Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 96 (4.12.1902)
- Date
- 1902-12-04
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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. 2024 Ecken und Enden leuchtet und die Symptome des rapiden Niederganges so offen daliegen, haß man den Verein bereits als »^2 ms: unter die Tobten geworfen hat und man nicht einmal von ihm spricht, ja, kaum etwas von seinem Dasein weiß? - Der ganze Unterschied zwischen dem allgemeinen Verband und der speziellen Vereinigung, sind die orthodoxen. Mitglieder, die dort vorhanden sind und hier fehlen. Keine falsche Bescheidenheit der orthodoxen Konfratres wird das aus der Welt, schaffen, sie sinv der Halt, sie sind der Kitt, sie sind, ganz wörtlich genommen, die N12V N2V 'PNNL, sie halten die ni2v n2iy zusammen, sie sind, wie bereits früher erwähnt, die nEfl'Tp ' welche den ihr Scheinleben geben. Das ersieht ein Blinder aus dem Bericht über die Scheinthätigkeit des Verbands und cua-- demjenigen über den Marasmus und Grabesgang der liberalen Vereinigung b'jib onip arms. Das wird keine noch so bestechliche Rhetorik wegescamotiren. Wenn aber die Orthodoxen diesen Mischmasch, diese Mesalliance, dieses -m'm uv'« jotoji damit zu rechtfertigen suchen, daß sie behaupten, die verbündeten B'yBMB unserer Tage hätten sich gehäutet und seien gar nicht mehr dieselben, als diejenigen von Anno dazumal, so ist ein Blick auf ihre Frankfurter Verhandlungen vom 9. Juli b“ I. ungemein instruktiv. Er nimmt den orthodoxen Verbandsbrüdern den einzigen, ersten und letzten Strohhalm, an den sie sich geklammert haben. Er lehrt, daß es nur der KappzaUm der Scham und der Jnteressen-Klugheit ist. der sie bestimmt, bei den Verbandsverhändlungen ihre Allüren zu unterdrücken, um ihnen in ihrem liberalen Conventikel umso ungenirter die Zügel schießen zu lassen. . ' . . ' (Fortsetzung folgt.); Deutschlands Berlin, 2. Dez. Dieser Tage fand im großen Saale der „Philharmonie" eine musikalische Aufführung von hebräischen Gesängen statt. Herr Kapellmeister Kellermann, Dirigent des Chores der Neuen Synagoge, hat sich mit dieser interessanten Aufführung den Dank zahlreicher Musikfreunde erworben. Die herrlichen Schätze unserer alten Synagogemelodien, in denen das jüdische Herz beim Gebete zur Höhe der religiösen Weihe emporgetragen wird, diese reichen, träumumflossenen Töne der Klage, einem größeren - Kreise in einer solch herrlichen Gestaltung, mit einem . großen, trefflich geschulten Chor von 160 Personen, unterstützt von hervorragenden Solisten, vorzuführen. war eine gute Idee und hat es dem trefflichen Kapellmeister, der den großen Chorkörper mit Meisterhand führte, nicht an wohlberechtigter Anerkennung seitens des erfreulicherweise recht zahlreich erschienenen Auditoriums für die plastische, klangschöne und schwungvolle Wiedergabe der einzelnen Piecen, gefehlt. Das Programm war nach musikgeschichtlichen Gesichtspunkten unter dem Beirath des Prof. Dr- Fleischer, dem berühmten Kenner und Forscher altsynagog. Musik, zusammengestellt und enthielt u. a.: Kol haneschomoh für Sopran, mit Begleitung von Streichinstrumenten, Comp. C. G. Lidarti; Psalm 118 für Tenor, Sopran, Baßsolo und Chor, comp, von Halevy. An dem Erfolg partizipirten die Solisten Herr Hofopernsänger Heinemann,, der mit seinem wundervollen Bariton brillirte und Herr Opernsänger Alberte, der mit lieblicher Anmuth die ihm überwiesenen Solostellen durchführte. Berlin, 2. Dez. Der „Israelitische Kinder- Berein" zu Berlin hat sich zur Aufgabe gemacht, alljährlich zu Chanuka eine Anzahl armer Kinder von Kopf bis zu Fuß mit Kleidungsstücken zu versehen. Der Verein ist im Jahre 1890 in's Leben gerufen worden und zählt jetzt ca. 350 Mitglieder. Er hat während der Zeit seines Bestehens ca. 600 Kinder, die keine Kleider oder Schuhe hatten, mit Anzügen, Mänteln und Stiefeln versehen. Das Geld hierzu hat der Verein von Kindern im Alter von einem Tage bis zu 16 Jahren gesammelt, die monatlich 20 Pfg. der Vereinskasse zuwenden. In Anbetracht des so niedrig bemessenen Mitgliedsbeitrages wärees erwünscht, wenn jeder Vater und jede Mutter ihre Kinder veranlaßten, dem Vereine beizutreten, damit dieselben sich von frühester Kindheit schon an Wohlthätigkeit gewöhnen. Zur bevorstehenden Chanukavertheilung nimmt Herr Siegfried Schrägenheim, Berlin N.-W., Brücken-Allee 17, jede Spende dankend entgegen. Köln, Ende Nov. Der seit drei Jahren hier bestehende „Verein für jüdische Krankenpflegerinnen," der im hiesigen jüd. Krankenhause auch eine Pflegerinnenschule unterhält, hat nach dem veröffentlichten Bericht für das Jahr 1901 einen guten Fortschritt zu verzeichnen. Die Zahl der ausgebildeten Schwestern stieg von 7 im Jahre 1900 auf 12 im Jahre 1901, von diesen waren 6 ständig im Krankenhause thatig, während 7 die Krankenpflege in Familien ohne Unterschied der Konfession-versahen. Die Schwestern wurden auck ab und zu zur Assistenz bei Operationen außerhalb des Krankenhauses zugezogen und leisteten auch auf Wunsch einzelne Hilfe bei Kranken in der Noth; der Zuwachs der Schwestern setzt den Verein in die Lage, auch der Armenpflege sich zu widmen, deren Aufgabe es ist, arme Kranke, die nicht gerad^ eines