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Der Israelit · 1902-09-01 · Heft 70 (1.9.1902) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 70 (1.9.1902)
Date
1902-09-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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1476 bethätigen sollen. Wir erfüllen eine Anzahl von Ö*ptn, von Gesetzen, z; B. rnten rchvnv ,rT&ä ohne -atz uns hiervon ein spezieller Grund angegeben worden,- wir haben sie strenge zu kobachten, weil sie.Gott, geboten hat, weil Gott ihre Beobachtung zu unserer Hei-' ligung für nöthig findet. Nach einem Grunde, wieso dieses Gesetz im Zusammenhänge mit unserem Heile steht, brauchen wir nicht zu fragen. Das Bewußtsein, daß Gott, welcher nur das Glück und Gedeihen seiner Geschöpfe will, es geboten, das genügt, denn die Erfüllung des göttlichen Willens bedeutet unser Leben. Wie ein Kind mit Vertrauen auf seinen liebenden Vater aufschaut und weiß, daß er nur sein Besieg will, so sollen wir mit felsenfestem Vertrauen zu Gott, unserem . Schöpfer und Gesetzgeber. emporblicken. Allerdings versteht der mn -■» die böse Begierde, als auch rnvirr e*nvn die nicht jüdisch, denkende Welt, einen solchen sog. blinden Gehorsam, Gott gegenüber, nicht, weßhalb sie mit achselzuckendem Spotte über solche D'pm den Stab brechen, sie als überlebt^ veraltet und dergl. bezeichnen. ' Die Erfüllung der v'pin bedeutet aber gerade die höchste . Vollendung des Menschen. Auch die Naturgesetze, die Gesetze, nach welchen die Himmelskörper unwandelbar ihre Bahnen durchlaufen, werden, wpsi genannt, ptfl D'oip flipiru Wie diese willenslosen Geschöpfe auf Gottes Geheiß gezwungen sind, Gottes Willen zu vollbringen, so soll der mit Willensfreiheit begabte Mensch dem '2ivi '«'' folgend, die Erfüllung des göttlichen. Willens als feine Lebensaufgabe betrachten. Sind wir etwa zu der Frage berechtigt: Warum ist der Lauf der Planeten so und nicht anders? Warum zieht die Schwerkraft die Gegenstände nach unten? etc. Nun wäre der Beweis zu erbringen, daß auch Abraham die C’ptn beobachtet hat. Was war denn die mpy die Hingabe Jsaks, anders, alsein pn von schwerwiegendster Bedeutung, als ein sog. Gehorsamsgesetz ohnegleichen. Was hätte ihm nicht alles der Tct .*«' darauf erwiedern können. Zuerst spricht Gott W'2 '3 \ tsv „durch Jizchak soll dir Nachkommenschaft erblühen" und jetzt .'s«» litt rip. „Nimm deinen einzigen geliebten Söhn Jizchak und bringe ihn zum Ganz- Opfer." •' Aber Abraham läßt sich nicht beirren. Gott hat geboten, das genügt; alle Bedenken werden mit eiserner Selbstüberwindung ferngehalten. Abraham hat gesiegt; er hat den höchsten Triumph über den verführerisch schmeichelnden ro w und die etwa spottenden 'wv'ü davon geträgen. Abraham steht auf dem höchsten Grade menschlicher Vollkommenheit; er hat den höchsten Gipfel von Gottesgehorsam und Tugend erklommen. den ein Mensch erreichen kann. Abraham hat somit die ganze. Thora gehalten, bevor sie am Berge Sinai, gegeben würde. Ünn die Thora will nichts anderes/ .als den Menschen zux Vollkommenheit erziehen. Nun wird uns im i. B. M., Kap. 25, V. 5 erzählt. daß Abraham alles Seine dem Jizchak gäb. Gewiß ist hier nicht in erster Linie an irdische Güter zu denken, sondern an das geistige Erbe. Seine Gesinnung, seine ganze geistige Persönlichkeit' gab der große Patriarch seinem Sohne Jizchak., In Jizchak erstand ein zweiter Abraham, der von Gott in demselben Maße beseelt und durchdrungen war, wie dieser. Und denselben, Abrahams-Geist vererbte Jizchak auf Jakob. Unter den Söhnen Jakob's zeichnete sich Joseph durch besonders körperliche und geistige Vorzüge aus; Jakob erkannte auch die 'herrlichen sonstigen Eigenschaften seines Sohnes und hielt ihn insbesondere für geeignet, der Fortträger seiner geistigen Errungenschaften zu werden. Daher wido -dj» wo "täte no to. Alles, was Jakob im Lehrhause von .Schem und Efer erlernte, übertrug er ihm. Jakob hat ebenso, wie Abraham und Jizchak, die Thora gehalten und seine Kinder und insbesondere den Joseph zur Erfüllung derselben erzogen. " ' : In dem Momente, als Joseph sich von seinem Vater trennte, war eine Pflicht zu erfüllen, welche sowohl im Hause Abraham's, als auch Jizchäk's geübt wurde, nämlich mte mp die Begleitung eines Schutzbefohlenen, wenn wir ihn eine Reise antreten lassen. Es ist dies eine Mizwah, die uns' mündlich durch fften überliefert worden. Abraham erfüllte diese Pflicht, den ihn besuchenden Engeln gegenüber, wie uns Kap. 18, V. 16 berichtet, Und Jizchak begleitete den ihn besuchenden König Abimelech mit Gefolge. Kap. 26, V. 311 Wir glauben nun aus dem Umstande, daß Joseph auf dem Felde irrte, schließen zu dürfen, daß ihm eine Begleitung nicht mitgegeben war, und Jakob mußte das Traurige erfahren, daß Joseph nicht wiederkehrte. Welche Vorwürfe mochte sich nun Jakob wegen Unterlassung betreffender Pflicht gemacht, wie oft mag er mit seinen Söhnen von dieser Verpflichtung gesprochen? .haben: &b ido pro Wo ist aber dieses Gebot von mte in der Thora enthalten? Das finden wir, nach der mündlichen Ueberlieferüng unserer Weisen, in dem Abschnitte von nte nepp. Betrachten wir dieses Gebot etwas näher. Es wird ein Erschlagener gefunden, der Thäter ist nicht bekannt. Die Umgegend wird nun ausgemeffen und die Aeltesten der Stadt, welche dem Erschlagenen am' nächsten ist, haben alsdann die ibvjj nte Pflicht zu vollziehen. Nach Beendigung dieser Pflicht haben die Aeltesten jener Stadt, welche dem Erschlagenen am nächsten ist, ihre Hände zu waschen und alsdann 'zu --sprechen: „Unsere Hände haben dieses Blut nicht vergössen und unsere Augen haben es nicht gesehen. Ge- , währe Sühne Deinem Volle Israel, das Du erlöst hast, Gott, und gib nicht unschuldiges Blut in die Mitte .Deines Volkes Israel." - ' "; .. Daraus bemerken unsere Weisen, Sota 45 b; tei N2 kte kta on o'oi '2vw i*2 »jpn? mbj wmri te,; Tvb rrte sitan mir» kV» M 162 vnrmisi »nich».- 1 j 1

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