Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 28 (1887)
- Issue
- Heft 100-101 (28.12.1887)
- Date
- 1887-12-28
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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1786 Mutter genannt, die zu lieben ich niemals aufgehört habe." Ter Gräfin traten die Thronen in den Augen. „Tu bist besser als ich,- sagte fie. „Von nun au soll Euch meine Liebe nicht mehr fehlen! Kommt morgen zu mir, Krakauer; da will ich das Nähere mit Euch verabreden. Hier, nehmt zunächst diese Brieftasche. Für den Inhalt derselben mögt Ihr sofort Eure Lage verbessern. Lebt wohl, Rahcl, Adieu, Ihr lieben Kleinen! Auf baldiges Wiedersehen!* Krakauer begleitete die Gräfin die Treppe hinunter, während Rahel bei den Kindern bleiben mußte. Tie Gräfin hatte die Brieftasche auf den Tisch gelegt. „Mutter,- fragte der älteste Knabe, „willst Du nicht Nachsehen, was darin ist.- „„(£& ist Geld darin," sagte Rahcl, „„unb Ihr wißt doch, daß man am Labbat kein Geld anfassen darf. Laßt also die Brieftasche ruhig liegen bis heute Abend.- -Mutter,- fragte der zweite Sohn, „wer war die scyöne Frau mit den schönen schwarzen Kleidern i" „„Tie Gräfin Edelmann." „Und warum hat sie uns Geld gebracht?- „„Weil sie uns lieb hat." „Warum hat sie uns lieb? Sie ist doch keine Jüdin „„Alle Menschen müssen einander lieb haben." „O, die Christen haben uns gar nicht lieb. Tie Christendubcn laufen uns nach und schimpfen und schlagen uns, trotzdem wir ihnen nie etwas zu Leide gethan haben. Und die großen Christen lachen darüber und freuen sich und schreien: Haut den Jtzig, haut den Schmuck!- Ter Vater kam zurück und sagte: „Wir vollen jetzt benschen, und dann m den Prater gehen. Heute ist für unS eia ftoher Tag!- Da jubelten die Kinder» und nachdem daS Tischgebet gesprochen war, machten sich alle auf de» Weg. Sie gingen in den sogenannten Wurstelprater, wo eine Schaubude sich an die andere reiht. Die. Kinder dachten nicht daran, in eine solche Bude einzutreten: es genügte ihnen, die bunten Bilder vor derselben zu betrachten und der Musik, die drinnen gemacht wurde, zu lauschen. Ms aber der Vater sagte: „Morgen Nachmittag kommen wir wieder her und sehen uns all die Herrlichketten dadrinne» an," da kannte der Jubel der Kinder keine Grenzen. (Fortsetzung folgt.) Auflösung des Rathsels in Nr. SS: TOS Ttf tn TO? rTO, TO? "TO -iTOr sh TO Ber 2, 3 nimmt, mu| 2. 3 raffen, 1, 2. 3. 3 wird ihn umfassen. 1, 2. 3, 2. 3 ist 2. Zy Das Leben itt's von 1. 2, 3. D^Szerdahelo. Max Fischer. »Der Israelit' tiicbtint n-öLemlich zweimal» Montags und Donnerstags» jedesmal in mindesten» 2 Bogen. Brei» des Iabrgeng» für Deutfüland und Oesterreich 12 Reichs-Mark. für» Ausland IS Reichs-Mark. Man adsnnrrt ganz» jährig. Laldjährig oder vierrrljädrig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Durch den Suchhunde» zn drjirhru bei L. $. Klrinvrlrer, ftijnig, Kohplatz IS. — Inserate 25 Pfennige dir dreigespallrne PerineUr oder deren Raum. — Oesterrrichischr Banknoten laut «5our». — T irrere Francvzusrndung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschlaich und Lefterrcich 14 Reichs-Mark oder S st. österr.» für'» Sluö'and 16 Reichr-Mark an die Expedition franco einzusenden. Inhalt (Hanptblatt): Leitende Srrikrl: Ephrajim und Menaschrh. — Unsere Brüder in fernen. — Zeitungsnachrichten und Sorrrsxsndenzrn: Teurschland: Berlin. — Orsrrrr.-Ungar. Monarchie: Neu. Peftb. «rakau. — Frankreich: Paris.— Rumänien: Huü. — Australien: Mcldrurne. — Feuilleton: Die Herrin von Zittasitz. — Raths«!. — Inhalt der ersten Beilage: Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Fürth. Ottenioss. 2mal Berlin. Frankfun a. M. Hannover. Mühlheim. Gymnich. — Mesopotamien: Bagdad. — Persien: Teheran. — Inhalt der zweiten Beilage: Zeitungsnachrichten und aorrkspsndcmrn: Deutschland: Burgprrppach. Halderstadt. — Miurl-Ssttn: Sokdara. — Indien: Kalkutta. — Inhalt der Extra Beilage: Ependen-Brrzrichmssr. Herrürvssrtlichr Rrdaaion: vr. Lehmann in Mainz. — Expedition dr» „ISraelir' gr. Bleiche 45. Druck und Verlag von O»car Lehmann in Mainz. (Hierzu drei Beilage« uebst Titel «rrd Inhalts Berzrichuitz.)