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Der Israelit · 1902-12-30 · Heft 103-104 (30.12.1902) · page 37

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 103-104 (30.12.1902)
Date
1902-12-30
Page
– (sequence 37)
Language
German
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Central-Organ für das orthodoxe Cäffer für die israet. Schule. 30. D«z.. isos.1 Mr.S». fiir jiiiiiiäjc Lchm M AltMemtm in ZtnWkn) »ach ihrem Stande vom 1. Januar 1902 u. in ihrer Entwicklung von 1898 bis 1901 mit statistischen Uebersichtcn u. einer Ehrentafel der bedeutendsten Wohlthäter auf diesem Gebiete. Herausgcgeben von Adolf Peritz, Königsberg i. Pr. ' : Wie der Herr Verfasser in der Einleitung zu seinem Schriftchen betont, soll dasselbe eine Ergänzung seiner I960 erschienenen Schrift „Statistische Uebersicht der für Versorgung der jüdischen Lehrer und Kantoren in Deutschland bestehenden Hilfs- und Unterstützungskassen" bilden, fortgeführt bis zum Schluffe des Jahres 3901. Dabei will, cs auch den „Eiuheitsbestrebungen der jüdischen Lehrerschaft in Sachen ihrer Versorgung" förderlich sein. Herr Peritz gibt seiner Ueberzeugung dahin Ausdruck, dass „das Versorgungswesen der jüdischen Lehrerschaft seine Aufgabe mir dann recht zu erfüllen vermag, wenn sich die einzelnen, thätigen Glieder derselben organisch zusammenschliesscn und für ihr lokal getrenntes und iin Einzelnen tbeilweise auch zwecklich geschiedenes Lersorgungsstreben ein gemeinsames festes Ziel und einheitliche Versorgungsgrundsätze auf nationaler Grundlage suchen." Es wird dieser, an sich gewiß ifceale Gedanke nockweiter beleuchtet und speziell auf einen, dein Merkchen indeß noch nicht beiliegenden „allgeiu. Theil" hingewiesen, der anfänglich als Anhang oder Beigabe beabsichtigt war, thatsächlich aber nun nachträglich als Sonderausgabe erscheinen wird, und der praktische Vorschläge in dieser Hinsicht bieten soll. Man darf mit Recht gerade auf diesen, noch zu erwartenden Theil der Arbeit gespannt sein, denn die Verschiedenartigkeit der diversen Vereine, sowohl in Hinsicht auf ihre Mitglieder, als auch ihre Stellung zü ihren Einzelstaaten biirficn» abgesehen von allem anderen, einen Zusammenschluß sehr erschweren. So erhält beispielsweise der bayer. Verein seit diesem Jahre eine staatliche Subvention von 2000 Ml., doch darf er fortan nur Lehrer — also nicht Kultusbeamte, die keinen Unterricht ertheilen, aufnehmen, ebensowenig Herren,' die außerhalb Bayerns amtiren. Unseres Erachtens muß es zunächst das Strebender betheiligten Kreise sein, staatliche Anerkennung, Subvention etc. zu erlangen, und da auf absehbare Zeiten doch wohl das Schulwesen noch Sache der Einzelstaaten bleiben dürfte, erscheinen jene Bestrebungen — unbeschadet ihres idealen Inhaltes — etwas verfrüht. Die statistischen Angaben-der, sehr übersichtlichen Tabellen, denen erklärender Text vorausgeht, sind hochinteressant. Voll und ganz müssen wir zunächst mit dem Verfasser in den Wunsch einstimmen, daß die Zahl der Lehrermitglieder sich noch recht sehr heben möge; merkwürdig erscheint es, daß gerade in solchen Bezirken, wo die meisten Lehrer staatlich gesicherte Pensionen haben, fast alle Lehrer Vereinsmitglieder sind,' während gerade solche, die keine andere Versorgungsaussicht haben, noch vielfach denVereinen ferne stehen. Die Zahl der ordentlichen Mitglieder aller Kassen ist von 1898 bis Ende 1901 von 1157 auf 1233, um 76 Personen oder 6 pCt. gestiegen. Doch fehlt noch.immer über die Hälfte aller, nach den derzeitigen Statuten beitrittsberechtigtcn Beamten, — ein Ansporn zu regem Eifer behufs Gewinnung neuer Mitglieder. Die nächste statistische Rubrik führt das, von den Kassen gewonnene. Stammvermögen auf. Der Verfasser kommt zu dem berechtigten Schlüsse, daß in Bezug auf die Verwendung der Einnahmen für Kapitalsmehrung und laufende Versorgungsleistungen das Urtheil eines Versicherungstechnikers einzuholen ist. Er

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