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Der Israelit · 1902-06-02 · Heft 44 (2.6.1902) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 44 (2.6.1902)
Date
1902-06-02
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Umüettung der Gräber in Üebereinstimmung mit der Zuständigen rabbinischen Autorität und deren schüft- ' lich vorliegenden Entscheidung stattfindet. Wenngleich \ meine Anschauung von der Sache dadurch leine wesentlich andere geworden, so habe ich es doch übernommen. Ihnen Obiges zum Zwecke des Abdruckes mitzutbeilen. H. V. Breslau, 28. Mai. (Neubau des isr. Kr a n k e n h a u s e s.) Wenn wir von der Kaiser Wilhelmstraße her den mit prächtigen Anlagen geschmückten Kaiser Wilhelmplatz betreten, wird unsere Ausmerksamleit unwillkürlich auf eine an dem Ende der Hohenzollernstraße belegene Häusergruppe gelenkt, die im Rohbau mit schrägen, rothen Ziegeldächern ausgeführt ist. Es sind dies die Bauten, welche zu dem neuen israelitischen Krankenhause gehören. Die Südostgrenze des über iy2 Hektar großen Grundstückes bildet die dort mit Vorgärten geplante breite Neudorfstraße, während im Norden das Gelände an eine im Bebauungspläne vorgesehene, aber bisher noch ungenannte Straße stößt. Die gesammte Vauanlage umfaßt das mit den Fronten nach der Hohenzollernstraße und einem Schmuckplatze gelegene Verwaltungsgebäude mit Poliklinik, das eigentliche, für über 100 Betten eingerichtete Krankengebäude, mit der Hauptfront nach der verlängerten Neudorfstraße, und an der nördlichen Grenze das Wirthschaftsgebäude mit Maschinenraume und das Leichengebäude. Der weite Raum zwischen den vier Gebäuden ist für die zu errichtende Jnfektionsbaracke vorgesehen. Im Frühjahr vorigen Jahres wurde mit der Ausführung dieser vier Bauten begonnen, und bis zum Ende der vorjährigen Baüthätigkeit wurden sie unter der Oberleitung des Negierungsbaumeisters Ehrlich so weit in ihrer äußeren Ausführung fertig gestellt, daß in diesem Jahre sofort an den inneren Ausbau geschritten werden tonnte^ Auch hierin haben die Bauten schon wieder bedeutende Fortschritte gemacht. Die Zentraldampfheizanlage, womit. alle vier Gebäude versehen worden sind, hat die Berliner Firma Martin Grove ausgeführt. Die Tischler, Maler und Tapezierer dürften freilich noch mehrere Monate zu thun haben; doch ist zu erwarten, daß das Krankenhaus in allen seinen Theilen noch gegen Ende dieses Jahres seiner Bestimmung übergeben werden kann. Die gesammte Vauanlage entspricht in ihrer äußeren und inneren Ausführung im weitgehendsten Maße allen Anforderungen, die an ein Krankenhaus in der Neuzeit gestellt werden. Ganz besonders ist es auch durch seine ganz vorzügliche Lage in dem schönsten Theile der Umgegend Breslaus ausgezeichnet. Im Verwaltungsgebäude an. der Hohenzollernstraße enthält die von den übrigen Räumen völlig getrennte und mit besonderem - Eingang von der Straße versehene Poliklinik drei große Ordinationszimmer mit Wartezimmern^ Dunkelräumen und Ankleideabtheilen. einen Erholungsraum für Narkotisirte, ein Äerztezimmer. einen .. Saal für medikomechanische Apparate und die., erforf. derlichen Nebenräume. In diesem Gebäude ist.auch ein.. Sitzungssaal für die Kranken eingerichtet.- Das.? Hautpinteresse nimmt das Krankengebäude mit . 110 . Meter Frontlänge in Anspruch. In ihm werden in.'; entsprechender Trennung und Üebersichtlichkeit vier verschiedene Krankenabtheilungen (chirurgische,. Frauen, innere Kranke und Hautkranke) in drei getrennten. Klaffenstufen, ferner zwei Operationssäle,' zwei Laboratorien (chemisch und bakteriologisch), Röntgenzimmer, photographisches Atelier, Wohn-, Schlaf- und Ge-) sellschaftsräume für die Aerzte und das.Personal, .die erforderlichen Baderäume, Küchen- und Tägeräume / untergebracht. .:; Die großen Kcankensäle lösen sich pavillonärtig mit dreiseitiger Lichtzuführung,von der Hauptrichtung des Gebäudes nach Westen-ab. und die Krankenzimmer, der ersten Klasse, mit Vorzimmern und Loggien.versehen, haben mit denjenigen der zweiten Klaffe in einem besonderen Flügel Platz gefunden. Für den Aufenthalt der bettlägerigen Kranken im Freien ist die Anlage von Terrassen, Loggien, und die mittels großer Schiebe-, fenster in offene Hallen zu verwandelnden Tageraume in ausgedehntestem Maße für alle Kranken vörgesorgt. Beim inneren Ausbau sind durchweg die neuesten und/ besten Systeme. zur Verwendung gekommen. Durch wirkungsvolle Gruppirung der Erker, offenen Hallen» der zahlreichen Mansardenfenster und der zu Thürmchen geformten Luftkanäle ist in der Ausbildung der äußeren Architektur dem stattlichen Gebäude jeder kascrnenartige Eindruck genommen. , Auch in der Ausführung der anderen beiden Gebäude, des Wirthschafts-, Maschinen- und Leichengebäudes,, wurde auf eine gefällige, architektonische Wirkung besonderer Werth gelegt, weil diese beiden Häuser mit. ihren Fronten an einer neuen Straße liegen. / KörrigSbcrg i. P. Dem Bericht über.dke Thätigkeit des „Hilfsvereins für kranke russischeIsraeliten" pro 1901 entnehmen wir! Erfreulicherweise haben sich die Ansprüche, welche an uns gestellt wurden, nicht erhöht. Die Ausgaben belaufen sich auf Mk. 11,497.49, wozu die Kranken selbst Mk. 311610 beisteuerten. Die Anzahl der Mitglieder unseres Vereins ist um 14, also auf 263 gestiegen. Dem eisernen Fonds haben wir die Zinseingänge der letzten Jahre mit Mk. 2761.96 überwiesen,. Die Einnahmen gestatteten uns wie in frsiheren Jahren einen Betrag derselben zu fester Anlage zu verwenden. Wir haben Mk. 3000 in 31/>fc Ostpreußischen Pfandbriefe angeschafft. ' '' / / . "•!. . Das von uns erstrebte Ziel durch Ansammlung von Fonds dem Verein eine feste Grundlage zu geben und.ihm, namentlich auch, in schlechten, die Einnahmen mehr schmälernde Geschäftszeiten die Möglichkeit 3«'

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