Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 12 (12.2.1903)
- Date
- 1903-02-12
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Central-Orga-l für das orthodoxe Jndenthni». Alatler für die Israel. Schule. 12. Febr. 1993.^ lNr. 2.. 3um (Eine Erwiderung.) Nachdem sich Herr Steinhardt erst durch Zwang dazu hat bewegen lasten, meine „Aufklärungen zum Protokoll der letzten Kuratoriums-Sitzung" unverkürzt im Verbands-Organe zu veröffentlichen, bringt er jetzt gleich die Erwiderungen der zunächst betroffenen Herren dazu. Darauf habe ich Nachfolgendes zu bemerken: Herr Steinhardt meint, es sei selbstverständlich, daß er die von mir in Verbindung mit dem Adler'schen Brief gebrauchten allgemeinen Worte nur auf den hier beregten, bestimmten Fall bezogen wissen wollte. — Diese Erklärung acceptire ich, auch wenn ich seine Schlußbemerkung dazu: „Wahrlich, ein müßiger Streit um Worte" aus sachlichen und persönlichen Gründen nichtgelten lassen kann. Herr Hanfs erklärt in einer Fußnote: Da er für seine Person jede weitere Diskussion mit mir für zwecklos halte, so verzichte er darauf, auf obige haltlose Ausführungen zu erwidern. — Ich glaube auch, daß speziell Herr Hanfs am besten thut. in die Diskussion ' über die Kasse nicht einzutreten. Er könnte ihr dabei nur noch mehr schaden. Herr Direktor Adler behauptet, ich habe einen für die zur Diskussion stehende Frage wichtigen Theil seines Briefes s. Z. aus der Hamburger Delegirten-Versammlung nicht verlesen und dadurch die D. V. bewußt oder unbewußt in ihrer Meinung irregeführt. Ich habe aber Herrn Direktor Adler schon unterm 17. Februar 3902 in einem Schreiben darauf bemerkt, daß er darin falsch berichtet sei; daß ich seinen Brief, soweit er sich überhaupt auf die damit verbundene Frage bezieht (also auch in all den von ihm näher bezeichneten Theilen) v o l l st ä n d i g verlesen habe. Das w i c d e rh o l e ich hiermit und zwar öffentlich, und erkläre zugleich im voraus jede in der Zukunft gewagte gegenteilige Behauptung für eine bewußte Unwahrheit. Herr Direktor Adler weiß von mir, daß ihn sein Gewährsmann auch bezügl. des Herrn Reaschullehrer Feiner falsch berichtet hat, und er hätte darum Anstand nehmen müsten, auf das Zeugniß jenes Herrn hin eine ihm bereits widersprochene Behauptung öffentlich, zu wiederholen. Herr Direktor Adler meint: Wenn ich jene von ihm näher bezeichneten Stellen seines Briefes mitverlesen hätte (was ja, wie ich eben erklärt, thatsächlich geschehen ist), dann hätte die Delegirten-Versammlung die Auffassung gewinnen müssen, daß es sich bei ihm nicht um die Kennzeichnung der Rechtslage als solche, sondern nur um eine subjektive Annahme darüber handle. Der Brief liegt ja jetzt abgedructt für Jedermann zur ruhigen Ueberlegung vor. Ich z w e i f I c, daß ein Mensch mit gradem Verstände den von Dr. Adler gewünschten Sinn daraus lesen wird. Herr Dir. Adler sagt ferner: Weitere Erwägungen haben ihn zu der Ueberzeugung gebracht, daß sein damaliger (in dem Briefe bezeichneter) Standpunkt nicht aufrecht zu erhalten und eine Aenderung der Grundlagen der Kasse auch heute nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Donatoren zu ermöglichen sei. — Wir glauben aber doch, daß das Dr. Adler vom Jahre 1900 besser gewußt hat, wie die den Donatoren von ihm abgegebenen Erklärungen zu verstehen sind; denn seine damaligen Auslassungen darüber lagen den persönlichen Verhandlungen mit den Donatoren zeitlich näher und waren aüch in einem noch unbefangenem Zeitpunkte erfolgt. „Sie decken sich zudem mN