Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 84-85 (27.10.1902)
- Date
- 1902-10-27
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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43« Jahrgang. X2K taoP-*9 xrni TtfJ brriL" nö2r& sjdxd p^n ■w'bv ivv pxjnxixn. Berdilschew 1902, gr. 8°, 325 S- Preis I Rubel 15 Kop. Wiederum ist der dritte Band der periodisch erscheinenden in. der litterarischen Welt hohes Ansehen genießenden hebr. Sammelschrift "pan,, erschienen. Wenn schon die früheren Jahrgänge dieser ausgezeichneten Zeitschrift historische Aufsätze und Abhandlungen enthalten, welche - diesem Organe bleibenden Werth sichern, so ist vorliegender neu edirte Band umsomehr zu begrüßen, da derselbe, sowohl im Umfange, wie auch im Stoff der Abhandlungen, die früheren' Jahrgänge übersteigt und sich in Gediegenheit auszeichnet. Jawohl, es verdient anerkannt und muß hervorgehoben werden, daß der Redakteur dieses Buches, Horodezky, es nicht nur ausgezeichnet versteht, gewählte Arbeiten aufzunehmen, und dem kundigen Leser Wissenschaftliches und Interessantes zu bieten, sondern Horodezky selbst ist ein Mann der Wissenschaft, der es nicht unterläßt, dieses Werk mit litterarischen Arbeitenzu versehen und stets allein neue und wichtige Funde in der jüdischen Litteratur zu machen. Die erste Abhandlung (S. 5), die Biographie des Castiliers R. Isaak Aboab von Horodezky, ist vortreff-' lich geschildert. Aboab ist 1492 aus Spanien vertrieben und 1493 in Portugal . gestorben. Er verfaßte mehrere Werke, unter denen sein 2'.xsn rrrnu ein Werk über Sittenlehre in der jüdischen Welt hohes Ansehen genießt. Ferner hat er einen Commentar zum Penta-, teuch verfaßt, der mit anderen Commentaren neben dem Text in Venedig 1648, in Krakau 1687 und in Wilmersdorf 1713 gedruckt worden ist. ..In sechs Kapitel theilt Horodezky diesen Aufsatz und nebst Berücksichtigung der Aboabischen Werke, hat er neuerdings in vorliegender Arbeit seine gründliche Gelehrsamkeit, gezeigt. . Von nicht weniger Interesse sind die nächstfolgenden Aufsätze (S. 30) von Lector Friedmann v"x i'xv) über B'T Jätern buk . und (P. 40) die, Berichtigungen zu Talmud und Midrasch von Bacher.. . Eine, sehr wichtige Abhandlung veröffentlicht (Pag. 46) Epstein über die Entstehung und die .Abfassungszeit .des JiiVna .rxbp» Bekanntlich haben mehrere Forscher die Behauptung qufgestellt, daß die-,. nicht.vvn R. Simoy Kahira, sondern. von..N,,Jehuda Haon.der .^69 dem Adda im -Vorsitze der Akademie von Pompeditä folgte-und-763 gestorben ist, abgefaßt sind. Dieses tliema proband um erwähnt auch R. Abr. b. Dior in seinem nbspn 's (Pag. 31), daß Kahira noch 741, also vor R. Jehuda.Gaon, die rtfrt-u na^n abgefaßt und R. Jeh. Gaon nurdie riabn aus dem Größeren zusammengetragen habe. Mit gediegener Fachkenntniß prüft nun Epstein beide Ansichten und kommt nach eingehenden Erörterungen zum Resultate (Pag. 73), daß die nfym rrobn von R. Simon Kahira in Sira ca. 826 abgefaßt worden sind. Harkavi edirt (S. 82) eine in der Petersburger kaiserl. Bibliothek aufgefundene Handschrift von einem unbekannten Autor, die aber nach Harkapi's Bermuthung von Abulafia - oder, irgend einem andern falschen Messias herrührt. Kahana, ,schreibt: über Dunasch b. Labrat (S. 86). Schulmann, liefert einen Beitrag zur Geschichte des Bannes (P. 90), Posnansky veröffentlicht (P. 98) R. Elieser Balganzi's Hos.- Commentar aus einer Oxforter Handschrift, und Kahana läßt unter der Ueberschrift. enn prve -pro ewap 7WX12 Ivsb (S. 128) einen Theil aus diesem neu zu edirenden Werke erscheinen. Es wird . dies nämlich ».ine sehr interessante Publikation sein. Die bedeutenden Forscher, Bacher, Blau, Grünwald, Deutsch, Chajes. Perles und Kraus, haben es unter der Redaktion des hebr. Litteraten. Kahana. unternommen, in rein hebr. Sprache und in modernem Geiste zu commentiren. Indem wir uns aber eine eingehende Rezension über das ganze Werk noch Vorbehalten, .wollen wir uns diesmal mit der.Anzeigehegnügem -,' - . Es folgen dann Arbeiten von Eppstein (S. 134)^ von Horodezky. (S. 141)', der R. Gerson Aschkenasi's Biographie mit Gelehrsamkeit beschreibt, und von.Dr. Meier Kayserling (S. 165),- der R. Isaak Aboab, welcher cä. 200.1. nach dem' gleichnamigen Verfasser des Täten rnue in Toledo gelebt hat, als Dichter darstellt. - 1613 war Aboa sieben Jahre alt und' -1626 wurde er Rabbiner in Amsterdam. - In spanischer Sprache schrieb er einen Commentar zum Pentateuch (gedr. Amsterdam-1681), und aus dieser Sprache übersetzte er in's Hebräische die Werke v'vVN d und v'nbx na von Abr. Kohen Hevera. Er ist 1693 in einem Alter von 88 Jahren in Amsterdam gestorben. Das Buch bringt noch Abhandlungen-von- Köchäna, von Löwenstein, von Berliner-' der - aus deck - Rächlasst Regio's einige Briefe von Jost, Falk und Sachs edirt (S. 196). und von Weisberg. 'Ein Werk,' - welches soviel historischen Stoff bietet,- verdient die weiteste Bekbreitung-:.--^-^^- ni.;. T e re b e s s F ej er stak a k7iin DktobeE