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Der Israelit · 1902-10-27 · Heft 84-85 (27.10.1902) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 84-85 (27.10.1902)
Date
1902-10-27
Page
– (sequence 2)
Language
German
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1776 fühle des menschlichen Herzens, die Regungen der jüdischen Heelenicht fremd. - Er wußte sich in diese ganz hineinzuleben und'dieselben aus Anlaß seiner iranh unter Anwendung von treffenden Midraschstellen in geistreicher und zu Gemüthe führender Weise zu verflechten'.- ' '•; ' Wollten wir über den Verlust des Dahingeschiedenen einen Trost-suchen, so müssen wir gestehen, daß cs unmöglich ist, einen solchen zu finden; wir finden keinen gleichwerthigen Ersatz/Unser Bitten und Flehen Müß nur zum Allmächtigen gerichtet sein, daß Er unsere D^nj zu denen wir'mit Hochachtung emporblicken, uns bis in das späteste Lebensalter erhalte, sie kräftige und stütze.'' dämit sie dem bÜTL" bbv ihre Dienste weihen rönnen. -nütZ^nivn pbÄ; " ' ''Die die am 'Sonntag Nachmittag in Paks stätksand, zeigte.' in' welch' großem Ansehen der Verblichene gestanden.' Selbst Nichtjuden sah man mit thräNenden' Augen dem Verstorbenen das letzte Geleit gebest- Deputationen 'wären von allen Landestheilen erschienene Auch 'die' Vudapester aüt. orthodoxe Gemeinde war in würdiger'Weise vertreten. Trotz des wolkenbruchartigen Regens waren Alle aus dem ziemlich weit entfernten Friedhofe erschienen, wo von den Söhnen und Anverwandten des Verblichenen Hespedim gehalten wurden. Die Gemeinde Paks zeichnete sich in überaus verdienstvoller Weise aus, indem sie noch vor dem Begräbnisse den durchaus würdigen Sohn des ivezst den' durch sein 'Tbib'' - bereits bekannten Oberräbbiner zu Derecske, zum Nachfolgerseines Vaters proklamirke. Die Liebe und'Verehrung, die die Gemeinde ihrem Führer entgegenbrächte einerseits, das wssr-dige Auftreten und. die Fähigkeiten des Derecskeer Rabbiners, andererseits ermöglichten eine einstimmige - - - . : ^Paß bet; Nachfolger bestrebt seinwird,. in dem Geist/,seines ^unvergeßlichen-Vaters zu. wirken, ist außer Ztveifel.. - Möge, ihm der Allmächtige hierzu Kraft und AUHdäu'est.verleihen.^. tzeinrich -Löffltxj Deutschland. ^ainz^ im /Ott.H - Der- Verfasser der Aufsätze . „RaMner-Versgmmlungen - einst -undjetzt" - schreibt unsr^/v!-)^ frm ■KV#-,us)7'-.s -. ■' , -.Meine-.-die r ^Jüdische Presse^ betreffende Anmerkung,in . desr-'^JsraelM ist mir vom meinem' Gewährsmanne genau in der von mir wiedergegebenen Form am. 14.. September;, d.. I..- mitgetheilb. ä worden. Da die^ZuherlMigkelt, Desselben, sowie diejenige des *) Der Feiertage halber verspätet. ' Redakteurs der „Jüdischest Presse" über jeden Zweifel erhaben ist, so stand es mir sofort fest, nachdem ich die Entgegnung des Herrn Dr. Hirsch Hildesheimer zu Gesicht bekam, daß hier ein Mißverständniß vorliegt. Mein Gewährsmann theilt mir zur Aufklärung des Sachverhalts mit, daß es sich dabei um eine schon vor mehreren Monaten geführte freundschaftliche Correspondenz Handle/Der Brief meines Gewährsmannes habe mehrere , mit dem von mir betonten Momente zusammenhängende Punkte zum Gegenstände gehabt. Die Frage um Aufnahme eines Artikels in der ^Jüdischen Presse." habe nach der Auffassung meines Gewährsmannes sich aus dem Tenor seines Briefes ergeben. ohne daß sie direkt gestellt wurde. In Folge dessen' habe er auch die Antwort, Herr Dr. Hirsch Hildesheimer werde auf den Brief zurückkommen, in diesem Sinne aufgefaßt. ~ Ich bedauere lebhaft, daß ich den vertraulichen Charakter dieser Korrespondenz erst jetzt erfahren habe, da ich diesen Briefwechsel niemals öffentlich erwähnt hätte, wenn mir . dies vorher bekannt gewesen wäre. .' Berlin, 19. Qkt. Die wichtigsten Punkte dev heutigen. R e p r äsentanten-Sitzung mußten vertagt werden. Herr Heinrich Eisner hat der dritten "Altersverforgungsanstalt 15,000 Mk.. Herr Max Jafst^ der Leopold Sophie Troppau-Stiftung 150 Mk.. Herr Julius G.rünwald der Lina Grünwald-Stiftung .4000 Mk., Frau Adele Ezellitzer zur Begründung einer Stiftung 2000 Mk., Frau Flora Fließ zum Zwecke einer Grabeserhaltung 1000 Mk. geschenkt. Der Religionsverein Adaß-Jeschurun. erhält 1500 Mk. Sub- -vention für. das Jahr 1902/1903. E.R. Berlin, 12. Qkt. . Demnächst werden 50 Jahre .verflossen sein, daß der „Talmud-Verein". dtp rnarr bet; in der Oranienburgerstraße ein eigenes Betlokal mit Vortragssaäl unterhält, von einer Anzahl dem Studium der Gotteslehre ergebener Männer in's Leben gerufen wurde. . Der segensreich wirkende Verein hat sich die Förderung des traditionellen Judenthums zum -■ Ziele gefetzt, läßt täglich Talmudvorträge halten (Dozent: Rektor Dr.'D. Ho ff mann) und Knaben kostenfrei in Religion, Mischna und Talmud unterrichten. ..Trotz manchen Fährnissen ist dieses, Berlin zur Ehre gereichende Institut unentwegt seinen Idealen treu geblieben und hat es verstanden, alle Parteien um -feine Fahnen'zu schaaren. Bei den Sympathien, die der.; wackere Verein genießt, wird - es daher mit Freuden-, begrüßt werden, daß der Vorstand des Talmudvereins beschlossen hat,- dem fünfzigjährigen Bestehen. des/Vereins durch eine am 2. November in den Sälen des .chotel Prinz 'Albrecht" "vorm. /Mer Jahreszeiten"/\ (Pünz Albrechtsträße 9)'/zü veranstaltende- ^,J u b'ika um 8 f e i e r" Aüsdr'uck zu verleihen' ChortzesaNg,. ein'-historischer Festvortrag' und'ein Festmahl 'werhen' das Programm des Mends bilden^' -

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