Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 100 (18.12.1902)
- Date
- 1902-12-18
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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4S. Jahrgang. GrstZ Msilage %nM 100 des ^IsTsM^. Internatilmaler hebrmfchex Sriestvechjel. 5M Wer sich an dem internationalen hebEschsn Briefwechsel zu betheiligen wÄnscht, belieb-: seine Adresse der -er Kedaetion dieses Blattes niederznlegen, worsuf demselben ein entsprechender Correspondent zngetheilt wird. Schüler, Schülerinnen und Lehrlinge bedürfen der Genehmigung der Eltern, bezw. des Prinzipals. Briefe dürfen, eorrigirl an den Absender zurückgesendet werden. Es kann auch abwechselnd Hebräisch-Deutsch und Deutsch-Hebräisch correspondirt werden. Besonders musterhafte und originelle Priese werden in diesen Blattern veröffentlicht. AbüartlöN ÜbS „IKMklri"/ - •j? Wk ßt«NüliittsliimliiW des Zneiiis siil liie Wislhkil Ateniscli UciiilWiis. Mittivoltz, Len 19. Marchestzwan, in CSln, im EnglWea Saale der „Philharmonie^. - (Bericht von S. Frankfurter, Wesel.)! (Fortsetzung.) Dadurch, daß das Interesse der zahlreichen Zuhörerschaft durch die bisher gebotenen, herrlichen, geistigen Genüsse und seelischen Anregungen für die Sache des Vereins und dessen hehre Ziele' so erheblich gesteigert worden war, sah man mit um so größerer Spannung der Berichterstattung über das bereits Geschehene entgegen. Erkannte man doch an der zahlreich besuchten Versammlung, daß das Komitee mit voller Hingebung gearbeitet haben mußte; daß es mit ganzer Kraft bemüht gewesen, für das hohe, erhabene Ideal des Vereins Verständniß und Sympathie zu wecken' und die Erstarkung der geweihten, heiligen Zwecke, denen der Verein sich gewidmet hat, wahrhaft volkstümlich zu machen. So erstattete denn das geistige Oberhaupt des Vereins, der um dessen Entwickelung und um die Verbreitung der Gesetzestreue so aufopferungsvolle Herr Rabbiner Dr. W o l f folgenden Bericht: „Am 19. Januar wurde der Verein auf einer nach Euskirchen berufenen Versammlung gegründet. Es wurde aus der Versammlung heraus ein Komitee gewählt, welchem die Leitung der Geschäfte übertragen wurde. Dasselbe versandte an Gemeinden und Private in der Rheinprovinz ein Zirkular, welches den Zweck des Vereins darlegen und zum Beitritt auffordern sollte. ET wurde sodann ein ^Statuten-Entivurf aüsgearbeitet;^ welcher auf^ verschiedene Anfragen' Dost Ge-- meinde-Aorständen Hm denselben zugesandt würde. Dieser StatüteN-Entwurf wird 'ber heutigen . Generalversammlung - vorgelW^v'e'tdett:U'-"lvl aifl;su linier den dem Verein'beigetretenen Mitgliedern hatten sich mehrere Herren in hervorragender Weise für die gute Sache interessirt. Dieselben wurden vok dem Komitee zu Vertrauensmännern gewählt. Diese Herren wurden zum 8. Mai zu einer Sitzung berufen, um über die weitere Agitation zu berathen. ' 'Diese Versammlung' war aus allen Theilen der Provinz recht zahlreich besucht worden und hauchte dem jungen Verein durch die mitgebrachte. Begeisterung für. das Ziel desselben erst recht eigentlich Leben ein.- - Die Versammlung beschloß, eine lebhafte Agitation durch Wort und Schrift zu beginnen. Boy diesem Beschluß wurden die nicht erschienenen Herren Vertrauensmänner in-Kenntniß gesetzt. Auf deren rührige Vernüttelung ergingen von 11 Gemeinden Einladungen an den zeichnenden Geschäftsführer des Komitees, Vorträge über den Zweck des Vereins zu halten. Zu den Plätzen, an welchen diese. Vorträge gehalten-wurden, kamen auch die Mitglieder der umliegenden^ kleineren _ Gemeinden, so daß dadurch die Werbung der Mitglieder erleichtert wurde. Heute beträgt die Zahl der' Privat-Mitglieder 390. : Es haben sich 12 Gemeinden und von einem Platz die beiden dortigen jüdischen Vereine angeschlossen. Eine Gemeinde hat Schechita und Mitwa unter Aufsicht gestellt. Eine Gemeinde unterstützt den Verein materiell. " ' •••--• Durch die agitatorische Thätigkeit war der größte Theil der Zeit in Anspruch genommen. Immerhin konnte auch schon das eigentliche Wirken , des'Vereins begonnen werden-' Der Verein leitete den Bau zweier Mikwas und inspizirte zwei bestehende Ritualbäder, an welchen eine Aenderung vorgenommen werden mußte. An zwei Orten konnte die Schechita gebessert; werden, an einem dieser Orte genießen zwei Restaurationen das Vertrauen des Vereins.rirl* r; r.ir':- An dieser Stelle sei auch einem ebenso^ bescheidenen, wie begeisterungssreudigen Gönner des. Vereins unser herzlicher Dank ausgesprochen dafür, daß er die schriftliche Agitation,^ die--durch-mehrfachen Flugblätter erfolgte, uns kcksteütotz.''-?lw'.jveüestin ilmsianst und" in geschmackvollster Forck ernröglichte.mnd den-Verein in hochherzigster Weise mit», allen- Biireaui-Iltenßljtü aus- 'Wktktelr^WeÄll'^vir auch''p^küniä/'dcks-Ii^l noch nicht erreicht haben) so sind die gethätigten Anfänge doch Hoffnung verheißend. An Ihnen ist es nunmehr, für