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Der Israelit · 1902-03-13 · Heft 21 (13.3.1902) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 21 (13.3.1902)
Date
1902-03-13
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Fall Araten und ermähnt, daß dir von ihr» in f!i<jfer Angelegenheit'eingebrlachte Interpellation bis heute ün- -MäNtwMUHeLtieben^ sei.' -jftet Ministervrästdent bäbe m dieser Sache erklärt,, daß die Polizei in Krakau.ihre Schnldigkieit thun wesde. Der Justizminister habe versprochen, sich zu bemühen, in die Angelegenheit Klarheit zu'bringen. Vom Minister Pientak heiße es, vaster sich dahin geäußert habe: „An den Mauern des Klosters hört die Staatsgewalt auf/' Auch andere Fälle öou Mädchen-Entführungen in Klöster haben sich in Galizien zugetragen, ohnie daß es gelungen wäre, mit Er folg dagegen aufzutreten. In einem Falle erklärte der Referent der Krakauer, Polizei, daß er sich um solche jüdische Angelegenheiten nicht kümmern könne. 'Alle Bemühungen, der Graten miedet 'habhaft zu werden, seien an der Schwachheit der Behörden gescheitert. Das Landesalä- Strafgericht in Krakau habe dem Vertreter des Vaters der Araten, Professor Rosenblatk, die Einsicht in hie Akten verweigert, weil wichtige Gründe dem engegenstehen. I Redner bespricht sodann den Fall der Entführung des Judenmädchcns Kornreiche in j welchem zwar gegen die Entführer die. Antläge erhobm wurde, gleichzeitig . aber auch gegen dir Estern des Mädchens, weil dieselben sie durch Prügel hätten zwingen wollen, die Absicht des ' Uebertrittes zum Christenthum aufzugeben. Die EczwArgung einer. Unterlassung sollte nach Ansicht des Staatsanwalts den Thatbestand der öffentlichen Ge Ivattthätigkeit nach dem S 98 begründen. Die Straf- ,Verhandlung endete'mit dem Freispruche der Eltern, .aber auch der Entführer., Redner bespricht eine Reih« weiterer Fälle von Entführung von Judenmädchen in.Klöster und bemerkt dann: Dürfen sich derartige unerhörte Fälle von Verbrechen ungestraft in .einem modernen Rechtsstaat«: cchspielen? Wenn, sich in diese Klöster StellunWpslichtsge' oder Steuerrürtständler geflüchtet hätten --- die öffe^E licht Gewalt hätte sic bestimmt gefunden,j bergusgehölt und her Assentpflicht unterzogen, beziv. die Stcmlrjrüekstände von ihnen eingetrieben. (Heiterkeit.) j Eine -solche Seelenfängerej Fi mit der Würde der großen -Kirchen in Oesterreich nicht vereinbar. Ein Hirtenbrief ispreche sich auch entschieden dagegen.aus und betone das Natürliche heilige Recht der Eltern auf die Erziehung i'll vierzehn Jahre alt Ist, freiwillig die Taufe ivünscht? WDMGWWWHWh/MH.-MchWHCdMyss,; chn war unter yserzrhn.Jahre. Man hielt sie aberAm sWssWWMAMMW'chMW/JWPWtMMDD shi-^WMMDM^UUWKWjtWNMUWDMW!/MßGWU/NMkEWvWchWWW^! ^'/kWWUWD^ WÄWU'HMchM?WMMRchW:- "" hWMWWWOM-gl«ich-Wtitz,E handelt sich hier uni eine Frage der öffentlichen Sicher heit.' Anfangs der Siebzigen Jahre hqt irdiesen, Hause aus Anlaß eines ähnlichen Falles eine Lixchand Inng stattgefunden.. Damals hat das Haus eiumüthig dagegen Stellrzng genonunen. Redner zitirt sodann einen Erlaß des Justizministeriums vom 6. Rwember in »velchem den Behörden empfohlen wirk,., dabin zu wirken, daß entlaufene minderjährige Judenlnädchen oder Frauen nicht in Ronnentlöstern znrüllgebalten werden.; ■ ‘ t Abg. P astor: .Wen» aber Jemand ficiivitlig getauft tverden Ivill?. . Adg, Dr. St rau che r: Merkwürdig, daß gerade das Kloster der Felicianerinuen -in Kratgii. siw yiir dieser verirrten Seelen annimmt!? Abg. P a st o r: Das ist ihr Beruf. ■ (?lbg. Dr. Silaricher führt ,aus, die konfessionelle Gleichberechtigiingiin Oesterreich sei keine so aufrichtige, wie sie nach der Verfassung sein sollte. Selbst die Frei sinnigen, die ja bpi uns -sehr dünn gesät.sinh, /nehme» i» dieser Frage eine sehr zweifelhafte, HallMg ei». es sich »in Wahlen handelt öder um ringen, ist auch der Iß de Mitbürger, Mitbürger,"., „geschätzter Wähler." appelliri an seine Opfenvilligteii, für die gefährdete genreinsamc frei der nach den Wahlen ivird man sehr Allerdings, wenn gewisse ja er /(Heiter an,die Geldsamm st „geehrter feit.) Map Solidaritä A heitliche Sache, vergeßlich. Apg. S t e i r Abg. Dr. S t ' Abg. Steil : A^gp S tjrpa Wilder ausschant. Schuldigkeit, getha schaftlich; werden den Kops geworf« denen sie stets Ire bemerkt sodann, ,P( (WWWMch t/. chMMHeWWW MWWÄW -ÜWMsi?nWWet /T“ WIWWWH,KW) U : Was wird denn Ihr Klub sagen? r a n ch e t: Ich bin in-fettieitr Klub. : Sie sind also ganz wild? n cf> q r: Ja, - Sie sehen, )oie ein (Heiterteit.) jlöeiin die Jude» ihre i haben, können sie gehen. Gese» sie znrückgedrängt, wirlhschaftlich bogtottirt/alle möglichen Untugenden werden ihnen an n und ßerade von den Deutschen, re Gefolgschaft geliestetz haben. Er daß die Staatsanwälte in Galizien nicht.immer mit lem erforderlichen Tat!' ausireten. Rach . Jkitungsberichten habe ein Staatsanwalt vor dem Geschworenengerichte in Tarnopol in einem Plai üdische» Angeklagten unter Andern! von dein Kleinhandel gesprochen, lvetcher sich „in deschmutzigen jüdisch!, Ntasse" konzcntrirt. n. 11 II (1 H B. März. Mit Bezugnahme ans WVMMMÄWWM^ WDWWDWWDW-W MPMIMiWMMWWFWWWMUMUDDssWE^ -E8Di/MWHWWEWWWWMUMMWsWlichen zu wollen, daß sich das hetreffeW L. nicht ÄnsWF'?DMMOr'WaW(WMWMDWM? MP':/ :

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