Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 90 (13.11.1902)
- Date
- 1902-11-13
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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48. Kchrgang. Von A. Lewertoff, Höxter. itv"ron:viwro ny n'lit feine BätiiJeto U\t (Schluß.) : Sogar die politischen Tageszeitungen wurden dazu benutzt, um über die G e b e t - b u ch- G e g n e r herzufallen! In .der „Kölnischen Zeitung" Nr. 87 4 vom 10. Cfto.i ber 1895 (Abend-Ausgabe) war bei dem darin enthaltenen Bericht über den V. Gemeindetag des Verbandes der Synagogen-Gemeinden Westfalens" u. A. zu lesen: " Die. gesammte jüdische Orthodoxie aber fiel über da» Buch und den Verfasser her und verunglimpfte beide durch Flugblätter, in Zeitungsartikeln, durch sog. Gutachten ü. s. w. Als nunmehr, veranlaßt durch die Gebeibuch- Frage, die wenigen gesetzestreuen Glaubensgenossen Westfalens sich aufrafften bezw. sammelten und somit am 19. Januar 1896 in Münster der JB er ein zur Wahrung der religiösen Interessen des Juden thums in der Provinz Westfalen" begründet wurde, ferner am 25. Mai desselben Jahres in Dortmund unter überaus zahlreicher Betheiligung die erste konstituirende General-Versammlung dieses Vereins staitfand, da wurde seitens der Gegner damit begonnen, diesen un- . seren Neubegründeten Verein durch Flugblätter, Zeitungen etc., sowie, bei jeder sich irgendwie bietenden. Gelegenheit, bis in die neueste Zeit hinein, zu bekämpfen und zu beschimpfen, was durch folgende Auslassungen genügend bewiesen und gekennzeichnet wird: 1) In dem damaligen „V e r b a n d s -Organ" des „Synagogen-Verbandcs," „Monatsb l ä t t e r" von Dr. Adolf Brüll. Frankfurt a. M., vom 1. Juni 1896 (16. Jahrgang, Heft 6, Seite 133) .heißt es in.dem Artikel: .„Aus dem westfälischeu Gemeindeverbande" u. A.: „Eine besondere Pfingstfreude haben dem B e r b a n d e e i n i g e o r t h o d o x e S e - paratisten ber eite t, welche in einer am zwci- . s ten Pfingsttage in Dortmund abgehaltenen Versamm- ^lung einen /Verein zur,Wah^ng.yer:.'^lWM^nj Pressen.', des'/. Jüdenthüms in^der Provinz'WesifAen? 7 begründet Haben. „Hoffentlich wird der Verein -seine ThätigkeiL nur in der breitesten Qeffentlichkeit entfalten, denn, .nichts trägt so zur Fördern n g f reif in n'i ger Ideen im Judenthum bei / als die Beobachtung des frömmelnden Geb ahrens jener lichtscheuen Dunkelmänner, die, v e r st L n d n i ß l .o s u n s e r e r Z e i t g e g e n ü b e r st e.h e n d, das Jude nt hu m u m Iah rhu n d e r i e z u r ü cksch r a üben m 8 chten u. s. w." ' ' Ferner: „Schließlich sei noch erwähnt,- daß die vom Verbände herausgegebene Gutachtenfammlung über das Vogelstein'sche Gebetbuch in den weitesten Kreisen schon wegen der Qualität der Gutachter freudige Genugtuung hervorgerufen hat. Wie wohl - thuend wirken diese klangvollen Namen gegenüber den zahlrei.ch.cnobskuren Winkelrabbin er nwelch e in der orthodoxen G u t a ch t e n s a m mlu ng als die „b e d e u t e n d st e n R a L b i ne r de s I n - u n d A u s l a n d e s" p a r a d i r e n:" ' 2) In der s. Zt. seitens des „Synagogen- Verbändes" als Flugblatt verbreiteten Rede des Lehrers und Predigers Herrn Dr..Felix Coblenz in Bielefeld', gehalten.zu Hagen am 14. Juni 1896 auf dem sechsten ordentlichen Gemeindetage des „Verbandes der Synagogen-Gemeinden Westfalens", betitelt: „D e r westfälis che Gemeinde-Verband und seine Ge.g> n e r," welche sich, nebenbei gesagt, aus f ch l i e ß - l i ch in „liebenswürdigster" Weise n u r mit den Gesehestreuen unserer Provinz'bezw,'mit unserer Vereins-Begründung beschäftigte, lesen wir. neben den überaus vielen „S. ch m eich e lei e n" u. A. Folgendes: ... . .. „Sie wollen mir gewiß nicht zumuthen, .daß,ich diese Leute, die, wie Sie alle mir bestätigen werden,, den bei weitem größten Theil unserer Widersacher . ausmachen, einer.besonderen Kritik würdige. Das hieße ihnen denn doch der Ehre zu . viel anthun. . Solche berufsmäßigen Krakehler — Sie - gestatten mir schon den nicht gerade sehr, parlamentarischen Ausdruck — hat es zu allen. Zeiten gegeben-und wird e8 zu ' allen Zeiten geben, so lange es überhaupt jüdische Gemeinden. gibt.- Mit Gründen ist solchen Leuten nicht beizükom- „Zu diesen kamen noch einige Unzufriedene aus anderen Orten, die mit ihren Gemeinden schon längst Schicksale." v.: