Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 32-33 (21.4.1902)
- Date
- 1902-04-21
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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J 720 A Gemeinden ein erhöhtes Interesse dem genannten Stande zuwenden und beflissen sind, alles aufzubieten, was zur Erhöhung des Standes nach innen und außen beiträgt. Das größte Wohlwollen aber erweist eine solche Gemeinde sich selbst, denn was sie zur Hebung des Lehrerstandes thut, das thut sie zur Förderung der Jugend. Dann gesellt sich zu dem hohen Maße von Berufstreue und Pflichterfüllung, von denen der Lehrer beseelt ist, auch eine erhöhte Berufsfreudigleit, die die unbedingte Folge einer gesicherten Anstellung ist, so wirkt diese Frische aus den Geist der Jugend zurück, und die Opfer, die eine Gemeinde zur Sicherstellung ihres Beamten, der nicht im öffentlichen Schuldienste steht, bringt, sind, so groß sie auch scheinen mögen, doch nur verhältnißmäßig klein im Vergleiche zu den großen Vortheilen, die sie aus einer solchen für ihre Jugend zieht, und tausendfältig ist die Frucht, die ihren Kleinen daraus erwächst. - Mögen aber auch die mittleren und kleineren Gemeinden dem edlen Beispiele folgen und zur Sicherstellung ihrer Kultusbcamten alles thun, was in ihren Kräften liegt. Einer Gemeinde, selbst einer kleineren, die bestrebt ist, dieses Ziel zu erreichen, werden sich auch die Mittel und Wege zur Erreichung dieses Zieles bieten, denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Aus dem Grotzherzogthum Oldenburg. Ich kann Ihnen die freudige Mittheilung machen, daß Herr Landrabbiner Dr. Mannheimer- Oldenburg, dem diesjährigen Landesgemeinderathe eine für die Lehrer seines Bezirkes hochwichtige Gesetzesvorlage unterbreitet hat, welche sich dem Arikel 35 des Schulgesetzes anschließt. Die betr. Vorlage enthält die Bestimmungen, daß fortan in Fällen, wo der Landesgemeinderath über einen Lehrer zu entscheiden hat, „sowohl der älteste Lehrer des Herzogthums, als auch ein Mitglied der betr. S ch u l k o m m i s s i o n, welches von dem in. Frage kommenden Lehrer selbst gewählt werden kann, als stimmberechtigte Mitglieder dem Landesgemeinderathe für diesen Fall beitreten." Ferner sollen Lehrer in Zukunft in änderen Gemeinden des Bezirks nur mit Zustimmung des Örtslehrers eine. Funktion ausüben dürfen, es sei denn, Haß Landrabbiner und Vorstand es für nöthig erachten." W. in D. Hegenheim, s8. April. Soeben lese ich den aus Basel eingesandten „Israelitischer. Friedhof" überschriebenen Artikel. Da mir nun daran liegt, daß' nicht allzu länge ipe», für. rcx gehalten wird, bitte ich Sie, geehrter Herr Nedakteur, in Ihrer Nummer, vom 21. April folgende Erklärung.äuszünehmen:;. -j- . "äch Erkläre, . daß,, in.dem. besagten Artikel Zeile 7-T-19 unrichtig ist. D^.^häich.,keine,..Deranla.ffung,- dies äÜes richtig'zu-stellen^-ffd^^ biner?alst erthei ^eNer' Vettbigung^ funktioniren wollte,. Adresse, gerichtet,'' da' kän MdsWau^lLU-rhissigen^Hnedbofe- „Schweigen zu gebieten" das Recht hat. Und diesen Satz erkläre ich für absolut unwahr. Sollte dem Herrn Artikelschreiber daran liegen, die Wahrheit zu erfahren, so wende er sich an - Rabbiner Dr. Salomon S ch ü l e r. O e st e r r eich.. Wien, 11. Nissan. Äm Sonntag fand die erste öffentliche Prüfung an der Religionsschule, welche die Adaß Jisroel (Schiffschul) im Vorjahre gegründet hat, statt. Sämmtliche sechs (drei Knaben- und drei Mädchen-) Klaffen erbrachten den glänzenden Beweis, daß die wirklich bestehende Ueberlastung der Schüler doch kein Hemmniß ist, den Kindern (vom 6.—14. Jahre) tüchtige Kenntnisse unseres heiligen Schriftthums beizubringen. Das sehr zahlreiche Auditorium, in dem der Kultusvorstand und die großen jüdischen Vereine vertreten waren, .zollte den Geistesleistungen der Schule vollste Anerkennung, und steht zu hoffen, daß die Schule nicht nur weiter gedeihen wird, sondern auch hoffentlich zur Nachahmung anregt. > , Die Schule, um deren Zustandekommen sich Herr Aron Bondi besonders bemühte, wird von Herrn Rabbiner Fürst mit besonderer Sorgfalt geleitet, und widmet der Lehrkörper, die Herren N. D. Oesterreicher. Dr. Rosenfeld und Dr. Spitzer, derselben. sein bestes Können, das glänzenden Erfolg erzielte. . > Personalien, -f Frankfurt a. M. Hoflieferant I. Fromm, Sohn unseres unvergeßlichen Rabbiners Fromm, von der Sekt- Kellerei I. Fromm (G. nt. b. H), würde von der französischen Negierung zum Kommandeur des Ordens MGrite Agricole ernannt Diese Dekoration w.derfährt einem Deutschen zum erst» nmal. Brtefrasteir ver Kedaetton. M. S. in P.r Die genannte-Hühnerart darf man nicht schlachten. °. B. in M.r Der verhaftete Erfinder Ganswindt war ein wüthcnder Antisemit. Antisemitische Kreise sind denn nun auch hauptsächlich .hereingelrgt*. Neu eLnzeganArnr Küchrr. _ . (Besprechung Vorbehalten.) V Hermann. Moritz, Passah. Erlebnisse einer jungen Seele. 159 S. Leipzig, Hermann S.emann Nachf. Das Judenthum in seinen Grundzügen und nach seinen geschichtlichen Grundlagendargestellt von Dr. M. Güdemann, Oberrabbiner in Wien. Preis 3 Kr. 50 h. — 3 Mk. R. Löwit. - Buchhandlung, Wien I., Rothenthurmstraße 22. Die auffallend häufig en Krankheitserschetnungen der jüdischen Ralfe, von vr. meä. . Martin Engländer, prakt.. Arzt. Verkaufspreis. , 60 H. — 60 Pfg. Wien, 1902. Verlag von I. L. .^Polläk, Wien XV., Mariahilferstraße 140. W Aut das Inserat der Frau I. WiesenS Wwe., wird hierdurch besonders aufmerksam ae» r - V ■ ' : -i.i?> V *