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Der Israelit · 1902-01-20 · Heft 6 (20.1.1902) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
43 (1902)
Issue
Heft 6 (20.1.1902)
Date
1902-01-20
Page
– (sequence 8)
Language
German
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freundes. Trotzdem oder richtiger gerade deßhalb mauschelte er ganz fürchterlich. „Nun, Löwenstein," fragte Schulze, nachdem die geschäftlichen Angelegenheiten erledigt waren, „was gibt es Neues in der Stadt?" „Nichts von Bedeutung. Herr Schulze, die Verlobung der kleinen Marx mit Alfred Jakobfohn ist aufgehoben; der Chosen soll ihr nicht fromm genug gewesen sein, so wird von ihrer Seite behauptet, aber man muß wohl noch abwarten, was die andere Seite sagt, denn wegen einem solchen Stuß läßt heutzutage doch kein Mensch mehr den Schiduch zurückgehcn. Wahrscheinlich stecken da noch ganz andere Dinge dahinter, die wirklichen „Wajhichen" erfährt man ja doch nie." Schulze kam in Erregung. „Ich muß Sie doch sehr bitten, von Fräulein Marx in anderem Tone zu reden, ich kenne die Dame zufällig sehr genau und kann mir sehr wohl denken^ daß ste eine Verlobung aus diesen Gründen rückgängig machen würde." Löwenstein suchte zurückzuhufen, er wollte ja um keinen Preis gegen die Dame etwas sagen. Sie sei so jung, so schön, so repräsentationsfähig, dabei klug und von ruhigem, fröhlichem und dabei doch festen Charakter, so daß man sich überhaupt gewundert hätte,' wie ste einen Mann mit so plumpen, hölzernen Manieren heirathen wolle. Als Schulze keine Antwort gab, beeilte sich der Makler, sich höflichst zu empfehlen. „Wie der sich über Dinge aufregen kann," murmelte er noch im Hinausgehen, „hält' ich auch nicht von ihm geglaubt." Der freundliche Leser wird sich den Schluß meiner Erzählung wohl leicht selbst denken können; ich überlaste es seiner Phantasie, sich das Wiederfinden von Johann und Judith äuszumalen, bemerken will ich nur noch, daß der alte Meyer seinen Joseph-Johann doch nicht vergessen konnte, denn nach seinem plötzlich erfolgten Tode ergab es sich, daß er einen sehr großen Theil seines Vermögens dem Johann Friedrich Schulze Hinterlasten hatte. Dieser hatte es aber nicht mehr nöthig und verwendete das Geld zur Ausstattung armer- Bräute. Dreisilbige (Lharade. Dem 1 zu lieben und zu chieu Ist Deine Pflicht und Schuldigkeit. Gcschicht's, dann wird sich mehren Dir 2 u. 3 in Ewigkeit. Gen' 1 verging sich 1, 3, 3 Durch Tück', Aufruhr und böseS Treiben Er störte sehr den 2 u 3 Und mußt' deshalb den Tod erleiden. Neumagen. M. Grünewald, Lehrer. Ansichtskartenaustausch. Mitthcilungen für virse Rubrik werben kostenfrei veröjfrntlicht. Anüchtskarten, von wo immer gegen Revanche erbitten: Rozalia Somnaun, Panonhahma uta Györ. Ungarn. — Ären Goldslein. Prehburg. Schloßqrundgane 26. — Journalist Samuel Friedtaeiider. Hubnicken b. Palmniken L.-Pr. — Bank-Beamter £>. '3L Weinberg. Turka b. Chyrow (Galizien.) — Fr. Äolan Jungrech. Tisza-Fürcd (Com. Scvcs. Ungarn). Wschen-Kalmöer. Donnerstag, 23. Januar. 15. Schewat. ivnson. Freitag, 24. Januar. 16. Schewat. Sabbat-Anfang in Mainz und Frankfurt a. M. 4 Uhr 35 Mm. Samstag, 25. Januar. 17. Schewat. rrr:? 's nd-2. Sabbat-Ausgang in Mainz und Frankfurt am Main 5 Uhr 55 Min. — Berlin 5 Uhr 24 Min. — München 5 Uhr 45 Min. — Hannover 5 Uhr 41. Min. — Stuttgart 5 Uhr 50 Min. — Prag 5 Uhr 30 Min. — Straßburg 6 Uhr 00 Min. — Posen 5 Uhr 12 Min. — Stettin 5 Uhr 17 Min. Der „JSraelit" erscheint wöchentlich zweimal, Montags nnd Donnerstags, jedeSmal irr mindestens zwei Boaen. Preis pro Vierteljahr bei der Post 3 Mark ohne Bestellgeld. Ausland entsprechend höher. Mau abonnirt ganzjährlich, halbjährlich »der vierteljährlich. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — vev Buchhandel verkehrt durch V. Sleinacker, Leipxig, Rotzplstz)S. — Inserate 25 Pfennig die mergespaltene NonpareillezeUe oder deren Raum. Preis der Zelle im Reelametheil 75 Pfennig. — Direcre Francozusendung unter Streisband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 16 Kronen österr.. sür's Ausland 16 Mark, au die Expedition franco einsenden. Postzeitungsliste 3792. Telephon 10 5. Stellesuchende und sonstige Interessenten können auf Wunsch die jeden Dienstag und Freitag erscheinende „Kleine AuSgabe deS JSraeltt" vier Wochen lang gratis und franco erhaben. Wünscht man den Empfang der ..Kleinen Ausgabe" längere Zeit, so kann man sich für 25 Pfennige daS Vierteljahr, indeß ausschließlich bei der Post, auf dieselbe unter Nr. 3792a abonniren. Auf Wunsch stunden wir die Zahlung deS FnfertionSbetragS au außer Stelle Befindliche bis «ach Erlangung einer solche«. Inhalt: (Hauptblatt): Leitender Artikel: Kölner Chronik. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland:, Berlin. Breslau. Aus Schlesien und Posen. Mystiken. Aus Westfalen. Forchheinu Lcsterrerch: Wien. Ungarn: Budapest. Nagy-Kallau.— Penonalien. — Sprechsaal. — Feuilleton: Johann Friedrich Schulze. (Schluß.) - , , Inhalt D(t Beilage Leitender Artikel: Die Jeschnvoh zu Frankfurt am Mam. (Schluß.) — Zeitungsnachrichtenund Corcespon» ^Deutschland: Berlin. Aus Schlesien mid Posen. Lesterreich: Wien. 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