Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 43 (1902)
- Issue
- Heft 3 (9.1.1902)
- Date
- 1902-01-09
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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63 llebersetzungen. Erklärer und Erklärungen derselben im Allerthum. Bkittelalter und in der Neuzeit und endlich über ihren Charakter. Sil und Lsthetisch-litterarischen Werth. Zudem ist jeder zusammenhängenden Gruppe von Büchern eine erschöpfende Inhaltsangabe als Einleitung beigegeben. die gleichzeitig alles Nähere und Wiffenswerthe. über Verfasier und Abfassungszeit in konziser und prägnanter Form, in klarer. fesselnder Weise mittheilt. Die jedesmalige Angabe der Wochen- und der ihnen entsprechenden Prophetcnabschnitte. sowie passende Ueberschriften über den einzelnen Kapiteln erhöhen die praktische Verwendbarleit des Buches, das für gebildete Leser bestimmt ist. Dass dieses Wert schön ausgestaltet, mit solidem, geschmackvollem Einband versehen ist. der es geradezu zur Zierde des Tisches macht, darf von einer modernen Verlagsbuchhandlung.' wie eS die von Calvary ist. vorausgesetzt werden, dass jedoch der Preis ein überaus massiger ist. verdient besonders vermertt zu werden. Man darf wohl sagen: die vorliegende Nebersetzung stellt in mancher Hinsicht, gegenüber ihren Vorgängern, einen recht anerlennens- und bcmerkenswerihen Fortschritt dar: dennoch bleibt nach wie vor eine llassische. volllommene, auch den hohen Anforderungen der Wissenschaft entsprechende deutsche Uebersctzüng der Heiligen Schrift rin Desiderium der Zukunft. Gleichwohl berechtigt auch diese, schon um der schönen litterarischen und historischen Skizzen willen, die sie enthält, zu der vom Verfasser gesetzten Hoffnung, dass seine Mühe und Arbeit, die er auf dieses Werk gewendet. sich als erspriesslich. zu tieferem Eindringen in die Heilige Schrift anregend und iveckend erweisen wird. ZeitnngSnachrlchtcn «»d Korrespondenzen. Deutschland. Berlin. Ein deuischrsraelitischcr Gemeindctag findet im Februar dahier statt. Der Rabbiner Verband hat dem Gemeindelag folgende Anträge unterbreitet: 1. Bei Verhandlungen über religiöse Angelegenheiten in den jüdischen Gemeinden ist der Rabbiner zuzuziehen. Die bestehenden .Kultusein richtungcn können nur mit Zustimmung der Gemeindebehörden und des Rabbinats geändert werden. 2. Die Anstellung'der Rabbiner soll derart geregelt werden, dass-dieselbe nach einem höchstens dreijährigen Provisorium definitiv erfolgt. 2. Zur Wahrung der reli giösen Angelegenheiten und zur Hebung des Religionsunterrichts sollen Bezirlsrabbinate gebildet werden. Ferner wird der Gemcindetag. dessen Veranstaltung vom Deutsch israelitischen Gemeindetag ausgehl, sich mit der Frage der Durchführung des jüdischen Religionsunterrichts an den höheren Lehranstalten Deutschlands, sowie mit einer Eingabe der israelitischen Kultusbeamten um Besserung und Regelung ihrer Anstellung-- und Pensionsverhältnisse zu beschäftigen haben. Dem Gemeindetage folgt ein deutsch-israelitischer Berbandstag. auf dem hauptsächlich über die Bekämpfung des jüdischen Wanderbettels durch Sicherung des Fortbestandes der neugegründeten jüdischen Arbeiterkolonie in Wcissensec und die Errichtung einer Fürsorgeerziehungsanstalt für Mädchen berathen werden soll. Berlin, im Jan. (Hebräischer Litteraturverein .M e t i z e N i r d a m i m*.) Die geehrten Mitglieder des ^Mrkize Nirdamim Vereins" erhalten die Schriften des 17. Jahrganges und zwar: 1. Fortsetzung des zrr. rrrr* 7 Bogen. 2. Schluss des rs 22 Bogen. 3. Schluss des ersten Bandes vom Diwan Iehuda Halevi's, 8 Bogen. Vorzüglich die letzterwähnte Publikation darf uns mit besonderer Befriedigung erfüllen, da sie im wahren Sinne des 'Wortes ein Nationalwerk bildet, in der schönsten innern und äussern Ausstattung. Der Eommcntator und Herausgeber, Herr Dr. H. Brödy, verdient für das. was er — von verschiedenen Gelehrten. besonders von den Herren Dr. A. Ehrlich und Prof. W. Bacher, unterstützt -- hierfür geleistet hat. die allgemeinste Anerkennung, wie sie ihm bereits von den bedeutendsten Sachkennern der Gegenwart gezollt worden ist. Es sind bereits dafür Vorkehrungen getroffen, dass die Fortsetzung des z'veiten Bandes des Diwan im nächsten Jahrgange erscheinen kann. Wir sprechen hierbei die Bitte aus, dass die Mitglieder sich bemühen mögen, dir fernere Leistungsfähigkeit des Vereins nicht allein zu erhalten, sondern auch zu erhöhen, indem sic neue Mitglieder dem Vereine zu führen, zumal auch für den neuen Jahrgang wichtige 'Werke vorliegen. über die wir bei dem nächsten Rechenschaftsberichte Näheremittheilen werden. Reu eintrctendc Mitglieder erhalten die ersten Lieferungen des Lrchoth Ehajim gratis. Dr. A. Berliner. Fulda. Der 29. Dezember 1901 wird den Mitgliedern der Ehevras Schass hier unvergesslich bleiben. An diesem Tage beging sie die Feier des Sijum auf Mas. Kethubet. Abends versammelten sich die Ehevra und mehrere Ehrengäste im Hotel Birkenruth, um an der an den Sijum sich anreihenden Sudas Mizwoh theilzunehmen. Eine weihevolle Stimmung bemächtigte sich aller Theilnehmer. als unser hochverehrter Rav nack Schluss der Masechtah in ergriffener und ergreifender Weisedas Kadi sch sagte. Während des Mahles rvechfelten ernste und heitere Toaste mit einander ab. Den Reigen eröffnete der Vorstand der Ehevrah. Herr Dr. med.S t e r n 1 In nach Form und Inhalt gleich ausgezeichneter Weise brachte er nächst Haschem dem theuren Rabbi. Herrn Prov.-Rabbiner Dr. E ahn. nir sein bingedungsvolles Wirken im Dienste unserer heiligen Thora den Dank dar und richtete einen warmen Appell an alle Mitglieder. in ihrem Lerneifer nicht zu erlahmen. In wehmüthigem Tone gedachte er des Heimgangs desel. Herrn Baron