Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 72 (8.9.1902)
- Date
- 1902-09-08
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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Versuch mit südruffischen orthodoxen Bauern und mit \iiiHeuieih.:- Herr. Lrieisch wird pH am besten darauf a»ifemininen wissech töte ferne eigenen Versuche, rumalniche Judenunv Vergär veiteraus?BoriSla'.v . anzusievem. geicheitert find. Dazu kommt, daß, wie «Jewish Ehromcle^ aus kompetenter Quelle erfahren hat, der englischen Verwaltung ein größerer Zuzug von Juden sehr unlieb sein würde imb )ie sich diesem entschieden widersetzen wolle. Schon jetzt verlangt die cyprische Regierung, von jedem Einwanderer den Nachweis der Mittel nicht nur für volle zwölf Monate seines Aufenthaltes auf der Insel, sondern auch die Deponicung einer genügenden Summe für die Frosten seiner . eventuellen Rückbeförderung. Diese Anforderung, an sich schon größer, als in den meisten , andern Ländern, wird nach der Angabe des „Jewish Chronicle" in dem Moment noch erheblich verschärft werden, in dem eine halbwegs namhafte Einwanderung von Juden in Aussicht steht. Ferner konstatirt „Jew. Ehr.", daß die beiden großen öffentlichen Bauunternehmungen, .nämlich die Errichtung von Berieselungskanälen u. der Bau von Eisenbahnen, zur Zeit nicht in Frage kommen. Die Bauten der ersten Kategorie sind beendigt und der Bau von Eisenbahnen ist noch in weiter Ferne, da noch nicht einmal Fonds hierfür bewilligt sind. .Unter diesen Umständen warnt „Jew. Chron." mit vollstem Recht vor jeder Einwanderung nach Cypern, und wie berechtigt diese Warnung ist, geht aus der folgenden Meldung der. Berliner Tageszeitungen hervor, die wir im. Wortlaut wiedergeben, um auch unsererseits Unsere Stimme gegen die unüberlegte Propagirung solcher gefährlichen Pläne zu erheben. ,. — (H u n g e r s n o t h auf Cypern.) Der in Athen bestehende Verein der cypriotischen Hellenen bat im Namen seiner 35,000 hellenischen Volksgenossen der Insel Cypern an die Negierung und die Parlamentsmitglieder Englands eine Denkschrift gerichtet, worin behauptet wird, daß seit vorigem Winter zwei Dritttheile der Bevölkerung Cyperns thcitsächlich Hunger litten, da in Folge der britischen Mißverwaltung das gesämmte wirthschastliche Leben der Insel, Ackerbau, Gewerbe und Handel, lahmgelegt seien. Die Bevölkerung verlange deßhalb von den schweren Abgaben der türkischen Staatsschuld, von dem landwirthschaftlichen Zehnten und von der drückenden Verzehrungssteuer befreit zu werden. Werde dagegen die, jetzige Nothlage anhalten, so würden die Gesinnungen der Cvprwten. gegen England dieselben wie die der. Irländer werden. . . Berlin, 6. Sept. Das jüdische Waisenhaus, Weinbergsweg Ile-, wurde gestern Abend vom Feuer heimgesucht, das die Feuerwehr ziemlich lang: beschäftigte. Menschenleben sind nicht zu Schaden gekommen. 7 Posen, im Sept. Zu dem aus Anlaß des Kaiferhesuches hier im Provinzial-Museum dom Kaiser gegebenen Paradiner sind drei Mitglieder. der hiesigen -ff jüdischen Gemeinde, die Kommerzienräthe Adolph I Kantorowicz und Herz und der Justizrath Dr. Le- Y winski geladen worden. Ferner ist der. Kommerzienrath J Herz zum Geheimen Kommerzienrath ernannt und dem ’j Kommerzienrath Kantorowicz, sowie dem Justizrath f Stadtverordnetenvorsteher Dr. Lewinski . der. Rothe Adlerorden vierter Klaffe verliehen worden. f } Nürnberg, 5. Sept. Heute Abend, um 5^ Uhr, fand die feierliche Synagogen-Einweihung des Vereins „Adaß Jißroel — Jsr. Religionsgesellschast — (a. V.) Hierselbst statt. In der Vorhalle des prachtvollen Baues versammelten sich die Mitglieder der Vorstandschaft und des Bau-Ausschusses, sowie die Ehrengäste. Herr Architekt Qch.senmayer überreichte mit einer Ansprache den Schlüssel dem ersten Vorsitzenden, Herrn Don Sichel, welcher in wohlgeformter, sehr beifällig anfgenommener Rede erwiederte. Hieran reihten sich die Reden der Herren Vorstandsmitglieder G r ü n - bäum und Meyer, die ebenfalls.von Begeisterung getragen waren. In tiefgefühlten Worten pries Herr Grünbaum des Allgütigen Fügung,-- während Herr Meyer dem Bau-Ausschuß Namens des Vereins dankte und hervorhob, daß die „Vauarbeit" mit dem heutigen Tage keine abgeschlossene sein dürfe, sondern daß. wir | weiter sorgen müssen, den Glanz der herrlichen. Heim- | stätte, zur Ehre des Ewigen errichtet, durch die Fördej rung der Thora zu erhalten. Nun begann der Festakt $ in der Synagoge, dessen Programm wir hier folgen | 1. Ma town, 2. S'u Scheorim, beide gesungen H .vom Kantor und Chor, 3. Einzug mit den Thorarollenin die Synagoge. 4. dreimaliger Umzug um den Almeuror, wobei no haschem bis b'jom korenu vom Kantor und Chor gesungen wurde, 5. Oeffnen der heil. Lade: Wajehi binsoa, gesungen vom Kantor und Chor, 6. die Thöcarollen werden in die heilige Lade verbracht, 7. der Kantor betritt mit der Thorarolle den Almemor. trägt das Königsgebet vor und verbringt dann die Tborarolle ebenfalls in die heilige Lade.' 8. Uvenucho jomar, gesungen vom Kantor und Chor, 9. Festrede (Herr Ansbacher), 10. Mismor lesodö, gesungen vom Kantor, 11. Minchagebet, 12. Maariwgebet mit theilweiser Cborbegleitung. Um 8 Uhr Abends war die erhebende Feier beendet, die für alle Betheiligten unvergeßlich bleiben wird, - f Ruß (a nb. Petersburg, 4. Sept.. Eine neue judenfreundlicbe Verfügung des Unterrichtsministers Senger wird amt- . lich bekannt gegeben. Danach wird die Zahl der Juden, die in diesem Semester an den Universitäten als Pharmazeuten eingeschrieben werden dürfen, gegen früher erhöht und zwar ist sie für Moskau auf 6 vCt..