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Der Israelit · 1902-06-19 · Heft 49 (19.6.1902) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 49 (19.6.1902)
Date
1902-06-19
Page
– (sequence 3)
Language
German
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würdigen Datum rr-rv, gekommen sein mag. Bei Scherira stand Wohl jöuöi rnvem n:»2 2>2vi mwcr,n .-121 rmroi .*131 K^2K 21 2W K'art NLV2 &DD2 N2V2 Wer schon orientalische Handschriften gesehen hat, weiß, wie wenig sich dort häufig der Buchstabe n von fl unterscheidet. Es liegt nahe, anzunehmen, daß die Abschreiber die drei hintereinander stehenden n der. Worte Kvn na» „desselben Jahres" als drei n lasen und so kam das K-’Ttn na» in den Scherirabrief. Warum R. Abraham ibn Daud 4234 statt 4233 hat, läßt stch damit erklären, daß er die Aera contractuum 311 vor der gewöhnlichen Zeitrechnung beginnen läßt, also nur 551 von der Jahreszahl 785 bei R. Scherira abzog, während 552abzuziehen ist, da nach R. Scherira, wofür sich hier ein Anhaltspunkt zeigen würde, der Beginn von rniv'p ^0 schon 312 zu sehen wäre. Wir kommen setzt zu Herrn Elbogen. Es war nöthig in gedrängter Kürze Einiges aus dem Beweismaterial, daß sich in Halevy's Buch für die Unmöglichkeit des Datums 8H in reicher Fülle vorfindet, der Widerlegung des sinnlosen Angriffs Elbogen's vorauszuschicken. Wir haben vier Beweispunkte kurz angeführt. Unfern Punkt 1, 2 und 3 kennt Elbogen gar nicht. Nur das Einleitende, von dem Halevy selbst, Fol. 5, Pag. 9, zweiter Absatz, erklärt, daß auch ohne es seine Behauptung gründlich erwiesen sei, wird angegriffen, und uns vorgespiegelt, daß damit die ganze neue Theorie Halevy's bezüglich der Saboräer über den Haufen geworfen sei. Bon der Widerlegung selbst gelten die Worte, die Halevy einmal gegen I. H. Weiß gebraucht, und die Elbogen auf unseren Meister selbst anzuwenden, für gut findet. Wir benutzen Herrn Elbogen's Uebersetzung: „Man muß verwundert darüber staunen, daß solche Dinge gedruckt werden können, die absolut unsinnig und aus der Luft gegriffen sind, weil der Verfasser meint, schreiben zu können, was ihm gerade einfällt, im festen Vertrauen darauf, „daß der Leser ihm nicht nachprüft." Ja, mein lieber Herr Elbogen, was hätte es Halevy genützt, wenn Keiner ihm nachgeprüft hätte, auch ohne Nachprüfung wird er ja von Ihnen und Ihresgleichen verdammt. Hätten Sie Herrn Halevy richtig nachgeprüft, so hätte das Dorot Harischonim an Ihnen einen Bewunderer mehr, und Sie hätten sich und den Anonymus an der Spitze der jüngsten Nummer der „Allgemeinen Zeitung des Judenthums," der Ihnen kritiklos nachbetet, nicht so beispiellos bloßgestellt! Wir haben oben bei unserer Uebersetzung der hier in Betracht kommenden Stelle des Dorot Harischonim die Worte umklammert, die sich im Texte des Juchasim nicht finden und für die Halevy, ohne sich aus die von ihm häufig angezogene kritische Ausgabe Neubauer's zu stützen, den Beweis bringt, daß sie im Juchasim ausgefallen sind; und dieser Beweis beginnt auf derselben Seite 8, wo sich der Satz findet, aus dem. unser Freund Herrn Halevy den Strick drehen will. Wir haben oöeü schon den Wortlaut des Satzes angeführt, worin Halevy auf die auffallende Jahreszahl 811 hinweist, in einer Darstellung, die sich von 738 bis 787 erstreckt. Was Halevy damit meint, muß jedem verständigen Leser klar sein, der einige Zeilen weiter liest. Oben haben wir dieses schon ausgeführt. Elbogen ist aber entweder unfähig, ein hebräisch geschriebenes, wissenschaftliches Werk zu lesen, oder wollte er nicht weiter lesen, um den Ueberwinder von Grätz und Weiß tollkühn angreisen zu können. Herr Elbogen will uns nämlich Vorreden, Halevy habe, weil ihm ein salscher Text des Scherirabriefes Vorgelegen, worin nicht bemerkt war, daß mit den auf Rabina folgenden Gelehrtennamen die Reihe der Schulhaupter von Pumbedita beginnt.' geglaubt, die im Texte des Juchasim auf Rabina folg. Gelehrten, welche in der Zeit von 767 bis 787 starben, seien alle Nachfolger Rabina's gewesen. Halevy habe aber deßhalb das Sterbejahr Rabina's nicht bei 811 belassen wollen, weil dann alle Nachfolger Rabina's, mit Ausnahme des ihn um kurze Zeit überlebenden letzten, vor ihrem Vorgänger gestorben seien. Herr Halevy habe darum und nur darum die Zahl 811 in 786, 787, geändert. Ein solch blühender Unsinn ist nochselten geschrieben worden. Welchen. Nutzen hätte dann Halevy von-seiner Verbesserung, wenn sein vermeintlicher Nachfolger R. Richomai schon 767 gestorben ist, wie cs sich im falschen Texte des Juchasim findet, zur Zeit als Mar b. R. Aschi der Vorgänger von Rabina's Vorgänger, der erst 769 starb, noch unter den Lebenden weilte? Elbogen hilft sich nach seiner Art freilich über diesen Unsinn mit einem neuen Angriff hinweg, bei dem er sich gar nicht bewußt wird, daß er damit seinen Gegner als vollkommenen Schwachkops hinstellt. „Daß damit freilich die Schwierigkeiten nicht beseitigt sind, und immer noch Nachfolger übrig blieben, die vor Rabina starben,' das merkt der auf seine Entdeckung recht stolze Verfasser nicht." Wir können dem Kritiker hier helfen und noch Dinge hinzufügen, die dieser Halevy, der wohl weder zählen noch lesen kann, nicht gemerkt hat. Unter dem zweiten Nachfolger Rabina's werden die Verfolgungen Jezdegard II erwähnt, der nach der Geschichte 657 starb, wie kann da Rabina 4234, 474 der gewöhnl. Zeitr., gestorben sein! Und dann hätte Halevy auch nicht gemerkt, daß die Verfolgungen unter Jezdegard in die Zeit des zweiten Nachfolgers Rabina's, R. Sama und zugleich in die des Vorgängers seines Vorgängers Mar b. R. Aschi fallen. Gewiß, Herr Halevy kann nicht lesen, denn die' Bemerkung, daß R. Sama und Mar b. R. Aschi Zeitgenoyen waren, steht zwei oder drei Zeilen nach ' dem famosen Datum 811 im Texte des Juchasim... Doch gehen wir zum nächsten Satze Elbogen's. „Ja, als wäre er mit Blindheit geschlagen, widerlegt er selbst den

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