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Der Israelit · 1902-03-17 · Heft 22 (17.3.1902) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 22 (17.3.1902)
Date
1902-03-17
Page
– (sequence 3)
Language
German
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zelkmgSrrachrichLerr und Corresporrderrzen. Deutsch! a u d. Berlin. Die „Religinnsschule der Israelitischen Synagogen-Gemeinde (Adaß-Jisroel) zählte nach dem 33. Bericht 488 Kinder (296 Knaben und 192 Mädchen). Ihrer allgemeinen Ausbildung nach vertheilen sich diese auf folgende Schulen: Höhere Schulen besuchten: Knaben (Gymnasium, Realschulen und höhere Knabenschulen):' 169, Mädchen (höhere Mädchenschulen): 108, zusammen . 277. Gemeindeschulen besuchten: Knaben 121, Mädchen 75, zusammen 196. Keine Schule besuchten 16 Kinder. Trotz der inzwischen erfolgten Einführung des jüdischen Religionsunterrichts in den höheren Knabenschulen haben sich die Verhältniszahlen also gegen früher nicht geändert. Die fakultativen Unterrichtskurse,.welche sich in je zwei Talmud- und ' Mischnah-Abtheilungen, eine Raschi-Abtheilung und eine für den Barmizwah-Unterricht gliederten, waren zahlreich besucht. Als ein Ergebniß unserer Lehrthätigkeit dürfen wir wohl auch die Gemara-schiurim ansehen, welche Herr Rabbiner Dr. Munk und Herr Dr. Meier Hildesheimer mit jungen Kaufleuten und Studenten lernten, die zumeist ihre Ausbildung in unserer Schule erhalten haben. Der Jugendgottesdienst wurde, wie seit Jahren, an Sabbaten und Festtagen in der Gemeindesynagoge, am Rosch haschanah und Jom kippurim in den zu die-' sem Zwecke eingerichteten Lokalitäten und an den Schultagen, jeweils nach Schluß des Unterrichts, in den Schulräumen abgehalten. Während an dem Sabbatgottesdienst fast nur Zöglinge unserer Anstalt theilnahmen, war der an den Jomim hannauroim abgehaltene auch von Knaben und Mädchen, die unserer Schule nicht angehörten (im ganzen von ca. 400) besucht. Diesen Anforderungen, die in so großem Maße an uns herantraten, gerecht zu werden, war uns nur dadurch möglich, daß Herr L. Daniel uns einen ihm gehörigen, geeigneten Raum zur Verfügung stellte und, wie alljährlich, so auch dieses Mal die altbewährten- Gönner durch reiche Spenden uns hierbei unterstützten. Der Verein „Chinuch Neorim/ der sich zur Aufgabe gestellt hat, bedürftigen Kindern durch Zahlung des Schulgeldes etc. den Besuch unserer Schule zu ermöglichen, hat im vergangenen Jahre für ca. 85 Kinder das Schulgeld bezahlt.. - - Berlin/>12. Marz. Wiedet eine auf g e d ecktea n t i s e m i t i s ch e U n w ach r h e i t.) In'der Privatklage des SchriftstellersHeinrichPros-. kaUe^^Privattlägers-' gegen "dewMrleW., M^'MgatO'' VLrKrWWg^^MlhAm7Druhn,r'7-w'egch" BelLdrgui^ wurden iw der 'Berufungsinstanz folgender' Vergleich-■ schloffen: ' „Der Angeklagte' Bruhn vergleicht sich mit dem Privatklager wie folgt: Der Angeklagte -BrühN' erklärt, daß er die Behauptung daß der PrivatkläM' für Schiller 500 Mk. an der Börse gesammelt hqbe/ hiervon 100 Mk. an sich genommen und den Rest/Äm- Schiller gegeben habe,, nicht Heiter au/r echter? halten wolle. Er spricht sein B e d aü e r n darüber, aus, daß er die. vorerwähnte. Behauptung./ Mtjheilungen Dritter glaubend, aufgesteÜt.hat'., Ded-MgeLr klagte übernimmt, die sämmtlichen-Kysten^de^MM fahrens beider Instanzen, einschließlich der'äuf.Ählzig/ Mark normirten außergerichtlichen Kosien.'de^ PrivÄt^ klägers und verpflichtet.sich, hinnen vierzehn^TMin den Wortlaut des vorstehenden'' 'VergleichL^hnUMj^ „Staatsbürgerzeitung", auf. seine KostenösfeßtliDH.vekannt zu machen. Nunmehr nimmt der Privattlagu/ die Privatklage zurück." —' Schiller/'nmv^KÜanntliH/. ein den Antisemiten besonders verhaßter.REAe^-in^ der Konitzer MordaMre^A -V Aus Württemberg. Unter den Orten DMürt^ temberg, welche für die Geschichte der" Judey.' größerer Bedeutung sind,.. nimmt MergentheiH And/ die Geschichte der israelitischen GemeindeHd^M^I> ersten Rang ein' Mit. großem Interesse' verfolgt.?myu^ daher die Aufrollung dieser Geschichte in. den. „hjstprischen Blättern," welche als Beilage dem „Israelit^ beigegeben werden. Unter den Zeugen für'das/Älter/ unh die .-Ehrwürdigkeit dieser Gemeinde.^ mexkMr»^ digerweise lassen sich solche Zeugen in der, Habt, selbst auf höchstens 150'Zähre zurück noch finden VW allem der alte, große Begräbnißplatz. k^r ÄeMNye. in dem. eine Stunde entfernten , badischen Örte.NnMal». bach hervor. Der älteste Grabstein, .det noch/dvrt.sieht,.^ datirt aus dem Jahre 1591.. Ohne Zweifel..a^' i'st' der Theil dieses' Friedhofes,, etwa in her ÄtiM desselben liegend,' auf welchem kein^Grab mehr;siMbgr M, noch älter. Zu allen Zeiten ist . zu diesem Bezirtsf^iea-- hofe noch Platz hinzugekauft worden. Erst im vorWNL Jahre wieder sah man sich vor die Nothnrenhi'^keitge«^ setzt, ein Areal von ca. 30 Ar, dazu zu kaufen und . eben jetzt ist man daran — und die Arbeit wird soeben fertig — den. Friedhof mit einer neuen Maüer ^in,-einfacher, geschmackvoller, ehrwürdigen Weise zu umtzebeN-- Während bei früheren derartigen Erweiterungen mehr oder weniger Hindernisse zu. überwindeMtvgren,Ä muß diesmal dem Großh. bad. Bezirksamte Tgübtzrä/i . bischofsheim sowohl, als auch der Pemeindebehörd^iN^ UnHrbäl.bach erkennüng' ausgespÄ'Hul^W^y^- und Weiterbestand dieses alten Friedhofes nach menschlichexn Berechnung auf viele: Jahr^hnke-hinaus gestcher^H^ MM-d KMÄMWMKMMU ,qks,Dorfes MvMMcW WaWMV>,WßÄÄA / balbach entlang, in einer Äusdehnung'.von.306rMtteL -bei einer 'durchschnittliches Breite vM'Ä^MKeL^Wie/ West-, Nord- und Ostseite sind durch Mäüern^ wLHÜni» :

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