Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 9 (2.2.1903)
- Date
- 1903-02-02
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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^i''iml>aine» Freude an Gabenseligteit sich -vereinigt und Trostes geschafft haben. Das darf man auch.vom ' 'siiöiHiicn Frauen-Vrrein der Louisenstadt" mit Fug- .'midbehaupten, der-vorige Äoche die Feier seines Söbrigen Bestehens festlich beging. Nahe an tausend H>,'t'!,scheUchatten sich eingefunden., um ihr Wohlwollen ’riftem Vereine zu bekunden. Es war eine illustre Gescllickast, 'bte das Bewußtsein in sich trug, mit ihrem, ^rfcl'i'iiu'n ein Unendlich erhabenes 'Werk gefördert zu' tjaKii: denn der beträchtliche Ueberschuß dieses Festes war y den Aermsten der Armen geweiht.' v.'ach einer kurzen Begrüßung der verdienstvollen der Frau Egers, folgten musikalische „nb e^esangsvorträge, die durch einen init tiefer i.'!,i;>ii»dung^0Mtragenen Prolog, verfaßt von Frau Ir. vb u r m, abgeschlossen wurden. > b.unmehr bestieg Herr Rabbiner H ö x t e r daS; ■ tzoeium. um, die Festrede zu halten. Airsgehend von dcm chchriftwort: Geschlechtek. kommen, .Geschlechter, xpn.i aber die Erde bleibt ewig bestehen — schilderte -tie-ncr in schwungvollen, herzerfrischenden Morten zutnichii r-Ä^zräßen Gesichtspunkte, die . die Begrünt periüKn geleitet, und die Ziele, die der jetzige Borstand eneiän. -unter dessen Leitung das kleine, triebkräftige Mmilein zu einem starken, stattlichen Baumlherangewrchün sei, der heute sein schützend-Lgubdachüber die /üotsche Rothleidenden von ganz Berlm wölbe —? um dsnn uni aller Fülle der Beredtsamkeit deü „Geist jüdischen Wohlthuns" zu cha.räkic'risiren. Die ' Wurzel d!«: wohlthätigkeit liege in der Auffassung, die man i>rn be: Armuth und ihrer Bestimmung habe. - Bibel unsDc tnud fassen sie' als göttliche Institution auf, damir Dt- Mensch allezeit daran erprobe sein glühendes, - . warm iw sagendes, theilnahmsvolles Herz, das. llberoiiill! von Liebe,' Milde und Gütigkeit. Nicht sei. es-, Herabio>sung, besonderes^w.eiche"Regung,- oder gm 'Gemüiss-Y:,' die wir den Mbemittelten gegenüber betün- Jh'h, iiYi;, sie erweisen uni eine' weit'größere 'und reichere ÄMrta!, als wir ihnen. . . . . <-. - n die .'Art uutz-Weise-übergehend, .ivlkvdieser siraueuverein.seine Aufgabe erfülle,.betönfe Redner, wie nch ^edcrglücklich schätzen müsse, wenn -Dürftige und Nmhiptyen-de ihn aussuchen, denen er Pflege und Fllrl'orgD vngedeihen,..lassen könne. Doch wer diesen Verein itlin Vermittler seiner Hochherzigkeit erwähle, der habe dü- «rohe Bewußtsein,' feine trefflichen Thaten Nicht' .NW, mißen zur Schau getragen, zu haben, sondern das lkuanende Gepräge seines Edelsinnes in seinem Innern schimmern zu sehen. Mit einem zündenden Appell an die bjuiivrer, sich dem Verein anzuschließen, schloß Redner , ifitic Worte, die einen^mächtigen Widerhall und ju- , beliive Begeisterung in chen Herzm aller Anwesenden hervorriefen. ' '' " ' Nachdem sich der Beifallssturm gelegt, kamen-hie . Deputationen von den verschiedenen Humanitären Vereinen zum Dort, die ihre Glückwünsche,! hatten über- .' Mitteln lassen. Mit der Ueberreichung von Dgplomen? an Frau Egers, Frau Schalem, Ftau Schyheh ünsst, Herrn Retvald, die seit 'Begründung in gufodferndeV! s Weise ihre Kräfte im. Dieste .dieser heilt-^ache -be-', thätigts schloß der offizielle Theil. .'bt!DDv-MeSlan^!«D27.b-Jän.vtMitvdeMs!äM^DjEWE^ „Verein für jüdische Geschichte und Litteratuf" tzehalte-'i neu Vortrage, eröffnete Herr Rabbinrf Drl Gwkt--V m a n n einen Cyclus, der. die „Geschichte der deutschen Juden im deutschen. Reiche während^ des Mttekälters" - behandeln soll. Für den ersten-Abend, char „die 'Zeit, bis zum 11. Jahrhundert nach dervgefhöhnl., Zeitrechinung" als Thema in Aussicht genommen. Es istuns leider nicht inöglich, heute nähe^wüst dieseg Bortrügsabend' .einzugehen. Nur mit Idemt Schlüsse können wir uns nicht einverstanden',., erklären. Als Herr Dr. Gutt'mann die Thätitzkeit. 'tzer^.deutschest Juden auf geistigem Gebiete während^des genannten Zeitraumes behandelte, verweilte er natürlicherweise des Längere« bei Rabbi Verschon ben .JMidäl Es scheint indeß, als-- ob der Redner in Würdigung chkr Verdienste . .dieses großen Gelehrten verfuchke,'-für den Fortschritt einzutreten. ' Da , aber Idje heuDe Generation leider einen solchen in/ber Abschgssüng des' Sabbats und anderer. , göttlicher Gebote sie^.!-so.,hoffen wir, daß Herr Dr. Guttmann den'; Fortschritt Mur im Sinne des Rübbi Verschon den Jichuhia. Erstanden wissen will. Sonst wäre uns der Schluß des-Vortrages unbegreiflich. F. Hannoveri'MNach mehrjähriger Pause. ' beging , der. MoHthMgleirsverein der Syyagogen-Gemeinde HanWoerN'diMg.' Mroße Chewre". mwip enan p'nsi nfrtk .ir Fein Stiftungsfest, und zwar das 141.' -.(deD^leKinMist'' der älteste unserer Gemeinde, er Jahre.1762 gegründet) .am Abend des 28. JanuärchchH ein Festmahl im ' Saale - des. Casino-Hauses, nachdem aiy Tage selbst,' btiji ans. oar rmn wn wie allstihrlich, die ernstei Feier in der Synagöge. und - auf' dkm .Friedhöfe stattgefundeh hatte. . Seitens der Vereinsmitglieder war - bereits dsur deisi< 4. November vorigen Faires. .Anläßlich des 70. Ge-> bürtstages des langjKhrtgess, .hMbe'rdienten Vorstehers Herrn Bernhard Löiv'echstein}-'ein-'Streifen'.-’g«*'' plant und die Einladung,bereitsFßAangen, doch hattk, der Jubilarmit Rücksicht aus die bätnälrge, schwere Erkrankung eines (kurz warauf leider^ v>erHorbentn)DlaUg« ' jährigen Collegen gebeten, von der Fyet Ähstanh M. nehmen.. Es war indessen bei diesev VeÜgenheit viel- - 'fach der Wunsch geäußert worden, dir alte Gepflogen? ' heit", arg Stiftungstage ein gemeinschaftliches Mahl , flattfinden zu lassen, wieder aufzunehmen. Es halten ' sich etwa hundert Herren aller Berufsklassen und reli-