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Der Israelit · 1902-09-25 · Heft 77 (25.9.1902) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 77 (25.9.1902)
Date
1902-09-25
Page
– (sequence 4)
Language
German
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ci l:T \; t . r' " ...V. ihren Unterhalt: verdienen, sei die Bitte gerichtet, ihr Scherflein für das Spital beizutragen; ihnen wird es gewiß leicht, wöchentich 10 Pfg. für den heiligen Zweck — arme Kranke in Jerusalem zu pflegen—- zu erübrigen. Keiner schließe.sich hiervon aus'. — Sehr wohl weiß ich, daß es weit besser wäre, gelänge cs, für das Krankenhaus einen Fonds zu sammeln, aus dessen Zinsen die regelmäßig erforderlichen Ausgaben bestritten werden könnten. EL wäre hierdurch nicht nur der nothwendige Fortbestand des Hülfswerks gesichert,: sondern.es blieben zugleich die Unkosten erspart, die durch Einziehung der Jahresbeiträge erwachsen müssen. Daher sei auch die Anstalt allen Denen warm, empfohlen, die ein einmaliges Geschenk für den Fonds zu bewilligen in der Lage sind. Da. jedoch bisher das Stiftungskapital, entfernt nicht ausreicht, um den Betrieb der Anstalt zu ermöglichen, ist die Existenz derselben von regelmäßig zu bewilligenden Spenden abhängig. Thut Jeder nach seinen Kräften, so wird das Hospital Schaare Zedek zu Jerusalem ein rühmenswerthes Zeugniß echt jüdischen Gemiluth Chesed, ein gemeinsames Liebeswerk aller jüdischen Brüder für alle in der heil. Stadt weilenden Glaubensgenossen sein. Erwähnt sei noch, daß der Stiftung „Allgemein jüdisches Krankenhaus Schaare Zedek zu Jerusalem" in Deutschland die Rechte einer juridischen Person ertheilt wurden, .das Centralkomitee hat seinen Sitz in Frankfurt a. M. . (Vorsitzender ist Herr Rabbiner. Dr. Salomon. Breuer. Sckrriftführer Herr Dr. Israel Roos. Schöne Aussicht 5.) i ' „Wie wir vom Centralkomitee hören, ist es unbedingt nöthig, die Vettenzahl des Hospitals wesentlich zu erhöhen. Zur Erlangung der erforderlichen Betriebsmittel ist. daher angeregt worden, durch rührige Agitation an den verschiedensten Plätzen einen möglichst großen Kreis 'warmfühlender Glaubensgenossen zu veranlassen, dem fördernswerthen Wohlthätigkeits- Jnstitut den im Hinblick auf den edlen Zweck gewiß geringfügigen Beitrag von. M. 20 pro Jahr auf drei Jahre zuzuführen." ' - „Der Ertrag dieser hoffentlich recht erfolgreichen Propaganda soll, lediglich zur Betrieb ser.w eit er ung, resp. zur Erhöhung der Bettenzahl von 20 auf 50—60 verwendet werden," und soll diese segensreiche, den Aermsten der Armen zugute kommende Einrichtung, gleich nach den vD' in die Wege geleitet werden. „Doppelt gibt, wer schnell gibt." Möge daher.ein Jeder baldigst seine Spende, bewilligen und einen Jahresbeitrag an den Caffirer des Centralkomitees, Herrn E manuel Ettinghausen, Frankfurt a. M.. Zeil 35. einsenden.' Möchte so unsere Fürbitte für die armen Kranken Jetusalem's keine vergebliche sein, und möge ein Jeder gerade jetzt in dem Monate Elul und Tischri bedenken r&n *6» *h l'in ,~r vrabü' ajn ova di bx *1»* „Aller Fortschritt zum Heil ist dessen, der dem Armen seine verständige Fürsorge zuwendet;" und „Niemand ist ärmer, als der Kranke." Ae Iltm Ämkü's jii Mq kuiniien j V; : . ' Berlin, 22. Sept. Ueber das Vorgehen der Unionsregierung in der Fragender rumänischen.Juden schreibt die „Nationalzeitung" in einer Auslassung, die sich mit der Auffassung an hiesiger amtlicher Stelle decken dürfte, wie folgt:; .: .‘ „Als die Note der Vereinigten Staaten bekannt geworden wak, wurden in der Presse vielfach Bedenken formaler Art gegen das Vorgehen der Union laut. Es wurde geltend gemacht, daß die Vereinigten Staaten den Vertrag von 187? nicht mit unterzeichnet Habens und es wurde behauptet, daß die Note mit der Monroedoktrin nicht vereinbar sei. Beide Einwände sind nicht stichhaltig. Die Note des Staatssekretärs Hay ist ein Appell an die Signatarmächte des Berliner Vertrages; ein Recht für sich leiten die Vereinigten Staaten aus diesem Vertrag nicht ab. Die Monroe-Doktrin aber kommt hier nicht in Betracht. Wie aus den jüngsten Ausführungen des Präsidenten Roosevelt hervörgeht. soll auch die erweiterte Monroedoktrin nur die Niederlassung fremder Mächte auf amerikanischem Boden ausschließen; sie hindert die europäischen Mächte nicht, ihre Interessen in Verhandlungen mit amerikanischen Staaten geltend zu machen. Die Note, der englischen Regierung, welche das Londoner Telegramm ausdrück-, lich als eine Ergänzung der Note Hay's bezeichnet, läßt annehmen, daß Seitens der europäischen Mächte formelle Bedenken gegen das Vorgehen der Vereinigten Staaten nicht werden erhoben werden. Was die Sache' selbst betrifft, so ist Rumänien im 1878er Vertrage seine Selbstständigkeit als Königreich unter der Bedingung der Gleichstellung aller Konfessionen zugestanden worden. Diese Bedingung ist insofern formell erfüllt worden, als die Gleichstellung der Konfessionen in die rumänische Verfassung ausgenommen wurde. Anläßlich des neuen rumänischen Handwerkergesetzes wurde jedoch behauptet, daß Rumänien den Reziprozitätsparagraphen gegen die rumänischen Juden gebrauchen wolle. Es wurde damals von rumänischer Seite erklärt, daß man Rumänien ein derartiges Taschenspielerkunststück nicht Zutrauen dürfe; wir riethen aber, daß die rumänische Regierung, um Sicherheit zn schaffen, eine unumwundene Erklärung in dieser Frage abgeben solle. Wie nun berichtet wurde, enthält das jüngst erschienene Reglement zu dem Gesetz eine solche Erklärung in der Klausel, daß von den rumani-

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