ausdruck zu verleihen. In ergreifenden Worten schilderte er die Persönlichkeit des Verschiedenen, der in seiner Frömmigkeit und Redlichkeit das Musterbild eines wahren Jehudi gewesen sei. rrsxai. Ungarn. Neutra. Mittwoch, 11. Febr, am iL'p nvun Abend, ist in unserer Gemeinde ein herrliches Fest gefeiert worden. Auf Einladung des Herrn Leopold Weiß, waren sämmtliche hiesige nnn im Lehrhause, altwo allsabbatlich unser allverehrter pn, Herr Aaron Katz, Sohn des hiesigen Herrn Oberrabbiners, einen iw nrrcx f» v"n rvv,x vorträgt, erschienen. Auf Anregung unseres Herrn Oberabbiners — anläßlich einer eines R*n — erklärte diesmal dessen Sohn in seiner trefflichen, inhaltsreichen Rede, die Nothwendigkeit der Gründung eines Vereins „Zur Unterstützung armer, dürftiger .nun ’ic6." Seine Worte — ein jv c*xsvn — fielen auf fruchtbaren Boden, denn gleich darauf erhoben sich einige Herren, die sich als gründende Mitglieder eines solchen Vereines verzeichnen ließen. Es wurde eine Zusammenkunft und Berathung der hiesigen cto beschlossen, um diese erhabene Idee in die „That" umzusetzen. Es wurden noch, anknüpfend an diese Idee, viel nun 'in gesprochen. Nach einer kurzgefaßten Rede des Herrn Weiß, verabschiedete sich die Gesellschaft in gehobenster Stimmung, mit dem Gefühl innigster Befriedigung. Ein jeder fromme Jehudi wird ivohl'einen solchen Verein auf's freudigste begrüßen. . — (Gründung eines Jugend - Vereins.) Vor ungefähr drei Monaten thaten sich mehrere junge Herren — meistens dem Kaufmannsstande zuzählend — zusammen und gründeten einen Verein ta^rn mxsri. Die B’iW des Vereins, welche der Leitung des rastlos und unermüdlich wirkenden pi, Herrn Aron Katz, anvertraut sind, erfreuen sich einer stets wachsenden und einer mehr rege werdenden Theilnähme; dieser Umstand legt glänzendes Zeugniß ab dafür, wie vortrefflich Herr Katz es versteht, als Träger und Verbreiter ber rawpn min — ist er ja doch auch zugleich stellvertretender Leiter der hiesigen w — thätig zu sein versteht. Ein iw in der Woche wurde dem Herrn I. Neuwalder anvertraut. Möge der Allmächtige dem Vereine Blühen und Gedeihen schenken; so auch unserem beliebten Herrn Katz Kraft und Ausdauer verleihen, ni'nrrn^ nmn Vcr6. J.L. Ruß! an d. Petersburg, 16. Febr. Wie wir bereits kurz berichtet, beging der weithin bekannte Philantrop, Baron Horaz Günzburg, dieser Tage die Feier seines 70. Geburtstages. Schon vor Monaten hatten sich in den meisten Städten Rußlands — im Ganzen 130 — Komitees gebildet, um diese Feier zu einer großartigen Kundgebung von Seiten aller jüdischen Glaubensgenossen zu gestalten. Wo gibt es im weiten Czarenreiche irgend eine humanitäre Institution, die Baron Günzburg nicht gegründet oder gefördert hatte? Volksschulen und Talmud-Thora-Anstalten, Schulen für Handwerker, Armen- und Krankenhäuser, Synagogen — sie alle verdanken ihm zum großen Theile ihre Entstehung, alle aber ihr Gedeihen. Ueberdies zählen alle nur nennenswerthen Gesellschaften, die wissenschaftliche. künstlerische, überhaupt kulturelle Ziele verfolgen, den Genannten 31t ihrem werkthätigen Mitglieds Die Feierlichkeiten, welche schon am Samstag, den 7. d. Mts. begonnen hatten, und Sonntag den ganzen Tag dauerten, waren eine so glänzende Manifestation allgemeinen Dankes und allseitiger Verehrung, wie sie beispiellos dasteht, und legten ein beredtes Zeugniß ab für die unvergänglichen Verdienste, die sich Baron Horaz Günzburg um unsere Glaubensbrüder in Rußland erworben hat. Nicht allein Juden nahmen an ihnen Theil; alle Schichten der Gesellschaft hatten ihre Vertreter entsendet, um dem hochverdienten Manne ihre Verehrung zu bezeugen. Äm Samstag ward die Feier mit einem solennen Gottesdienste im neuen Tempel eröffnet und in einem Prunksaale daselbst, dem Alerander-Saale — so genannt nach Czar Alexander II. und Festversammlungen dienend — das lebensgroße Portrait des Jubilars von Meisterhand angefertigt, enthüllt. Im Tempel hielten der Obcrrabbiner von Petersburg, Drabkin, und der von Moskau, Dr. Mas«?, ein Redner von glänzender Begabung, Festreden. Aus zahlreichen Städten Rußlands waren die Rabbiner und Kultusvorsteher herbeigeeilt, um dem allverehrten Jubelgreis die Glückwünsche ihrer Gemeinden zu Lberbringen. Auch Christen wohnten dem Gottesdienste

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