Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 51 (26.6.1902)
- Date
- 1902-06-26
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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' wölbt, ia: rollte noch manche Thräne in das Gras und schwer war die Trennung von dem Freunde, der Aller Herzen zu gewinnen wußte durch wahre Menschenliebe, und der kein höheres Streben kannte, als basn jmratob Brno vn 21V. . rrasun. München, jm Siwan. Das vergangene Wochenfest brachte für den hiesigen Verein „Ohel Jakob" eine Feier, wie sie wohl zu den seltenen zählen dürfte, und daher mit Recht Erwähnung verdient. Der Kantor des genannten Vereins, der allgemein hochgeachtete und beliebte Herr Levi, feierte an diesem Feste sein ^jähriges Dienstjubiläum. Obwohl es nicht im Sinne des Jubilars gelegen, dieses freudige Ereigniß an die Oeffentlichkeit treten zu lassen, so zeigte es sich doch, daß . die . ganze Gemeinde freudig theilgenommen hatte am Jubeltage ihres beliebten Kultusbeamten. Schon am Sonntag vor dem Feiertage war die gesummte Vorstands«hast, begleitet von Sr. Ehrw. Herrn Dr. Ehrentreu, in der Wohnung des Jubilars erschienen, um demselben die Glückwünsche der Gemeinde zu übermitteln und ihm für sein eigenhändig geschriebenes Sefer schöne snp nebst einer Dankadresse als äußeres Zeichen der Anerkennung und allgemeinen Sympathie zu überbringen. In treffender Rede hob Herr Dr. Ehrentreu die Verdienste, dieses echten Jehudi hervor, der sich während eines Vierteljahr- Hunderts mit aufopfernder Hingebung im vollsten Sinne des Wortes seinem heiligen Berufe als Kantor und Schochet gewidmet, der sich durch rastlose Bethäiigimg »oir o^on j&mi morn ,,-rnn einen weithin glänzenden Namen erworben, der es verstanden mm pK Tn dv in schönster Weise zu verbinden als leuchtendes Vorbild für Kinder und Kindeskinder. Aber auch in der Synagoge hatte der Freudentag seine Lichtstrahlen vorausgeschickt. Vor dem Betpult kündete ein Lorbeerkranz mit einem großen rn'a die allgemeine freudige Theilnahme. am Jubelfeste des verehrten Kantors. Am ersten Feiertage, als der Jubilar an seinem eigenen, mit dem neuen snp ^a geschmückten Sefer voll Dank gegen den gütigen Schöpfer nbw muH war, ertönte vom Synagogenchor der erhebende Psalm 160. - Möge es dem Jubilar von Gott beschieden sein, noch ungezählte Jahre seinem heiligen Berufe obliegen zu können.^ F. . <?- S ch w e f z. ' Basel. (Armenkasse.) Die Armensteuer betrüg im Jahre 1901 Frs. 6361.80 (gegen 6254.60 Frs. im Vorjahres Die freiwilligen Gaben sanken von Frs. 6303.60 auf Frs. 4644.96. Während also die Einnahmen zurüügegangen, sind unsere Ausgaben an die -Armen von Basel und Umgegend von Frs. - 6733.72 im Vorjahre auf Frs. 6894.70 im Jahre 1901 .Lesuegen5 Hingegeü können wir mit Befriedigung darauf verweisen, daß die Gaben an Durchreisende in Folge der im Vorjahre bereits berichteten Herabsetzung der Gaben von Frs. 4704.93 im Jahre 1900 auf Frs. 3409.13 im Berichtsjahre, also um ca. Frs. -1300 sich vermindert haben. . - - Rußland. Bobruisk. Die in. allen Städten und Städtchen des Ansiedelungsrayons "für die Opfer der großen Feuerkatastrophe in Bobruisk eingeleitete Sammlung nimmt einen guten Fortgang. Dieselbe hat bereits 30,000 Rubel ergeben. Außerdem hat die „I. C. A." 22,000 Frcs. bewilligt, um der furchtbaren Wohnungsnoth abzuhelfen. Es wohnen noch jetzt 10,000 Juden in Scheunen und provisorischen Zeltlagern. Die Aktiengesellschaft für billige Wohnungen hat zwei Vertreter nach Bobruisk entsendet, welche jetzt mit den erforderlichen Vorstudien zu einer umfassenden Aktion beschäftigt sind. Vermuthlich wird die Gesellschaft den ehemaligen Hausbesitzern, unter der Bedingung, die Miethspreise nicht über eine gewisse Grenze hinaus zu steigern, Vorschüsse zum Wiederaufbau ihrer abgebrannten Häuser gewähren. Wenigstens wäre dieses die beste und für alle Vetheiligten bequemste Lösung der in Bobruisk entstandenen akuten.Wohnungsnoth. Aus Minsk ist der Gouverneur eingetroffen, um die Vertheilung der Spenden zu überwachen; derselbe wohnt bei dem bekannten Philantropen CH. B. Rabinowitz. . 5 NNtheiisW» aus to W. AmeuiiereiM M für dieselbe». (SLmmttttze jüd. Wanderbettelvereine uuv Kassen für Durchreisende sind gebeten, uns MittheUnnge« über Erfahrungen, die sie auf dem Gebiete ihrer ThütigSeit matzen, zukommen zu lasten.) Alzenau (Unterfr.), 24. Juni. „Ein Schwindler Namens Salomon Meyer aus Könitz treibt sich gegenwärtig in Bayern umher, der ein mit dem Siegel der dortigen Gemeinde versehenes Zeugniß mit der Unterschrift Buffe vorweist. Derselbe ist gut gekleidet und gibt an. durch Brand all' sein Hab und Gut verloren zu haben. Auf eingezogene Erkundigung traf die Nachricht, ein, daß dieses Zeugniß gefälscht ist. Der Betreffende steht in mittleren Jahren und spricht gut deutsch." > . - * B. Wechsl e r, Lehrer.