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Der Israelit · 1887-12-01 · Heft 93 (1.12.1887) · page 3

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 93 (1.12.1887)
Date
1887-12-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Zion, von wo ausgchcn wird das Licht der Erkenntnis, das Licht, welches die ganze Welt durchleuchtet. und alle Menschen werden den einzigen Gott als den Herrn des Weltalls anerkennen. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, 29. Nov. Ter Rechenschaftsbericht über die israelitische Lehrerbildungs-Anstalt in Würzdurg für das dreiundzwanzigste Jahr ihres Bestehens, ist soeben erschienen. Auch in diesem Jahre sind die Spenden so reichlich geflossen, daß fast alle laufende Ausgaben davon bestritten werden konnten. In dem verflossenen Jahre wurden 19 Zöglinge aus der Anstalt entlassen, von denen 15 in die Praxis ciiitjctrctc:: sind. Die Zahl der in dieser Anstalt ansgcbildctcn Lehrer beträgt nunmehr 19». Gegenwärtig befinden sich 96 Zöglinge in der Anstalt, von denen 19 alles unentgeltlich erhalten, während 5 die Beköstigung ganz und 12 dieselbe rhcilwcisc bezahlen; 6 Schüler wurden als externe ausgenommen. Mit dem Beginne dieses Schuljahres musste eine wesentliche Aendernng in die Lrginasation der Anstalt cintrctcn. Im Lause des vorigen Schuljahres nämlich erfolgte eine Ministcrial-Eutschlicstung, nach welchen die Zöglinge regclmässtgen Unterricht in den Musiksächern zu geniesten und die Prüfung ans denselben zu bestehen haben. Ta nun bekanntlich der Musikunterricht ein sehr ausgedehnter ist zahlreiche Unterrichts- und Uebnngsstundcn crsordcrr, so wäre die Zerr hicfür nur durch Bermindernng der für den Religionsunterricht bestimmten Stunden bcizubringen gewesen, indem die für die übrigen Nurerrichrsgegenstände angcsctzte Stundenzahl durch gesetzliche Verordnung nicht verringert werden konnte. In Erwägung jedoch, daß der eigentliche Gründungs- Zweck der Anstalt nur der war^ israelitische Lehrer hcranzubilden, die mit profanem auch ein gründliches Wissen in der Rcligionslitcratur verbinden, dies aber mit vollständigem Misikunrcrrichl in einem Zeitraum von zwei Sculinarjahrcn nicht zu erreichen möglich, so mußte die Scmi::arzeit auf drei Jahre bestimml werden und zwar in der Weise, daß der in zwei Jahren durchznnchmcnde Unterrichtsstoff auf drei Jahre vcrttzcil: wir.d, wodurch die Ausbildung in der Religionslehre in bisheriger Weife bewirkt werden kann und die Anstalt ihrem Gründungsprinzipc treu bleibt. Die Einnahmen im verflossenen Jahre betrugen rund 18,609 Mark, die Ausgaben 18,100 Mark, so daß ein Nest von »00 Mark in der Kaffe verbleibt. Der Bermögcnsstand der Anstalt beträgt beinahe 53,000 Mark. Da die Zinsen dieses Kapitals nur den zehnten Theil der Ausgaben, die sich übrigens von Jahr zu Jahr steigern, decken, so ist die Anstalt namentlich auf die WohUhätigkcit edler Glaubensgenossen angewiesen. Möge dieselbe diesem so segensreich wirkenden und für die Zukunft unseres Lölkes so wichtigen Institute in ftetS erhöhtem Maaßc zu Theil werden! Wir wollen diesen Bericht nicht schließen, ohne dem Vorstande der Anstalt, Herrn Distriktsrabbincr NathanBamberger in Würz bürg für dessen umsichtige und erfolgreiche Leitung unsere volle Anerkennung auszusprcchen. Ans Bayer«. Bei der fortgeschrittenen Industrie unserer Zeit, namentlich in Bezug ans die Fabrikation von Tcxtilstoffen 2C. rc. entsteht für den glaubenstrencn Jchndi vielfacher Zweifel bezüglich des Ebenso durch die verschiedenen iu Verwendung kommenden Garne. — Unter diesen Umständen wäre es von großer Wichtigkeit Versuchssteilen zu ermitteln und bekannt zu geben, wo diesbezügliche Aufschlüsse auf Grund wissenschaftlicher und fachmännischer Erfahrung erholt werden könnten. Dieses im Kreise der Leser deS „Israelit" anzurcgcn ist der Zweck dieser Zellen, und ist die verchrl. Rcdaction gewiß gerne bereit darauf bezügliche Mitthcilungcn entgegen zu nehmen und zu veröffentlichen. (Sehr gern. R e d.) Ans Baden. Am 22. November am Gcdächtnißlage dcrGcburtsfcicr weiland Karl Friedrichs, GroßhcrzogS von Baden, des Wkcdcrhcrstcllcrs der Nupcrta Carola in Heidelberg, erhielt als Verfasser einer würdigen Arbeit den ersten Preis (große goldene Medaille) der auch als Gymnasiast schon stets Primus gewesene stud. jar. Elias Spiegel aus Tauberbischofsheim (Jude). Berlin, 28. Nov. Ter Kaiser hat, wie eine Mitthcil'.mg des Polizeipräsidiums besagt, zwei neuen Straßen die Namen „M cn d cl Z soh n st r a ß c" mib „Mcycrbeerstraße" gegeben. Tie beiden, nicht langen Straßen, die indcß prächtige Häuserreihen aufwcifc», liegen an der Stelle des früheren „Schützciihauscs," Ecke Linien- und Neue Königsstraßc. — Ter als vorzüglicher Prakiiker und Doccnt bekannte Professor Tr. Senator ist, wie der „Rcichsanzeigcr" meldet, zum Geh. Medizinalrath ernannt worden. Alle, die Prof. Senator,.

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