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Der Israelit · 1902-03-17 · Heft 22 (17.3.1902) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 22 (17.3.1902)
Date
1902-03-17
Page
– (sequence 4)
Language
German
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die Südseite durch einen Bach begrenzt ist, dessen Ufer Restaurant Weil eine Tafel von ca. hundert Gedecken zu. regulieren nun aber auch die nöthigsten nächsten { aufgestellt, an welcher die meisten alte Balebathim der Schritte zur Erhaltung des Friedhofes werden^ da! Stadt, Mitglieder der Chewra, Platz nahmen. Der durch das Wasser des Baches — noch besonders bei « Präsident eröffnete das Festmahl mit einer Rede, in Hochwasser — immer mehr und mehr Boden abge-! welcher er mittheilte, daß der Verein vor genau hundert schwemmt'wird, ja sogar schon Grabsteine weggespült! Jahren von Rabb. David Sintzheim gegründet wurde, wurden. . I Er legte gleichzeitig das Gründungsprotokoll vor. Die Kosten der obenerwähnten diesjährigen Er- I welches, wohl ein Unikum bei einem jüdisch-religiösen Weiterung des Friedhofes betragen über 5000 Mk. Die I Akte, neben dem jüdischen Datum das folgende: or Ausführung konnte natürlich nur durch große Opfer! nnw jup bbki enr& y» tragt, und durch „Schuldenmachen" der zwei am Friedhofe! Herr Oberrabbiner Uhry, welcher das Fest mit hauptsächlich betheiligten Gemeinden Mergentheim I seiner Anwesenheit ehrte, ergriff das Wort, eine herr- (60 pCt.) und Edelfingen (25 pCt.) ermöglicht werden, liche Erklärung zur Bedeutung der Aufgabe des Ver- -wodurch diese Gemeinden auf lange Jahre hinaus! eins gebend, den Eifer für die Mizwah bei den aktiven schwer belasttet bleiben. Die Ausführung der.weiteren I Mitgliedern des Vereines lobend. . - -nöthigen Arbeiten zur Erhaltung dieses ehrwürdigen! Auch Herr Vereinsrabbiner Glaser hob in be- und allgemein jüdisches Interesse beanspruchenden! redten Worten den Werth, des Vereins hervor. Seine Friedhofes, welche weiterhin noch , einige Tausend Mark! humorvollen Gleichnisse wurden mit allgemeiner Freude erfordern dürfte, also die erwähnte Vachregulirung,! ausgenommen, seine „guten Worte" fanden allgemeine Anlage von Wegen (die Besucher der älteren Theile des! Anerkennung. ... Friedhofes müssen über die Gräber gehen), Erhaltung I Vereinsmitglied Finger gab eine Ode zur und Aufrichtung öer alten Grabsteine u. s. w., ist in I Centennarfeier zum Besten, die einen doppelten Werth Frage gestellt, wenn sich nicht edle Menschenfreunde fin- I durch die Deklamirkunst des Dichters erlangte, den, welche diese — sonst auch immer hilfsbereiten — I Ein Komiteemitglied brachte zum Schluß eine Gemeinden in der Erfüllung dieser Aufgabe, die sie so! kleine Abhandlung über „Leben und Wirken" des gerne ausführen mochten, unterstützen. . I Gründers Rabbiner David Sintzheim. Etwaige Zuwendungen, welche aus Anlaß dieser 1 Fröhlich, in brüderlichem Beisammensein, ver- Zeilen oder hervorgerufen aus älteren oder neueren! liefen die Stunden, bis in später Nacht ein Jeder -waV Familienbeziehungen zu diesem Friedhofe, gereicht I anlangte. Wir wollen dem Vereine wünschen, werden sollten, nimmt die israelit. Bezirks-Friedhof- I daß er immer fort blühe und gedeihe und in Zukunft verivaltung in Mengentheim dankbar entgegen. I nur bei heiteren Anlässen Zusammenkommen möge. AuS Paden. Nach dem neuesten Verordnungs-! ' *"•“ ■"*'* . V; vv blatt des Großh.'Oberrathes der Israeliten wurde I Oesterreich. . dem .Religionslehrer Simon Eichstetter in! Wien, im März. (Eine große Erb- Schwetzingen, welcher ein Familienbuch der dortigen I s ch a f t s st e u e r.) Von hier wird berichtet: Ein israelitischen Gemeinde angelegt und als Einleitung I Finanzsenat des Verwaltungsgerichtshofes hat sich mit dazu die geschichtliche Entwickelung des israelitischen I einer Beschwerde gegen eine Nachlaßgebühr in der Bevölkerungstheils der Stadt Schwetzingen, sowie der! respektablen Höhe von 9,534,560 Kronen 75 Hellern zu Einrichtungen der isr. Gemeinde dargestellt hat, für! befassen. Es handelt sich um die Gebühren von dem diese verdienstvolle Arbeit aus Mitteln des Weil'schen 1 Nachlasse der am 1. April 1899 in Paris verstorbenen Vermächtnisses ein Preis, bestehend in Grätz'Volks-! östereichischen Staatsbürgerin Clara Baronin von thümlicher Geschichte der Juden, in drei Prachtbänden, I Hirsch auf Gereuth. Von diesem Nachlasse wurde den von der obersten jüdischen'Religionsbehörde Badens,! Erben Regine Goldschmidt, geborene Vischoffsheim. verliehen. \ I Ferdinand R. Vischoffsheim und Hortense Montefiore- Ebenso wurde dem Lithographen Hasgall in I Levi, geborene Vischoffsheim auf Grund der in Frank- Gailingen der Tugendpreis aus der Fanny Weil'schen! reich geltenden Bestimmungen, eine Erbschaftssteuer im Stiftung mit 635 Mk. verliehen. .! Betrage von 12,120,412 Francs 60 Centimes vorge- . . Stratzbnrg. Ich habe Ihnen heute von einem! schrieben, und mit Zustimmung des Landesgerichts Fest mitzutheilen, welches die Leser Ihrer Zeitung wohl I Wien, als der Verlassenschafis-Bebörde, und' nach Zu- 'interssiM dürfte. Wr. Verein.der „Chewra Kaddischa! sicherung der seinerzeitigen Rückerstattung wurde diese ..^Methtzharipr".'' sein, hundertjähriges Grün- | Steuer am 2. Oktober 1899 auch bezahlt. Der Betrag; ^ÜnnKfeft^'7Im^ampyg,'.. den 8 .d. Mts., morgens. > setzte sich aus 358,125 Frcs. für Immobilien . und HrsMmelten.'.stch,.t>ie Mtglieder zu.einem Festgottes-! 11,762,287 Frcs. 50 Centimes für Mobiliarnachlaß dienste, wobei Vereinsrabbiner Glaser eine er-! zusammen. Mit Zahlungsauftrag .vom lO. April .greifende Redehielt.- Am Sonntag Abend ward im » 1900 erfolgte die Bemessung dö^Vermogensuberj

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