Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 21 (13.3.1902)
- Date
- 1902-03-13
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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noch ten anderen otb rarr 5*t. Pnzuzufügen, in. b<tm 6öif, als unfereat Vergelter und Rächer, Lob gespendet^ Wirb und die Worte der Chachomim wp '~fr&Ki':fdb vte h*sa rs», Berechtigung finden. "Doch üm der Beantwortung dieser Frage näher zu /•' kommen, muffen wir zuerst die bekannte, von Jbn Esra - allsgeworfene Frage, zu losen versuchen. Die Frage ^nämlich, warum Mordechai und Esther sich nicht mit! -der Zurücknahme des Vernichtungs-Edikts gegen ihre V Glaubensgensssen und der göttlichen Erlösung von; ihren Feinden begnügten,- und durch den Geheimfchrei- ' Ler des Königs die Erlaubnist zur Vertilgung und AustÄtung ihrer Widersacher ausstellen ließen. Fürchteten denn diese nicht, durch die Ausnutzung dieser ' Erlaubniß den Zorn des Königs und der anderen Volarer zu erregen, wie es auch Lhatsachlich nach dem Aus- ' - fpruche unserer Talmudweisen der Fall war, und in denWorten des Königs Achaschwerosch's vna jv&z ■ 'rs>jnc Tuge pn ftW7 we ,Bnt jwo bwt -mm cnrrrt is&TTO'ficn* „3« ©ufan haben die Juden fünfhundert Mann und die zehn Sohne Hamans umgebracht. So- - - waS haben sie nicht in den anderen Provinzen geihan!* . zum Ausdruck kam. Die Erklärung hierfür ist folgende: In der wunderbaren Errettung Israels von den " bösen 'Anschlägen des großen Judenfeindes Haman könnten vielleicht Diele lein „besonders wunderbares - Walte« der Vorsehung erblicken/ sondern vielmehr " diese als ein auf „ganz natürliche Weife sich vollzogenes Ereigniß betrachten/ indem sie behaupten, daß der König Achaschwerofch fei kein wankelmüthiger, wetter- ' wendischer Charakter gewesen, der leicht zu überreden war:' weßhalber anfangs leicht den Einflüsterungen Hamans und dessen Verleumdungen gegen Israel Glauben schrillte, daher er auch Hamans Rath, dasselbe / zu vernichten,/seine Zustimmuna gab. Doch nahm die " Sache eine hnfoit Wendung, als Esther in den Palast . gelangte und der König, von ihrer Schönheit und Anmuth bezaubert, in unendlicher Liebe zu ihr entbrannte. Als er nun spater erfuhr, daß Esther dem Volke entstamme.'Mrn Vernichtung er auf Anfiiften Haman's beschlossenDnd genehmigt hatte, als ihm ferner die Kunde kam', daß auch Mordechai, der ihn vor dem be- / obsichiigM Äiientate seiner zwei Thürhütrr, Bikthan - und TM sch, gerettet, diesem Volke angehörte, da war /^es./'' sie, .ganz natürlich, daß er sein Vernich- ^.'fungSÄkret' tzegen das Volk der Juden zürückgenom- ", meE//P!ä^ et/döch Esther in, unendlicher Liebe zuge- . '.7'than sah dr in Mordechai seinen Lebensretter! .Äsq.'ly/'det^ Geschichte Estherks und MrnafurliHes/und. wundervolles Malten ' ''työmktf&ti? sstr'tvelöüs' wir ihm Dank 'und Lob zu W/Ws'ttüet^eWi/aukkeMWeü.Meinung,..'als / hytse ErreÜung der KüÄn 'ln M Zeit der Esthör ' und'^deS Achaschwerosch auf eine natürliche Weife sich vollzogen, und daß daher die Feier des tn* » feine Berechtigung habe, im vorhinein zu. begegnen, ordnete Mordechai in weiser Voraussicht den Kampf gegen die Feinde Israels an, da dadurch jedem Auge sichtbar gemacht wurde, daß die wunderbare Hülse Gottes nicht ans .natürlichem Wege Israel za Theil wurdet Die Juden waren am Schlachttage geschwächt vom Fasten und von der ausgestandenen Todesangst, van Trauer und Furcht über das Unheil, das sie ereilen sollte, niedergedrückt; und doch geschah das Unwahrscheinlich, daß sie, die schwache, entmukhrgke Minderzahl, die Sieger blieben und nicht einmal Einer von ihnen verwundet wurde, was doch auch bei den Siegern zu geschehen pflegt. Durch diesen siegreich geführten Kamps mußte es erst^Jedem offenbart werden, daß nur die Allmacht Gottes Israel Wunder erwiesen und geholfen. Diese allgemeine Anerkennung des wunderbaren Wattens ' Gottes war um so nothwendiger, da die Juden dieser Zeiten in Folge ihres schlechten und gottlosen Wandels und ihrer Verleugnung der Thoragebote durch die über sie von Haman verhängte Gesero bestraft werden sollten, wie es im Tr. Megilla heißt: ' rs» ,bt6 "Lx rrhs n^nr; nc ’:so W sx cr6 Sex jzn urx bv tittsot Sra? »:so tsx ,enx tnnprw‘jsc rtrx *rexiS rex r33'jrppnwsp „Es fragten den Rabbi Simon, Sohn des Jochen, seine Schüler: „Warum verdiente Israel zu dieser Kit Vernichtung?/ da antwortete dieser: „Saget Ihr den Grund/ Da antworteten sie: „Weil sie an der Mahlzeit des Bösewichts Achaschwerosch theilgenommen.* Darauf fragte sie ihr Lehrer: „Wenn es so ist, so sollten nur die in Susan wohnenden Juden getödtet werden und die anderswo wohnenden nicht dieses Loos üjiifen?" Als ihn nun seine Schüler um die Beantwortung. dieser Frage angingen, da antwortete er ihnen: „Weil sie vor den Götzen, sich niederbeugten-*' Wie wir also sehen, waren die Juden zur damaligen Zeit sehr verderbt, sie verletzten die Thoragebote/ aßen und tranken mit den Andersgläubigen, und roateft in Gefahr, in den anderen Völkern aufzugetzen. Da' nun der Allgütige sn seiner Gnade von Israel die über dasselbe verhängte Strafe abgewendet. und ihm durch Estber und Mordechai seine Hilfe gesendet, so wollten diese das damalige, in feinem Glauben an Gott wankend gewordene Israel, durch die Anordnung des Kampfes gegen einenmächtigen Feind, auf die.Probe stellen und durch den in ihrem Gottesvntraüev bestimmt erwarteten Siege, von dem wunderbaren, allen Augen sichtbaren Walten Gottes überzeugen/ Hierdurch wird erst der /.Entscheidung . des ,K. Papa in iSSo* . vml'Ulb,.. haß wir' nach.der Vorlesung derMegithKnen ' /doppelteh..Löhspruch Goss spenden sollen^ dseErjlärüpg "tzegeveiu"-/"""/*:') ‘""'7:/;/;'. Wir Juden sollxn keinesfalls am Purim über