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Der Israelit · 1902-06-26 · Heft 51 (26.6.1902) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 51 (26.6.1902)
Date
1902-06-26
Page
– (sequence 4)
Language
German
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dieser den 508 gestorbenen R. Huna nicht als Vater Mar Sutra gelten lassen will, sondern als Vorgänger seines Vaters. Hohmsch Werst nun Elbogen auf den Scherirabrief, dort stehe, daß ein Huna b. Mar Sutra 470 schon gestorben sei. Da also Elbogen lernen anderen Exilarchen mit Namen R. Huna mehr kennt, so macht er in dieser seiner Unwissenheit Halevy den Vorwurf, daß dieser durch den Scherrrabrref widerlegt sei. Unser Herr Elbogen baut hier fernen Angriff auf einen falschen Text auf. Im Texte des Juchastn, sowie bei Neubauer rst hrer ein Fehler, dem nicht nur Handschriften, wre Halevy nachwerst und Elbogen nicht gelesen hat, sondern auch die Editionen Krakau u. Amsterdam 1711, die mir vorliegen, vermeiden. Nach i«.i2 21 2'2S1 von Beginn der Erzählung der Mar Sutra Episode fehlen im Juchasin die Worte! Mn 'itb'zn 12 'jisno ktk n vn» na win 'i iinn-ivv | .'21 ”bv Durch einen leicht erklärbaren Schreibfehler find die Worte zwischen dem wiederholten Namen Huna verloren gegangen. Es ist ganz ausgeschlossen, daß der erste dieser beiden Huna 490 gestorben ist; denn zwischen ihm und dem Jahre 486, dem Todesjahre des persischen Königs Phiruz, von dem es im Seder Olam Suta «2^v *6a kobp op, da tn diesem Jahre nach der Geschichte kein König m Persien regierte, liegen eine ganze Reihe von Exilarchen. Unser Huna Mar ist also lange nach 486 und gewiß nach 470 gestorben. Die drei Kapitel über Mar Sutra hatte doch Herr Elbogen gründlich lesen können, er hatte dann den Sah vnv «D2 mibm nicht auf's Neue illustrirt, indem er, derselbe Elbogen, der mit Entrüstung wohl, aber voller Unrecht wenige Seiten vorher Halevy die Benutzung eines falschen Textes vorwirft, seine Schmabungen selbst auf einem falschen Texte aufbaut. Auch hatte er sich nicht dem Verdacht der Lüge ausgesetzt, wenn er behauptet, Halevv nehme auf die sieben Jahre des Seder Olam Suta keine Rücksicht, wahrend Halevy selbstverständlich wiederholt von den sieben Jahren des Aufstandes spricht. Doch wir wollen «nhalten mit den Vorwürfen: hier ist Elbogen ..von der Note 1 des 6. Bandes bei Gratz so hvpnotisirt, daß er Alles, was dort ausgefuhrt wird, schon im Texte des Seder Olam Suta liest. Von der siebenjährigen. H errschaft Mar Sutra's findet sich freilich nichts bei Halevy, aber auch nicht in . unserer Quelle; dort wird vom siebenjährigen Aufstand und von zwanzigjähriger Herrschaft . berichtet. Das Kapitel des Herrn Elobgen über Mgr Sutra empfehlen wir all denen zur Lektüre, darunter auch aufrichtige Bewunderer Halevy's, dre es mcht verstehen wollen, wamm Halevy so viel Muhe und Raum auf die Widerlegung seiner Vorgänger verwendet. Man sieht dort deutlich, wie hartnäckig man sich , drüben in Bieslau weigert, die Phantasiegebilde von Gratz fallen zu lassen. Man kann nicht tief genug zur Wurzel gehen, wenn man die Welt von den falschen Anschauungen befreien will, die auf vielen Gebieten der jüdischen Geschichte immer noch herrschen. Das Jämmerliche der Ausfuhrungen übrigens des auch hier so groß thuenden Ellbogen, muß ^eder mit Leichtigkeit heraussinden, der sie mit der glanzenden Darstellung der Mar Sutra-Episode bei Halevy Zusammenhalt. ZeUrmgZKachrichten u«v Eorrespondenzeir. Deutschland. Hamburg, 24. Juni. Das im vorigen Jahre eroffnete See-Hospiz Dose-Cuxhaven an der Nordsee kann allen Eltern, die ihren Kindern im Alter von 6 bis 14 Jahren wahrend der Ferien Kräftigung und Erholung verschaffen wollen, warm empfohlen werden. Das Hospiz untersteht der Leitung des „Vereins zur Pflege schwacher israelitischer Kinder in Hamburg" und bietet vorzügliche, streng-rituelle Verpflegung. Zur Leitung und Beaufsichtigung der Anstalt, bezüglich der Kinder, sind eine Schwester vom „Verein zur Ausbildung indischer Krankenpflegerinnen" zu Köln, sowie ein Lehrer und eme Lehrerm anwesend. Das Hospiz liegt sehr günstig in unmittelbarer Nahe des Meeres. Im vorigen Sommer wurden von Köln aus zwölf Kinder, denen sich ein Kind aus Bonn anschloß, in Begleitung einer Schwester nach Dose-Cuxhaven geschickt. Sämmt- ' licke Kinder kehrten ungemein erholt und ' gekraftigt zuruck und waren begeistert von ihrem herrlichen Ferienaufenthalt an der Nordsee. Für die Vorzüglichkeit der Anstalt spricht wohl nichts mehr, als daß diejenigen der Kinder, die begüterten und angesehenen Kölner Familien angehoren, auf ihren dringenden Wunsch von ihren Eltern auch dieses Jahr gern nach Dose-Cuxhaven entsandt werden sollen. Anmeldungen für das Hospiz nehmen entgegen und Auskunft ertheilen in Köln die Herren Dr. med. Albersheim, Dr. med. Apfel, Dr. med. B. Auerbach und Louis Lehmann; in Hamburg Herr I. Gotthelf, Nappstr. 15. Köln, 23. Juni. Der „Jüdische Volksverein." welcher sich vor einigen Monaten hier konstituirte und bereits über eine große Mitgliederzahl verfügt, hat an sämmtliche Gemeindemitglieder nachstehendes Rundschreiben versandt: „Nachdem die uralte, ruhmreiche Kölner jüdische Gemeinde vor einem Jahrundert als nunmehrige Köl- ~ ner Synagogen-Gemeinde wieder errichtet werden konnte, ist sie, gefestigt durch den bisher treu gehüteten inneren' Frieden, zu einer deutschen Großgemeinde, herangewachfen, deren Entwickelungsgang in einem verhaltnißmaßig kurzen Zeitraum ein überaus glänzender war. Dem inneren Frieden und damit der fort-

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