Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 12 (12.2.1903)
- Date
- 1903-02-12
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2446951-2449890-2449903--57652-2520372- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
274 feinen Ausführungen in gleicher Richtung aus dem Jahre 1899/ die ich sonst noch in Händen habe und die noch präziser und ohne jeden Vorbehalt sagen: „Das Kuratorium wird zweifellos jedem derartigen Ersuchen (der D. V.) e n t s p r e ch e n und die Aufsichtsbehörde tann gegen eine solche legal zu Stande gekommene Aenderung ebensowenig Einspruch erheben, wie die S tL f ter." Wenn Herr Direktor Adler selbst seinen Worten den glaubhaften Sinn zu nehmen versucht, kann er auch von andern nicht erwarten, daß sie zu viel Werth darauf legen. Juristisch gelten für uns und für die Aufsichtsbehörde überhaupt nur die Bestimmungen des Kassenstatuts, und die enthalten über Behinderungen bezeichneter Art nichts. Zudem sei noch folgende Frage an Herrn Direktor yldler gestattet: Wenn die Rechtsvollmachten der Delegirten-Versammlung über die Verbands-Pensionskasse wirklich so zweifelhafte und begrenzte sind (wie Herr Direktor Adler vorgibt), „was sollten dann die unter seinem maßgebenden Einflüsse gefaßten Beschlüsse des Kuratoriums bedeuten, die die Entscheidung über die Frage der eventl. Kassenänderung ausdrücklich der Delegierten-Versammlung Vorbehalten wissen wollten?" Herr Direktor Adler sagt: Zu einer Aenderung der Kassenzwecke liege gegenwärtig, wo die Verbands- Kasse trotz der von ihm gekennzeichneten Agitation so verheißungsvolle Ansätze für eine glückliche Lösung der Pensions- und Reliktenkasse der jüdischen Lehrerschaft zeigt, keinerlei Veranlassung vor. — Herr Direktor Adler denkt wohl bei den „verheißungsvollen Ansätzen" an die ganzen achtzehn Mitglieder' der Verbands-Kaffe (wovon gar neun nur zu der für die Verbands-Kaffe charakteristischen Kaffenabtheilung gehören)? — Bescheidener kann man wohl kaum über die Wirksamkeit einer Verbands-Pensionskaffe denken! Das maßgebende Urtheil über die Kaffe hat aber doch, wie ich meine, die Hamburger Delegirten-Versammlung gesprochen, und das klang weniger freundlich für die Verbands-Pensionskasse; — man kann es fast vernichtend nennen. Auf meine weiteren Ausführungen in den „Klarstellungen zu erwidern, lehnt Herr Direktor Adler „im Verbandsintereffe" ab, und ebenso erklärt er aus gleichem Grunde, in eine weitere Erörterung über die Kassenfrage mit mir nicht mehr eintreten zu können. Ich glaube, das Verbandsinteresse hätte ihn doch zum Mindesten dazu bewegen müssen, auf meine öffentlichen Erklärungen über die vom Kuratorium bisher bewiesene „Friedfertigkeit" etwas zu bemerken. Daß er dazu kein Wort der Erwiderung findet, besagt genug.— Man wird mir glauben, daß ich in meinem Herzen auch etwas wie ein- Gefühl für die Ehre und das Ansehen des Verbandes besitze. Das sagt m i r aber, daß es unter allen Umständen unsere erste Pflicht ist, für die Beobachtung der sittlichen Grundlagen eines jeden Gemeinwesens, für das Recht und die Wahrheit im Verbände einzustehen. So will ich es auch ferner halten. A. P e r i tz, Königsberg i. Pr. Text und Entwurf für drei Unterrichtsstunden im WMrscheri auf ta Sktfiujc gchabcacr UiWnsschiileil iinii in WarMen. Thema: Die Keduscha-Einschaltuug im „Siebengebet" für das Neujahrsfest u. den Versöhnungstag: p pai von B. Wolff. Erste Stunde. Text in möglichst wortgetreuer Uebersetzung. So mögest Du denn geben Deine Furcht, o Herr unser Gott, über alle Deine Werke, und Deinen Schrecken über alles, was Du geschaffen hast, damit Dich fürchten alle Werke und sich niederwerfen vor Dir alle Geschöpfe, und damit sie alle schließen Ein Bündniß. Deinen Willen zu thun mit ganzem Herzen; — — wie wir es anerkennen, o Herr, unser Gott, daß die Herrschaft vor Dir ist, Macht in Deiner Hand und Stärke in Deiner Rechten, und daß Dein Name gefürchtet werden kann bei allem, was Du geschaffen hast. Entwurf. I. Einleitung: Die ersten drei Segenssprüche der Sch'mone-eßreh im allgemeinen. — II. Ausführung: Der erste Absatz der Keduscha-Einschaltung enthält: A. e i n t Bitte. Diese besteht: a. aus der eigentlichen Bitte, die dahin geht, 1. daß alle unvernünftigen und 2. daß alle vernünftigen Wesen von dem Dasein des Schöpfers überzeugt werden mögen; l>. aus der Begründung dieser Bitte, die dahin zielt, daß