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Der Israelit · 1902-04-07 · Heft 28 (7.4.1902) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 28 (7.4.1902)
Date
1902-04-07
Page
– (sequence 3)
Language
German
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K, ft f; &13 ja«* mti den Reichen, die über Schatze verfügen!? Mit den "D’xtM„ Fürsten, die ungezählte Reichthümer besitzen!? Da pflegt es allerdings in religiöser Beziehung gar oft sehr armselig auszusehen! „D’Xtw" bedeutet einmal Welke n und ein anderesmal wieder F ü r st e n. und Wolken und Fürsten haben in Wahrheit viel Ähnlichkeit mit einander, v' xv ^-Wolken stammt von der Radix xvz her, d. h. e m porgetragen und hoch über der Erde schweben. Eitle närrische Wolken! Was bilden-diese sich da droben in ihrer Höhe nicht alles ein! Sie meinen, sie sind wenigstens ein Theil des wunderbar schönen, mit Myriaden Sonnen geschmückten Himmels. Und was sind sie in der That? „jo rbv> -iw pxn". Ein Dunst steigt von der Erde auf und so entstehen die Wolken! (1. B. M. 2, 6.) Ganz so aber auch die „D’xw" Fürsten. Die v'xn -Fürsten heißen so von der Radix xtw, weil sie emporgetragen von der Gunst des Schicksals Da meinten sie aber auch gar oft, sie sind etwas Besseres, Anderes als die übrigen Menschen und erfahren erst zu spät die große Wahrheit, die das Schekalimges.etz in die Welt hinausruft: ()OT» vb bim x*? -iw" „Der Reiche nicht mehr und der Andere nicht weniger!" (2. B. M.. 30.15.) Die Fürsten Israels in der Wüste wußten die Wahrheit, daß vor Gott alle Menschen gleich, daß das Vrod d^s Armen und die Edelsteine des Reichen von demselben Himmel fallen, von demselben Gotte kommen' und deßhalb spendeten sie willig und freudig von ihrem Reichthum für's Heiligthum! Diese Wahrheit aber, die der S a b b a t Schekalim uns in's Herz, in die Seele Hineinrust, der „Reiche nicht mehr, der Arme nicht weniger," müssen wir erkennen und wür- - digen, wir müssen einsehen, auf welcher Stufe und Höhe des Glückes wir uns auch befinden, jeder einzelne von uns sein tägliches Brod einzig und allein Gott verdankt. Sind wir von dieser Wahrheit durchdrungen, dann fallen mit dem täglichen Brode die Per len der Bescheidenheit und die Edelsteine der Selbsterkenntniß für uns vom Himmel nieder! . Aettrmgs«achrtchterr und Csrresporrdenzerr r D e u t f ch I a n d.. Karlsruhe, 3. April. Der Großh. Oberrath der Israeliten veröffentlicht in Nummer 2 seines Verordnungsblattes. die mit Festrand erschienen ist, die AnördyNngftdaßMs Anlaß des hochersreulichen fünfzigjährigen Regierungsjubiläums Sr,. Kgl. Hoh< des. G.roßher-, i-:i zogs insämmtlicheiu Syda^ogenrdes -Äandes.?eüi' ' ^.hierfür vorgesehenen Zeit^ (am Vöxmittag des 'K7.' April) stattzufinden habe. - Den Gemeinden, wird unter Wittheilung der besonderen Gottesdienstordnung empfohlen, die Synagogen außen und innen mit frischem Grün, zu schmücken. In einer . weiteren - Bekanntmachung wird, laut „Karlsruher Zeitung" der Befriedigung darüber'Ausdruck gegeben, daß, nachdem Oberrath und Synodalausschuß einstimmig beschlossen hätten, die von der letzten Synode für soziale Zwecke zur Verfügung gestell- ' ten Mittel in erster Reihe für ein in Karlsruhe zu errichtendes Heim' zur Aufnahme israelitischer Handwerkslehrlinge und angehender Techniker zu verwenden, es gelungen sei, das Jnslebetttreten dieses Unternehmens auf den bedeutsamen Zeitpunkt des Allerhöchsten Regierungsjubiläums zu sichern.'; -- Gailingen, Z. April.. Am Donnerstag, den 27. v. Mts., fand an der hiesigen israelitischen Handelsschule die öffentliche Schlußprüfung statt. Herr KreiSschulrath Pr. Dr. Blatz, der sonst die Prüfungen abnimmt, war am Erscheinen verhindert. Die Leistungen der Schüler gaben ein glänzendes Zeugniß von der Leistungsfähigkeit der Schule, sowohl in den den Fächern der Realschule, als auch in denen deS Handelsunterrichts. An den Antworten der Schüler der Unter- und Oberklassen merkte man, daß sie ihr Pensum vollkommen beherrschten. Von ihrer Gewandtheit in der französischen und englischen Sprache gab besonders der Schlußakt Kenntniß, in welchem mehrere Schüler größere Akte aus „Julius Cäsar" und „Minna von Barnhelm" in ganz hervorragend schöner AuSsprache vortrugen. v; .. Die Feier schloß mit Ueberreichüng der Zeugnisse an. alle und der Diplome an drei austretende Schüler. Von letzteren treten zwei in Bankgeschäfte ein, während einer der Absolventen in die Handelshochschule in Leipzig, ohne Prüfung eintritt. Nach dem Schulprogramm wurde die Schule dieses Jahr von 60 Schülern besucht, darunter 13 Ausländer, die Pension im Hause haben. /V;-B.R..U Strahburg, 28. März. Anläßlich der bevorstehenden Wahl von vier Konsistoriummilgliedern., für das Israelit. Konsistorium des Unter-Elsaß, . hat der. Oberlehrer Herr Dr, Heinrich L e v y. in Mülhausen eine Petition an den Landesausschutz eingereicht,;n ivelcher der Landesausschuß um Schaffung eines seit 1870 fehlenden einheitlichen israelitischen Konsistoriums.ersucht wird. Am 18. März, in der 14» .Sitzung det^ zu Ende gegangenen 29., Session i des.., LandesausschusseS, wurde unter einer Hochflüth von ünzahlbären P^itionen auch diese Petition, bräseniirt.:?! Mg zu können.

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