Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 59 (24.7.1902)
- Date
- 1902-07-24
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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1252 wie einst Abraham, von dem es heißt: oms* nm jot V2D, fpt naw nama „es verschied und starb Abraham im schonen Greisenatter, alt und befriedigt." Sein Leben ist Lehre und Beispiel und sein ruhiger und sanfter Tod bei klarem Bewußtsein im hohen Greisenalier laßt uns der Worte des nichtjüdischen Sehers gedenken: ns» to nrn snsr> wo non. Würzburg. Gestern pbo D pv vollzog sich im. Hause unseres Herrn Rabbiners eine ebenso erhebende, als schöne Feier. Wie sein Vater n prvn am *rsn WW2BX3 ma pflegt auch unser na av an jedem Sabbat vor Thefiloth-Mincha einen W exegetisch und homiletisch oorzutragen, wozu seit 14 Jahren v'bnn "wo den Stofs bildete. Gestern nun hatte der ehrwürdige Redner die n»i in dieser Weise das o'^nn im zu vollenden und dieser Umstand gab den Anlaß zu einer schönen Sium-Feier. In geistreicher Weise suchte der Redner den Schluß dieses heiligen Buches mit dessen Anfang in Verbindung zu bringen, wobei es ihm möglich war, eine bei Beginn dieser Vorträge gegebene Erklärung passend anzuwenden. Mit Aufmerksamkeit und Interesse folgten die Zuhörer dessen Ausführungen und theilten seine Freude über die norund die Erfüllung von raa ib v^rr rnxos ynnon Rach dem Schlüsse regalirten Herr und Frau Rabbiner die Teilnehmer mit Erfrischungen rna«a o'auna 'P'üew vOLN2v und so vereinigten sich geistige und physische Genüsse zu einer nvro bv nnot? Als nächsten Stoff zum ’W'® hat sich na am die Erklärung r6om *no nach Entstehung. Inhalt und Anordnung gewählt. Möge er auch damit na nattn nan sein, rr6y ma ti pvm Oesterreich. Wien, 20. Juli. Seitens der k. k. n.-ö. Statthalterei ist beim isr. Kultus-Vorstand eine Zuschrift eingelangt, daß der verstorbene Privatier Herr Julius Joachim Frankel letztwillig ein Kapital von sechshunderttausend Gulden (1,200,000 §r.) ö. W., von welchem seiner Gattin lebenslänglich der Zinsgenuß zustehen soll, zur Errichtung von Stipendien im Betrage von fl. 200—500 für arme Studirende isr. Konfession M der Wiener Universität, ohne Unterschied der Nationalität, gewidmet habe. WWeilWM MS des tft. ArMMereim» Mk> für dirseldrv. (GAmDLUchr jüd. WanderSettsweretere urrd Kaffe» VS« find eeSeSs», mrS MMtzeiSsnse» LSer dir fie arrf dem GeStsLe ttzeer .. LhWWeiL machen, rrrSonnse» in lassen.) V\ Schönlanke, 20. Juli. . v Vor einiger Zeit wurde der hiesige jüdische Armenverein von einem angeblich taubstummen jungen Manne Namens Epstein gebrandschatzt, dessen Festnahme durch die Polizeibehörde erwünscht wäre. Derselbe hat ein Empfehlungsschreiben der Synagogengemeinde Dölzig, bescheinigt von der Polizeibehörde Dölzig. Diese Papiere sind gefälscht. Armenverein S ch 3 n l a n t e. F e u i l l e t o tu As hm TüBBe eims Bchllr's. Von P. Jacob-Kohn. lir (Fortsetz, und Schluß.) ■ Preßburg. Wie es einem einfachen Dorfbewohner zu Muthe sein muß, wenn er das erste Mal in eine große Stadt kommt, so ungefähr mögen die Gefühle eines Vachurs sein, wenn er in die Preßburger Jeschiwah eintritt. Eine der größten, jedenfalls der berühmtesten Gemeinden Ungarns, hat Preßburg von jeher eine große Jeschiwah gehalten, die unter der vortrefflichen Leitung der jeweiligen Rabbiner stets eine Zierde der ungarischen, überhaupt der gesämmten Judenheit war. Seit des berühmten Chasam Sofer's Zeiten, hat diese Jeschiwah eine solche Höhe erlangt, daß sie als Hochschule der jüdischen Gelehrsamkeit betrachtet wird, und ihre Jünger allen anderer Jeschiwah's als Rabbiner vorgezogen werden. Wenn dies auch hauptsächlich der besonders bewährten Lehrmethode, den Scharfsinn der Bachurim anzuregen, zuzuschreiben ist, so hat gewiß auch der Umstand nicht wenig dazu beigetragen, daß die Leiter der Jeschiwah für die Anforderungen der fortschreitenden Zeit nicht blind waren und es den Bachurim gestatteten, auch den profanen Wissenschaften eine freundliche Gesinnung entgegenzubringen. Die .Preßburger Jeschiwah wußte überhaupt zu jeder Zeit den an sie gestellten Anforderungen zu genügen. Es gab Zeiten, wo man von einem Bachur weiter nichts verlangte, als daß er fleißig den Talmud studire, auf eine wissenschaftliche Bildung und auf äußere Erscheinung gar nicht achtete. Da war es auch in der Preßburger Jeschiwah verboten, seine Zeit mit etwas anderem auszufüllen, als mit Thora, und damit den Bachur die Kleidung desselben stets an seinen Stand erinnere, war auch eine besondere Tracht vorgeschrieben. Dieselbe bestand hauptsächlich in einem langen, meist schwarzen Rock und in einem Cylinder als .Kopfbe-