Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 103-104 (30.12.1902)
- Date
- 1902-12-30
- Page
- – (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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Polizisten und kein Wärter mehr an seiner Seite folgten; erst als er die Freudenthränen feiner Gattin sah und den Jubel seiner Kinder um sich vernahm, erst dann war ihm klär in's Bewußtsein gekommen, daß nunmehr alles wieder gut geworden; er ist gerettet, .befreit.7 —- > : „Und auch das Chanukageld hat uns der liebe Gott wieder gegeben," meinte Jankel, nachdem die erste freudige. Erregung sich' etwas gelegt hatte. Dann konnte er nicht mehr umhin und mußte, so gut es ging, sich die Einzelheiten seiner Erlebnisse und namentlich der am Morgen der Erlösung, in Erinnerung bringen, um sie Leioh, die immer noch nicht recht be- . greifen konnte, und immer und immer'wieder lachen und weinen mußte, zu berichten. \ . An den nächsten Abenden konnte die blanke Hausfreundin, die Chanukalämpe, wieder über einen Kreis glücklicher Menschen im. winzigen Hausirerhäuschen ihre lieblichen Strahlen werfen und dem Hellen Gesänge Leibeles vertraulich zublinken .... In der Stadt erzählte man sich die wunderlichsten Geschichten und die merkwürdigsten Abenteuer über die Verhaftung Jankels und seine Freilaffüng. . - Man glaubte vielfach den Grund der letzteren Boruch, dem Geldverleiher, zuschreiben zu müssen, da man ihn kurz vor dem Befreiungsakte aus den Gemächern des Pristavs kommen sah. Boruch, der anfänglich all' die ehrenden Worte wegen seines thatkräftigen Eingreifens ruhig und bescheiden über sich ergehen ließ, wurde aber, als die Fragenden immer ungestümer um die Einzelheiten seiner rettenden That drängten, etwas nervös und erklärte kurz und bestimmt: „er hätte weiter nichts, als einige harmlose Geldgeschäfte erledigt und treibe prinzipiell kein Stadlanus." ' Man suchte und fand auch andere Gründe. Aber den einzig richtigen Grund wußten nur Zwei: Jankel — in seinem kleinen Thilimchen, das er nunmehr noch ängstlicher als vorher behütete, und fast gar nicht mehr aus der Hand ließ, und Alexei Kornosoff — in dem beschlagnahmten, falschen 26-Rubelschein, den er nie mehr im Leben zu sehen bekam. f.e n* Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. L>!k DeLarllon nntcrnlmrat niemals eine Prüfung in Ze;ng auf die ritneUe Zuverläffigkelt der angepriescnen Wa reu. Die Sqietzer Hader», wenn sie in dieser Hinsicht gesichert sein wollen, die Anpreisungen, Referenz» etc. selbst einer Controle;u unterwerfen. Schluff der Inserate» mnalr'ne ist stets: für die Montagsnsnmer, Sonntag Früh :» Nbr. f.tr die Donner ta.r»»»;n »er, rNittwsch Mittag IS Nh» Unser platt gelangt rcgrlmätzig Montag und Donnerstag in den Abenistansru mm persandt. Neclainationrn wegen;n späten Eintreffen» bK liebe mau bei der betreffenden p'ostanstalt ru mache». Offerte» auf »schister muonccu werde» täglich, mit Ansu rh ne von Samstag und Sonntag, weitrrvrsordrrt. BskKSMtMSkchrMT! Wir beabücktigen, die nächste Quartalscndung nachdem gelobten Lande s. G. w. in der nächsten Hälfte des Monats Tebeth zu befördern und bitten alle Zionsfreunde, namentlich aber die verehrten Herren >“INV N"D3in vdriV' ergebenst, uns die bei ihnen vorrätigen Erez Israel Gelder gefälligst vor dem 3. Tebeth <2. Januar.) er zufchicken zu wollen, da die nach diesem Tage uns für die Gesammtheit der Annen Palästina's zugehenden Gelder zwar im Interesse dieser Annen zinstragend von unS angelegt werden, jedoch erst am Schlüsse des folgenden Vierteljahres zur Vertheilung gebracht werden können. ~ f8277 Spenden für Spezialzwecke finden indessen, wie bisher, auch ferner durch unsere Vermittlmig monatlich zweimal Beförderung. - ■ -19. Kislew 5663. Amsterdam, 19. Dezember L Miafeesas js*., : A. k Vrases. 1902. . ©ladeffwijzep, Secretär. -ros nwsn msD Für ein braves jüdisches Mädchen, die Tochter rechtschaffener und frommer Eltern, der Gelegenheit gegeben nt sich zu versorgen, wozu sedoch die Mittel fcfjlcn, bitte ich edle Glaubensgenossen um« milde Gaben. . ' Km 24. Kislew 5662. Mosbach <Baden). ^,4. Dez. 1902. LsweMeirr, Bezirksrabbiner. Die Redaktion des «Israelit" erklärt sich gleichfalls gerne bereit, Beiträge entgegenzunehmen. l675 rai,_ IM ©am iEem®. "KD Pension und Restaurant Mater: Nebenzahl - gegenüber Hotel de-Nica — bestellt schon 9 Jahre. Anerkannte gute Wiener Küche, mit eigenem Schocket. Referenzen Herr Oberrabbiner Dr. Horowüz, Frankfurt am Main,-Herr Dr. A. Berliner, Berlin. 17571 Nerostraße Nr. 7. WLesbsden. Nähe des Kochbrunnens. Hirschberger's Hotel-RestauraM ntm $adi|&eo 8sf". MpBüij nca mMt-kW. U7.-?»s?kNlhnK1. Table d’hote l Uhr, k la carte za jeder Tageszeit. 5304] Nachf.: Bernh. Meyer. Einziges Hotel am Platze o. Aufsiebt Sr: Ehrw. Herrn Rabb. Dr. Kahn Verantwortliche Redaction: Oscar Leh mann in Mainz — Expedition des Israelit". Schottstraße Nr. 2. Mainz. Druck und Verlag der Joh. Wirth'fchen Hofbuchdruckerei Actiengesellschaft kr Mainz.