Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 20 (10.3.1902)
- Date
- 1902-03-10
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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wurde vom Vorstand« der Mischen Gemeinde mit der Miste seines Einkommens zur jüdischen Gemeindesteuer hrrangszogen. Wein Einspruch, in welche,n er geltend machte, daß weder er noch seine Fa. miiienangrhörigrn — Pe^Kinder werden christlich er- ,ogen — von den Einrichmngen der jüdischen Gemeinde Gebrauch machen, würde vom Vorstand der %m* qsgenaemkindk zuriiSAewiestn, da sich in den rheinischen Städten Min. Düsseldorf. Krefeld etc. die Observanz gebildet habt, die nicht jüdischen Ehemänner jüdischer Ehefrauen mit der Hälfte ihres Einkommens zur jüdischen Gemeindesteuer heranzuziehen. Auf die von Herrn Adler beim BezirUausschuß angestrengte Klage wurde auf Freistellung von der Steuer erkannt. Dagegen ergriff nun der Synagogenvörstand das Rechtsmittel der Revision; das ORrverwaltungsgeiMEbestätigte aber die anaefochtene Vorentscheidung. München, 4. März. Im Alter von 83 Jahren ist hier an, I. d. Mts. Herr David H e r n«m a n n, Be gründcr und Mitinhaber der weithin bekannten Kunsthandlung D. Heinemann, gestorben. Der Dahingeschiedknc, ein vortrefflicher, mit feinem Sinne für alles Kdle und Schöne begabter Charakter, war auch äußerlich eine hochgewachsen«. imposante Gestalt, voll vorneb'iicr Männlichkeit und gehörte so in jeder Hinfichr zu den prächtigsten Erscheinungen innerhalb unserer Gemeinde. Ebenso war er «in durch und durch religiöser, für seinen Glauben begeisterter Jehüdi. Dir sömmlichen Etablissement» seiner Firma in München, stissingen und Nizza lvaren von jeher an Sabbathen und israelitischen Festtagen streng geschlossen. .Tein Überaus liebenswürdige», herzgewinnender Wesen erwarb ihm di« Hochätzung und die Verehrung Mer, dir ihn, jemals nahe kamen. Künstler, die in Berlegerchett und Bedrängntß gerathen waren, wußten den Weg zu dem wacteren Manne stets zu finden und immer hatte «eine offene, HMHereite Hand, ohne daß je die veffentlichkeit Person erfuhr, Einen.ebenso warmchen Wohlthätigkeits gen im Einzelnen an orte» machte er den herzigen Freund hatten alle MP Institutionen, sowie di» Bedürft ihm; im schönsten Sinne des- .. Ausspruch des Mchterß: ,«tet» sei der Mensch «des, > h"smch und gut.« zur Wahrheit.; . , Dt» Brrrdigu^ die DO., c. unteraußergUvW lich zahlreicher Betheiltauna und in Anwefenbe hrrdoerageMn famtim M München^. Kunst D. legte beredte» ZeugM tim der 'mnmI'W Wrfiiima und Pr seLnen Wirbhett. deren richttge« Wne, um in srtmm m j2L*# Nachruf audsm Oq« Aller Wd Mm Ml Zu sprechen. Die ungemein zahlreiö und Verehrer des edlen Vrrdlichenen werden dessen Andenken, dauernd in hohen Ehren halten. . München, 20. Frbr. Der Rechenschaftsbericht de» „Jsr. Verein» f. Krankenpflege, Bestattung»we.sen Und religiöse Belehrung" (Lhewra Kadischa) für 1901 in München betont, daß auch im abgelaufenen Vereinsjahre mehrfach Legate und Spenden dem Vereine zugewiesen wurden, wofür den Spendern und Legatären seitens der Vereinsleitung der wärmste Dan! erstattet Wird. Hieran reiht sich die Bitte, auch fernerhin des Vereins und seiner großen, humanitären Ziele bei besonderen Gelegenheiten gedenken zu wollen. Mit lebhaftem Bedauern wird konstatirt, daß der im vorjährigen Bericht an dir Mitglieder gerichteten Bitte, sich auch den werkthätigrn Liebesdiensten de» Verein» zu wid-, men, leider kein Gehör geschenkt wurde. Nachdem die Bedürfnißsrage nach dieser Richtung immer dringender wird, kann di? Vorstandsschaft des Verein» bie geeignet erscheinend« Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ohne wiederholt in diesem Sinne an Pe Mitglieder zu ap» pelliren. Durch erfolgter Ableben verlor der Verein im Jahre 1901. zehn Mitglieder. Der in hiesiger Stadt aus dem Gebiete der Krankenpflege segensreich wirkenden Jnstiiution, dem Jtraelttischen Schwesternhrim, wurde auch in Pesem Jahre eine ansehnliche Subvention au» Verein-Mitteln zugewendet. Die Vereinsleitung glaubt sich überzeugt halten zu dürfen, Perdurch eine der schwierigsten und wichtigsten Ausgaben de» Verein» im Sinne der Mit. glieder. gefördert zu haben. Die Grsammteinnahmen in 1901 betrug« Mark 11.7Y6.68. Verausgabt wurden Mk. 11.741.08. Da, Verein-Vermögen besteht au» Werthpapieren im No« minalwerthe von Mk. 48,100, sowie au» einem Baar. Deposttum bei der Kgl. FMalbank im Betrag« von Mk. 606 und ein^m Kassabchand von Mk. u, timmt*, im März. Ma rnung.) Heim Abkaufen von Koscher-Seifr von Hausirrrn wolle man sich nicht mit dem Worte «koscher" begnügen, sondern darauf achten, daß der vollständige FiMnstempel de» FOrttanbm daraus,a--edrM ist.' Ist ist ee vorgekommen. daß nichtjüdische «e Mä