Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 98 (11.12.1902)
- Date
- 1902-12-11
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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w, 1 -! j l.rly l 43. Arhrgickg. „mtmt&Mji t r t l Seitdem die Begründer der sogenannten modernen jüdischen Wissenschaft mit den schwachen und unzulänglichen Hilfsmitteln, die ihnen, zu Gebote standen, ihre ersten Forschungen gemacht, haben, haben viele, die auf dem gleichen . Gebiete arbeiteten, in blinder Verehrung für'die . Meister und Schöpfer .des neuen Forschu.ngszweiges, u.nd gleich diesen zumeist im Finstern tappend, die Resultate jener Erstlingsarbeiten. ohne Prüfung ünd Kritil, gleich Orakelsprjichen und Offenbarungen! hingenommen und darauf weiter gebaut. Die „grundlegenden" Arbeiten wurden so ausschließlich allen weite-, ren. Forschungen zu Grunde gelegt, daß man.eine Nachprüfung ihrer Ergebnisse an den Originalquellen, inf? besondere, auf dem Gebiete, der Geschichte unserer Tradition,, für. überflüssig erachtete; es. wurden Hypothesen an Hypothesen gereiht,', und . so haben'sich von Gene-, ration zu Generation Jrrthümer'fortgeerbt,'ohne daß' man sie hätte erkennen, geschweige . denn berichtigen können oder wollen. Ein genialer Forscher, der nicht die schlüpfrigen Bahnen seiner Vorgänger wandelte, der vielmehr.durch fein .ungeheures Wissen in den Stcnd gesetzt war,' das gewaltige Gebiet.'ZU .überblicken...hatdurch!seine scharfsinnigen,.. Lichtvollen Untersuchungen, jenes Dunkel, durchleuchtet und. eine Menge von Irr-: thümern derart überzeugend nachgewiesen, daß eine voll-' kommen neue Auffassung und eine ungeahnte Klarheit über Zeiten'und Verhältnisse gewonnen ward, über welche bisher nur' Unbewiesenes uyd Unbeweisbares auf Treu und Glauben nachgeschrieben, worden war. Die Leser dieser Blätter sind von einigen der überraschendsten und „ überwältigendsten.Ergebnisse dieser Forschungen H a l e v y 's durch ausführliche Referate bereits unterrichtet.und haben an diesenProben die Bedeutung und' Tragweite derselben erkannt. ' Sie ,haben auch bereits erfahren, bgß im.gegnerischen''Lager — denn das Puch Hälxvy's ist, ohne es zu wollen, eine Kriegserklärung gegen, die bisher auf dem Gebiete der jüdischen Geschichtsforschung alleinherrschende' Schule geworden. —. man Ängstlich und rm.ruhig'; wurde.; und., . um dieacfährdete Position'zu .retten', den .uüvetkennC baren Fortschrift.welche^.die Wissenschaft machte^ unÜ Leser,ssnrch der.Oberflä Unehrlichkeit seiner Beweisführung überzeugte!; /Die^ jcnigen, die in Ruhe und.sachlicher Darstellung mH'btfv i Waffen der Wissenschaft kämpfen, wollen, jedoch gehört ünd gewürdigt, ihre'Ein wände wollen gewissenhaft gt-':? prüft werden', ' wenn' wir die Frage - entschttben?' wollten; ob dasjenige,/ was uns .' aW' Fortschritt?., erschien, wirklich ein Fortschritt ist,' oder, öb wir kviedev"? zu den, wie wir glaubten, widerlegten und veraltetcst : Ausassungen.'zuMakehr!en/MüfferU".^:/.''</.'H'^'-'' ss..... Diese' Prüfung .'vorzunehmen und die Frage:- ,,Fort schrit t'. oder R.ückfchrist'in. der?-. <j üdischen W i s'sen schaft'?" zu 'entscheiden,.ist'"' die Aufgabe, die- W der' Verfasser einer- Nn's -dorliegcnden Schrift gestellüchat?)/' -'.T-il 'VH .''. In derRevue des' Etudes Juives"- (Nr! 87, 'Pagr-? '45—61) hat/E b st ern einer'-Einzelfrage^'in -welcher-'? Hal ^vy [ von seines.Vorgängern'wesentlich' 'abweicht;'/ eine größere UniersüchÜng gewidniet-ünd' .die endgültige' - Mückkehr Räb's Mach Babylonien--behandelt?: Er kommt? - :zu dem Resultate, daß die. Halevyssche'Forschung -mit- 'ihren 'neuen Ergebnissen unhaltbarsei und die' Feststellungen Rappopor t s weiterhin älsgültigan-' .erkannt werden müssen. Alle stimmen darin überein, daß Rab, wie der Talmud berichtet. - ' bei LebzeiteN/ .Rabbis,.also vor 192, nach Babylynien. re.iste,:.ünd'däss"-;Rab" seines Schüle'/in Sura erst Im Fahre 219 sse- / -gründet habe;''sie üüterscheiden/sich'dadurch;.dassRäppö.--^, ^Port nur er M e 'Reise' Rabs kenns ünd 'demnach./aüßer'' wanderen', von ihm selbst 'verworfenen Hypothesen/ auch''. ' die nüfstells,' daß vielleicht - zwischen/ Rabs' Ankunft--in / ’ Babylonien und der Begründung der süränisch'en-Hoch-' schule eine'Zeit von "30 Fahren liege,'in ' welcher wir .- , aber vergebens irgendwelche Wirksamkeit des sschon/ da^ ' mals als Große'anerkannten Rab suchen,') währeno- Halevy nicht nur annimmt,'sondern beweist, Rab^ek? ' bald nach jcner ersten Resse wieder nach Pälastitiä E? . rückgekehrt ünd habe' seinen Wohnsitz endgültig etstM' - Jahre'spater, .-Wen- 6nd'e der Lebenszeit' des/Rabbsi : Jehuda' Ne'ssia, ' nach Babylonien verlegt^' -Der' - Bep-- , fasser' der -vorliegenden' Schrift "prüft! 'die 'GegestgrMtA' ' Epsteins und' weist' übetzeNgend - ihre Halttösi'gkeit -nach, '. i bei manchen'genügt ihm die einfache Anfuhrüllg bszw? ' Uebersehung/- der von' Epsiftn' chißverstaürdenen-'ÄÄD- - - suhrüngcnw'e's /Do^ot'h Harisch'MM"-.sts'M^.dUMlchr I watide''^ü -etitkräfteü^ De^ Sdhrkv'V^'ä-- der betreffenden Stelle unzweifelhaft korruistpirt;- zu djeseui' TM'il -or -Jraae ift imrdi .Gegenüberstellung eiutgec Zitate ans S.51f. der vorliegenden Schrift trcnend gekennzeichnet n.l-r