Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 48 (16.6.1902)
- Date
- 1902-06-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Hamburg, 9. Juni. In den festlich erleuchteten, oberhalb des Veth-Hamidrasch der Alten und Neuen Klaus belegenen Räumen des Metor Chajim-Vereins veranstaltete dieser gestern Abend anläßlich des vno auf- ’Tsn y nwi dwti ntwn eine Festmahlzeit, die bei den etwa sechzig Theilnehmern einen freudig, nachhaltigen Eindruck hinterlassen, weil das ganze Ensemble vom Vorstande so vorzüglich vorbereitet und durchgeführt wurde, so daß selbst die verwöhntesten Ansprüche ihre Befriedigung finden tonnten und auch, wie bemerkt, gefunden hatten. Nicht wenig allerdings trugen die meisterhaften Reden, die von der Stirnseite der Tafel aus gehalten wurden, dazu bei. Hier saßen die vier Lehrer und geistigen Leiter des Vereins: Se. Ehrw. der Qberrabbiner, Dr. Nathan, Dr. Heinemann und Dr, D. Schlesinger. pn nx rnpnH pro x»' rnn dtp»*! rivn tib'» möchte ich darauf anwenden. Zu beiden Seiten saßen der Präses der Alten - und Neuen ' Klaus M. I. Meyer und der Präses des v«n lyv - Vereins, P. Hirsch. Es war ein Strom geistreicher und fesselnder Reden, der von hier aus aus vier Häuptern über die Tafel sich ergoß; aber auch aus der Mitte der Mitglieder fanden sich Herren, die da zeigten, daß sie nicht umsonst an den Lehrabenden und Kursen des segensreich für rmm td^ wirkenden Vereins theilgenommen hatten. Ich glaube keiner Gemeinde Deutschlands zu nähr zu treten,, wenn ich.behaupte, daß die Hamburger.in dieser Beziehung von keiner erreicht oder gar übertroffen werde. Die Zielscheibe der Toaste waren denn ganz natürlich jene vier Häupter, sowie der Vorstand, die es sich nun wohl gefallen lassen mußten, einige Theile ihrer Verdienste und ihres wohlverdienten Lobes vnae> «spo zu Gehör zu bekommen. Herr Dr. S. P. Nathan, der Senior und Hauptlehrer des Vereins, den er vor etwa 40 Jahren mitbegründet, wurde besonders gefeiert. Ein Redner stellte, indem er auf die vergangene Sidra mit den riuwv einging, sehr geistreiche Untersuchungen an, zu welchem Stamme Herr Dr. Nathan' wohl gehören möge; dabei ging er alle guten Eigenschaften der *» durch, die er alle dem verdienten Lehrer anpaßte; endlich war es der Stamm Dön „p". den er als den richtigen glaubte bezeichnen zu müssen; zunächst weil p die Abreviatur von Dr. Nathan ist, dann, weil er der riiaivn b£ se.i (stehe zur Stelle). Was nur irgend Jemand, sei es ein seltener pwv oder ein vanv oder gar eine xmi aus dem Gedächtniß verloren, bei Herrn Dr. Nathan findet er es wieder; In seiner Schatz- - kammer findet sich alles wohlgeordnet vor. Lebhafter Beifall zeigte die Uebereinstimmung derFesttheilnehmer mit den Humorvollen Ausfuhr . des geistvollen I Redners.' In seiner Bescheidenheit hat er gebeten, nicht der Presse überliefert zu' werden, unzweifelhaft .ist er gegen Drück empfindlich, weßhalb ich auch die anderen. Redyer nicht nennen möchte. Manche schöne Rede gab es noch, die leider ihren Beruf verfehlten, weil sie aus Mangel an Zeit dem Busen ihres Denkers nicht entsteigen konnte. v Soll ich noch von dem schönen Menu berichten? Ich halte es kaum fiir nöthig; die Hamburger Küche ist ja hinlänglich berühmt und dieser Ruhm hat sich auch hier bewährt. Daß solche Feste zur Hebung des Interesses für n'n gute Dienste leisten, bedarf keines Beweises, weßhalb die Wiederholung zu geeigneten Gelegenheitenmur zu empfehlen wäre.. H. B. Barmen-Wnppcrfeld, im Juni. Als Beitrag über Namen der in der italienischen Armee (im „Jsr." erwähnten) höheren Militärpersönlichkeit Ottolenghi erlaube mir ergebenst auf das xaan pvp ififc Ausgabe von Dr. M. Letteris, Krakau, Faust's Verlag 1895, hinzuweisen. Daselbst S. 129 wird .spT» pxrn brrieov nun pamp w'biMx erwähnt, dann in der Bemerkung vom Herausgeber: :b'bb-ot Q*m-t 'irva nns6 rnrr vpv mn am raus nacs 'vai wan n".va pa /wnan wn yya xnfon *D3i .'Ä7121 p spr vmiö pxn '*9 bb'U -ivvai .p u'biwx P]DT».rvra pxn rvrwa db-u :aina prot» bn: ‘Dar .p 5jsi» *nma pxn tau j'a-nort ■na» pxn 'V ai p’pa ran : avo *pn xn xbn rAx ^aa um n» by cet^ .pa^ro spi* re. Der Verfasser des xaan pvs Josef Hacohen (1563), aus Avignon, der dann in Italien lebte, scheint, wie Seite 138 ersichtlich ist, mit Josef Ottolenghi nicht in Freundschaft gelebt zu haben, da er dort Bücherverbrennung <='pDiDi *rnAn) erwähnt, die durch den Streit zwischen zwei deutschen Israeliten, Josef Ottölenghi und Josua ben Chejth, geschehen ist. Leopold Karfiol. Aus Süddeutschland, im Juni. (Judenthum und Kunstgewerbe.) In neuester Zeit findet man. in jüdischen Blättern unter obigem Titel Klagen über Vernachlässigung des Kunstgewerbes bei Anfertigung von Kultus-Gegenständen oder sonstigen, rituellen Zwecken dienenden Gefäßen. Wenn'auch diese Klagen im Großen und Ganzen berechtigt sind, so finden sich doch Anläufe zur Verbesserung und künstlerischer Ausgestaltung einiger für Synagoge und Haus zur Verwendung gelangender ritueller.Artikel, ja selbst Neuschaffungen auf diesem Gebiete, auf die im allgemeinen Interesse hinzuweisen der Zweck, dieser Zeilen sein soll. So wird z. B. geklagt, daß die alte Sabbatlampe geschwunden und noch kein Erfaß dafür geschaffen sei. Das ist ein Jrrthum. Allerdings ist die alte,, sog. Metzer (Original-) Lampe nur noch in verhältnißmäßig wenig Exemplaren vorhanden, da die von den Ahnen überkommenen. Erbstücke im Laufe der Zeiten durch Abnutzung und bei Wohnungs- und Ortswechsel vielfach in die Hände von Trödlern und Messinggießern kamen und oft den Weg in die Schmelze wunderten. Aber selbst die. noch erhaltenen Lampen sind zum Thril defekt und