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Der Israelit · 1902-08-28 · Heft 69 (28.8.1902) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 69 (28.8.1902)
Date
1902-08-28
Page
– (sequence 6)
Language
German
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1456 Schobt, ü r sei ne Autorisation von Herm Dr. Plato in Köln hat, geschlachtet sind.^ - . ■ --i ' Frau Wittwe Ifä ac Jsaaeson.' •' J-;-v r4 lf r;h-’v' -Dri gh t on, 24. Äugust.' '? *\> y;> > v>t r.x; r**j*?;r:*5 V*'•? , Ein Professor sagte einst: J®3 gibt nurzwei,die den Spinoza verstehen — der Andere wohnt in Greifswalde." So ähnlich verhält es sich mit unserem Schachtournier. . Pur zwei scheinen ben , "o u'vt zu verstehen -— der Andere wohnt, insHälberstadst' Allein die Annahme Ihres Halberstädter Korrespondenten, daß^in jüdisch-polnisches .. i"2'pv , Kinderspiel vom U'viM Sabbat .erlaubt wird und daß u'vn nur, dieses Apiel 2 'ppnsoV und nicht das. Schachspiel, das nur selten von Kindern unternommen wird, im Auge hatte." — ist deßhalb unrichtig, weil diese; von ihm angeführten Worte nicht im «Di stehen, überhaupt der rrvi das nicht als s pezt e lle.s-Kinderspielbezeichnet. Ich hatten während der Woche. Gelegenheit, das Londoner Veth-Hamidrasch zu besuchen und in dem großen Format des VV (da ich hier in Brighton nur das. kleine Format zur Benützung hatte), den etgk p nachzusehen.. Derselbe bemerkt ganz deutlich,, daß rr'21 das Schachspiel .’ppp’s: (sacchi) . am Sabbat erlaubt, er selbst, empfiehlt jedoch, am Sabbat mit silbernen Figuren zu spielen, um das Sabbatvergnügen von dem alltäglichen Schachspiele zu unterscheiden '(tnm rri2w). Bekanntlich war der. Verfasser des omaie p aus Ruffisch-Polen, denn er war der s"-r von Kalifch, folglich mit den jüdisch-polnischen Spielen vertraut und dennoch adöptirl er stillschweigend die allgemeine Auffassung, daß K*ön unser Schachspiel, nicht das polnische p2Vv meinte. Der beste Beweis für meine Behauptung findet sich in dem vom. u-oi selbst verfaßten, dem 112 angefügten NN2 '211 wo derselbe sogar das Schachbrett — rÜ2v — erwähnt und sichaufn^i P2NV bezieht, woselbst nur vom Schachspiel die Rede ist. . Bezüglich brn xi2w möchte ich auf V"2VVI .K21VN Mdit. Leipzig Nr. 176) verweisen. Wenn man die erwähnte: 'vvbrr rvun Nr. 3 Ende Erubin nachliest, so fällt die Schwierigkeit betreffs bip rVvNN weg, denn die Autoritäten, welche dort erwähnt werden, sind' gegen jede 'Art von. Geräusch- Erzeugung durch irgendwelche Gegenstände, wie Nüsse; etc., am Sabbat und deshalb wollend dieselben das Schachspiel wegen des Aufklapperns der Figuren nicht gestatten,., welche ^Ansicht von. «Di nicht adoptirt wird,.dä^Letzterer "nur die Erzeugung mitsikalische t± Töne verbietet., In dem ausführlichen. Werke iifiit M ^Geschichte des - Schachspiels"' von -Ban der Linde werden Schachspiele zum Einklappen und Schachspiele mit Würfeln verbunden, .beschrieben. Sogar das „Mühlziehen" auf dem Schachbrette wird schon von Raschi Sanhedrin 25 kr erwähnt,«"^« i^obcd monlin. (Siehe Hamburger'» Real-Encycl.Hl p. 32) fu i X I t t 0 tu Novelle von Bsbett^ Ftielst—Prag^ l^ „Für immer^," Der Doktor stand von feinem' Sitze auf und. durchmaß in langsamem Schritte, sein Zimmer. Für immer verloren sind die Todten.^ Wäre denn gar keine Hoffnung mehr? Der Rabbiner sollte seine Ueberredungskunst bei Martha versuchen. Lacher- - lich! Wen sich da der Alte ausgesucht hatte.; Wie könnte ein solcher Bücherwurm das Herz eines so zarten Wesens, wie Martha, verstehen? Wo er selbst, der. > fesche Heinrich, vergeblich geworben, da konnte auch ein solcher Bote, wie dieser Pedant, nichts ausrichten. Eine Idee von dem Alten! Ich selbst wage es noch, einmal. Bis jetzt hatte ich sie nicht geliebt. Das kluge Mädchen merkte dies, trotz meiner Verstellung.. Die; Liebe zu ihr ist erst bei mir entständen, als sie so be- ' zaubernd schön in ihrem Maskleide, dem Brautschleier und Myrthenkranze vor mir stand ünd mir ihr „Nein!" entgegenschleuderte. Wo lebt das Weib, welches mir widerstehen könnte, wenn ich liebe, wenn ich glühe? Heute ist nichts damit, morgen, bei kühlerem Blute,? wird sie meinen Worten Gehör schenken..; ■>. , : Wenn aber nicht? Es wäre furchtbar für mich, dann müßte ich auf meine Sicherheit bedacht sein. Herausreißen müßte mich die Geschichte auf jeden Fall.? Der Alte muß blechen. Ich drohe ihm, und dies mit vollem Rechte, mit einem Schadenersatzprozesse, so viel? schlage" ich doch heraus, daß ich den verflixten Wechsel? einlöse, und die anderen Gläubiger werden warten — müssen warten, bis ich eine andere reiche Partie mache. Es gibt ja reiche Mädchen genug, welche auf den Doktortitel ganz erpicht sind und anbeißen, wie die . Fischlein an den Köder, wenn sie nur das Wort Doktor hören. „Martha Honigs sind das freilich nicht," fügte. er mit einem Seufzer hinzu. >'; - -- . 4.. Beim Vater. : . Da der Stellvertreter des Doktors dessen Pflicht versah und die Krankenbesuche machte,' hätte Piesen^ Zeit, sorgfältig Toilette zu machen und sich zum Besuche im. Hönig'schen Hause vorzubereiten.?. ‘ l> v Gegen lÖVL» Uhr betrat er dieses und suchte sofort den Hausherrn in dessen Komptoir auf.Nach gegen-^- seitiger kurzer Begrüßung nahm der Doktor seinem '

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