Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 82-83 (14.10.1902)
- Date
- 1902-10-14
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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„Ich verstehe Sie nicht, lieber Berger, was wollten Sie mit diesen räthsehaften Worten sagen?" „Nur das, was ich ausgesprochen habe, daß ich mich bei der Wahl meiner.Frau übereilt habe, und es jetzt büßen muß." - „Nudi's Mutter ist nicht Lodt?" stammelte der bestürzte Doktor. ' - „Doch, für mich ist ste es. Wir sind geschieden! Trotzdem es bei uns Juden jedem Theile der geschiedenen Gatten gestattet ist, sich wieder zu vermählen, so halte ich dennoch eine Wiedervermähling für ein Unding."— „Das ist sie auch," stimmte der Doktor zu. „Aber .jetzt bitte, legen Sie Ihre bis jetzt beobachtete Zurückhaltung ab und erzählen Sie mir den ganzen Vorgangs Sie wissen wohl, daß ich nicht aus Neugierde frage, sondern aus innigstem Interesse für Sie und Ihr Kind. Trotzdem ich einem anderen Religionsbekenntnisse wie Sie. angehöre, habe ich Ihnen, und mit Ihnen Ihrem verlassenen Kinde eine wahre, echte-Freundschaft entgegengebracht, daß ich ein Recht auf Ihr Vertrauen zu haben glaube." „Ja, lieber Freund! Sie haben mir und meinem Rudi so viele Beweise einer wahren, uneigennützigen Freundschaft gegeben, daß ich mich zu einer Erklärung verpflichtet halte. Ich werde mich kurz fassen. . Ich liebte von Kindheit an ein schönes, reizendes Wesen, die Tochter meines ehemaligen Lehrers, Olga. Ich, der viel ältere Mann, warb um sie, als ste kaum das jungfräuliche Alter erreicht hatte, und erhielt zu meinem eigenen Erstaunen das Jawort des vielumworbenen Mädchens.- Kaum siebzehn Jahre alt, folgte mir Lehrers Olga unter den Trauhimmel, mit achtzehn Jahren wurde sie die Mutter Rudis. Ein Jahr darauf wurden wir geschieden. — Fertig." ' -; „Ihre Erzählung, lieber Berger, läßt, was . Knappheit der Ausdrückswweise betrifft, nichts zu wünschen übrig. Einem Grübler aber, der gleich mir, allem auf den Grund kommen will, genügt dies eben V. nicht, ich muß Näheres erfahren. Also, was war der Grund dieser Trenüung?" . ' ■ 1:s ■ ■ „Wie in den meisten Fällen —. Untreue.". . Erwiesene Untreue?"- T r : (Fortsetzung folgt.) Mittwoch, 15. Oktober, 14. Tischri, 21-- ' Feiertage-Anfang in Mainz u. Frankfurt a. M.5 llbr 20 Min. Donnerstag, 16. Oktober. 15. Tischri. n m'. - , Freitag, 17. Oktober, 16. Tischri. niiDl '2 m». Sabbat-Anfang in Mainz iu Frankfurt a. M. 4 Uhr 45 Min. - Samstag, 18. Oktober, 17. Tischri. a'nn naar. - Sabbat-Ausgang in Mainz und Frankfurt am Main 6 Uhr . 15 Min. — Berlin 5 Uhr 40 Min. — München 6 Uhr 00 Mi». — Hannover.6 Uhr 02 Min. — Stuttgart 6 Ubr 08 Min. — Prag 5 Uhr 50 Min. — Straßburg 6 Uhr 15 Min. Sonntag, 19. Oktober. 18. Tischri, v'nni *a Df. Montag, 20. Oktober. 19. Tischri. ö'nm 'im».. Dienstag, 21. Oktober. 2<X Tischri, v^rini 1 VN. Mittwoch, 22. Oktober. 21. Tischri «21 Hipann.' . Festtage-Ansang in Mainz u. Frankfurt a. M. 5 Uhr 35 Min.. - Donnerstag, 23. Oktober. 22. Tischri. ML- 'i've'. . Freitag. 24. Oktober. 23. Tischri. rvnnnno». Sabbat-Anfang in Mainz und Frankfurt a. M.4 Uhr 45 Min. Samstag, 25. Oktober. 24. Tischri. JVtfMa ro». Sabbat-?lusgang iu Mainz nud in Frankfurt a. M. 6 Uhr 05 Min. — Berlin 5 .Uhr 35 Min. — München 5 Uhr 49 Min. — Hannover 5 Uhr 49 Min. — Stuttgart 5 Uhr 54 Mm.— Prag 5 Uhr 40 Min. Strahl,nrg ß Uhr 05 Min. - Der .Israelit" erscheint wSclaeritlicii zweimal, Montags nnd Donnerstßgs, jedesmal in mindestens zwei B-'gen. P eis pro Vierteljahr bei der Post 3 Mark ohne Bestellgeld. Ausland entsprechend höher. Man abonnnt ganzjährlich, halbjährlich oder vierietjährlich. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. —> Dev Buchhandel verkehr! durch V. M. Sleinarkev, Driprig, Rotzplatzjb. — Inserate 25 Pfennig die mergespaltene Nonpareillezeile oder deren Raum. 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