Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 93 (24.11.1902)
- Date
- 1902-11-24
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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thatige^ Vereine und Institutionen derselben, seinen 70. Geburtstag. Bei der allseitigen Beliebtheit, deren der Jubilar sich erfreut, gab dieser Tag die Gelegenheit zu besonderenund mannigfaltigen Ehrungen. (Von einem seitens eines größeren Komitees geplanten Festessen, zu welchem Einladungen bereits an sämmtlichr Gemeinde-Mitglieder ergangen waren, hatte Herr Löwenstein mit Rücksicht auf den einige Wochen vorher erfolgten Tod eines langjährigen Kollegen, ' gebeten, Abstand zu nehmem).' - Morgens erfreuten - die Schüler des Talmud- Thora-Vereins, unter Leitung'des Herrn Oberkantors L i n h ä r.d t, - alsdann ein aus Schülern und Lehrlingender Israelitischen Erziehungs-Anstalt Ahlem bestehender und von einem ehemaligen Zögling dieser Anstalt dirigirter Chor, Herrn Löwenstein durch Gesangsvorträge. Alsdann erschienen die Vorsteher und Repräsentanten der Synagogm-Gemeinde, sowie die KollMN.des Jubilars im Vorstände der verschiedenen Vereine, anihrer. Spitze Herr . Landrabbiner Dr. Gronemann, ' welcher in einer längeren Ansprache die vielfachen^ Verdienste des Gefeierten, hervorhob und zum Schluffe' demselben die Chower unter Ueberreichung einer Urkunde verlieht Es sprachen dann die Herren Senator Fischer Namens der Gemeinde-Verwaltung unter Ueberreichung einer kunstvoll ausgeführten Adresse, Here. JakobBerliner, gleichfalls unter Widmung einer prachtvollen Adresse für den.ältesten Verein der Synagögen-Gemeinde, die Chewra Kadischah, deren Vorstand-Herr L. seit 18 Jahren angehört, und für deren heilige Zwecke der riv» bl? non nrtz'tt er unermüdlich thätig 'ist, Herr Justizrath I ü d e l l, der Namens des Vorstandesdes jüdischen Krankenhauses und der Alters-Versorgungs-Anstalt einen prachtvollen Pokal überreichte, Herr Seminar-Direkt. Dr. Knolle r für das jüdische Lehrer-Seminar und den Talmud-Thüra-Verern, Herr Jul. A b r a h a m s o n für die'Ziön-Loge, Herr Adolph Kann für den Seminaristen-Unterstützungs-Verein. Am darauffolgendey...Sabbat, nahm Herr Landrabbiner Dr. G r o ne di a n.n. in der^ Synagoge in seinexallsabbatlichen- Ansprache nochmals Veranlassung, des Geburtstages zu gedenken. ' Herr Löwenstein hatte seinerseits den Tag nicht voMezgchsu>lKss§n>- >-.ohne . der-seiner Fürsorge untere stePen. JnMutioM..Wrch: Geschenke^ein.... besonderes < Jn8ressZrzu, bekunden.--So erhielten die "große Syna-^' .Betsaal -des-. Krankenhauses ei^n^raHtvoll^ weites.nebst. ZuoHÄHur die ChetvE Kadischah zwei sikbMerÄsüD^^MerÄendüng'Peigottesdienstlichen VeranstaltungeMu. s. |prr ^7 MaFHtzdenA^rMN ÄNne -vd^nt> sein, noch lange Iahte an der Seite seiner verehrten Gattin, sich seiner Lebenscktoeit, den Armen und Kranken ein l Helfer zu sein, widmen zu können, den Bedrängten zum Wohle. dem Judenthume zur Ehre, ihm selbst zur wahren Befriedigung, der. jüngeren Generation zur Nacheiferung! n:ar omw nxo uj! . . : S p t c ch s a a l. Aus Bayern. Zu rro "n 's, Kap. 23, V. 11, bemerkt Hirsch u. A.: „Es isti die Feinheit nicht zu übersehen, mit welcher man schon damals und dort sein Interesse unter den ausgesuchtesten Höflichkeitsformen wahrzunehmen gewohnt gewesen war." Von meinem verehrten Lehrer und Freunde, dem jüngst verstorbenen b'N nypjjftt? pnr* "! Seminarlehrer zu Würzburg, hörte ich einst eine diese Bemerkung ergänzende, sehr einleuchtende Erklärung. Nach derselben ist das Charakteristische der ganzen, von Abraham mit. den Söhnen Chets und Efron gepflogenen Unterhandlung im Texte durch Fehlen oder Vorhandensein des Wörtchens i« bei -no u. fnc zu finden und bekanntlich rro xn mr*&nx Abraham kam zu den Söhnen Chets und spricht zu Ihnen, Kap, 23, V. 4, „bewilligt mir eine Grabstätte, rnbv 'uv nispru. damit ich . mir meine vor mir liegende Todte bestatten kann." Darauf entgegnen ihm die Söhne Chets, V. 6, „höre uns an, als einen Fürsten Gottes betrachten wir Dich. Soweit es an uns liegt, wir gewähren Dir gerne Deine Bitte, nicht nur für Deine gegenwärtige Todte, sondern *1123 7710 r>rn für alle Deinen Todten, als Familiengruft." Nach V. 8 aus der Antwort Abrahams zu schließen, scheinen die Söhne Chets hinzugefügt zu haben, „selbstständig können wir dies nicht gestatten, vielmehr müssen wir erst Efron vernehmen. Doch (V. 6) das können wir Dir schon jetzt versichern nfa» rrb rop nrr ucd bt» :*pb mpa wenn es sich nur um ir« Deine jetzige Todte .handelt, wird sich Niemand weigern. Dir, dem von uns so hoch Geachteten, den Platz zu bewilligen." Abraham antwortet (V. 8 u. 9). „wenn es, wie Ihr angedeutet, Eurer Absicht entspricht, 'no nrr ncpfr. mir das Feld für alle meine Todten zu überlassen, so bittet für mich bei Efron, daß er es mir gegen Bezahlung abtrete." Efron bemerkt Abraham gegenüber (V. 11), „das Grundstück schenke ich Dir' ■£» mp •p rrnm. begrabe Deine Todte." Aber Abraham legt Werth darauf, nicht nur seine Frau hier zu bestatten, sondern das Feld als Familieneigenthum zu erwerben und erspricht zu Efron (V. 13). „Ich zahle gerne den Werth desselben, trete es mir ab ncz> 'm rx map», damit ich alle-meine Todten dortbegrabe. Nachdem - sichnun -Abraham auch dem Efron gegenüber so-- deutlich, zuv Zahlung verpflichtet, sagt dieser-(V. 15) zit- Abrahckm^ oder läßt ihm sagen —„brenn " es Dir" auf 400 Schekel Silbers nicht, .ankömmt, mp yra-jxin, dann kannst Du alle Deine Tödten in. dem Felde ^begraben, es soll in Deinen ausschließlichen Besitz übergehend H.A.