Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 32-33 (21.4.1902)
- Date
- 1902-04-21
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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erst war ihre Lösung recht in die Wege geleitet. Indem fie jedoch in die Hände ihrer Lehrer die Bethenerung legten: irtut ab* mto p« 72 nra* 022^2 prrv nws. J&o wie eure Herzen dem Einzigen hingegeben, so auch die unseligen," war des schweren Problems endgiltige Lösung erzielt. Nun konnten sie beruhigt sprechen: tbvh mvbv H22 w *p2. „Gepriesen werde die Herrlichkeit des Gottesreiches für immer." Nun wußten sie, daß die Sache Gottes für die Zeit und die Dauer auf's beste bei ihnen bestellt war. ZertungSuachrichte« rmd Ssrrefpondenzm. Deutschland. Mainz, 17. April. Dem Jahresbericht des „Vereins zur Unterstützung und Erziehung mittelloser Waisen der Israelitischen Religionsgemeinde zu Mainz" entnehmen wir: Die Zahl unserer Pfleglinge hat sich im abgelaufenen Vereinsjahre um 3 vermindert und betrug am Ende desselben 28. Wir können zu unserer Genugthuung mittheilen, daß nach dem Berichte unseres verehelichen Damenpflegschastsrathes, wie nach unseren eigenen wiederholten Wahrnehmungen, unsere Pflegebefohlenen sich sowohl körperlich, wie geistig auf das Veste entwickeln. Für Verpflegungskosten hatten wir Mk. 5,797.65 aufzuwenden. Wiederum sind uns außer Vermächtnissen mit darauf haftenden Verpflichtungen, eine größere Anzahl freiwilliger Spenden zugeflossen und sprechen wir den opferfreudigen, mildthätigen Wohlthätern und Gönnern unseres Vereins nochmals aufrichtigsten, innigsten Dank aus mit der zuversichtlichen Hoffnung, daß der Eifer zum guten Werke nicht erlahme und von unseren Freunden und Mitgliedern uns auch fernerhin die Mittel zur Erreichnung unseres edlen Zweckes zur Verfügung gestellt werden. .Frankfurt a. M., 20. April. Am verflossenen Freitag kehrte Herr Rabb. Dr. H 0 r 0 vitz nach sechsmonatlicher Abwesenheit in Italien, wo er sich zur Herstellung seiner angegriffenen Gesundheit aufhielt, hierher zurück. Durch eine ihm am Freitag Abend, wo er zum ersten Male wieder in der Synagoge dem Gottesdienste beiwohnte, dargebrachte Ovation gestaltete sich dieser besonders feierlich.. Die. Synagogenvorsteher holten den Herrn Rabbiner in seiner Wohnung ab, begrüßten ihn mit einer Ansprache und . geleiteten ihn auf seinen Platz in der Synagoge. Dort empfing ihn eine Deputation des Gemeindevorstandes, und einer der Herren hielt eine kurze Begrüßungsrede, in der er mit herzlichen Worten die Gefühle ausdrückte, die alle Gemeindemitglieder beseelten. Als im Maariv-Gebet Herr Kantor L e v y mit seiner sonoren Stimme die Worte vbv "vn nrom ttbtbi v"ntz ukdi uw« «ovsn anstimmte, war die ganze Gemeinde auf'S tiefste er* , griffen. ' . . .. . J : ■ Am Sabbat-Morgen sprach der Herr Rabbiner vor der Thora das boun uro und in diesem Momente war in den weiten Räumen des gefüllten Gotteshaus^ Niemand, der nicht innige Wünsche, für den allgemein geliebten und verehrten Rabbiner hegte und im Stillen betete, daß waen rov ihn in frischer Schaffenskraft bis in's höchste Alter erhalte.. - Hamburg, 18. April. Mit tiefinnigstem Bedauern verbreitete sich heute früh die Künde, daß Herr M. W. H i n r i ch s e n heute Nacht, ohne voraufgegangene Krankheit, von einem Schlaganfalle, betroffen wurde, dem er kurz darauf leider erlegen ist. Der im 71. Lebensjahre so plötzlich Dahingegangene hat als orthodoxer Jude hohe Ehrenämter im, Staate, sowohl als wie inder jüdischen Gemeinde bekleidet,. Es braucht nur daran erinnert zu werden, daß er wiederholt Hamburgischer Reichstagsabgeordneter gewesen und als solcher dem ersten Reichstage angehörig, unlängst vom Kaiser eine Einladung erhalten. Hinrichsen war auch eine Reihe von Jahren Präses der Hamburger Handelskammer, sowie Mitglied der Hamburger Bürgerschaft (gesetzgebende Versammlung Hamburgs), und bis jetzt Mitglied des Vorsteherkollegiums der D.-Jsr. Gemeinde. Mit dem herannahenden Alter zog er sich mehr von der öffentlichen politischen Thätigkeit zurück und widmte sich Humanitären Bestrebungen, worin er eine hervorragende Thätigkeit entwickelte. Sonntag findet die Beerdigung statt, die unzweifehaft eine imposante Kundgebung von der allseitigen Beliebtheit dieses bedeutenden Mannes darthuen wird. H. B. Aus der Rheinprovinz. Eine Mittheilung, die in jüdischen Lehrerlreisen mit lebhafter Freude ausgenommen werden dürfte, beehre ich mich, Ihrem gesch. Blatte zugehen zu lassen. > . Die jüdische Gemeinde S. Johann-Saarbrücken ist in die Reihe derjenigen Gemeinden eingetreten, die, ein. wahres Verständniß für die hehre, ideale Seite des Berufes eines Jugendbildners und Seelsorgers bekundend, in Würdigung dieser ihrer idealen Auffassung von dem so verantwortungsvollen, schwierigen und heil. Berufe mit ihrem bisherigen. Kultusbeamten, '.Herrn Lehrer, Kantor und Prediger I. Lißner» der nun schon fast zehn Jahre zur vollen Zufriedenheit seiner Amtes gewaltet, einen seine Zukunft sichernden neuen Ansiellungsvertrag, in dem die Pensionsberechtigung ausgesprochen ist, unter Zugrundelegung der bezügllchen Gesetze vom 27. März 1872, 31. März 1882 und 6. Juli 1886 abgeschlossen hat. Ist dies einerseits ein Beweis für das gute Einverständniß, daS bisher stets zwischen der Gemeinde St. Johann-Saarbrücken und Herrn Lißner herrschte, so wirkt andererseits auf den gesammten Kultusbeamtenstand dieThatsachewohlthuend, daß insbesondere die größeren, leistungsfähige»