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Der Israelit · 1887-11-17 · Heft 89 (17.11.1887) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 89 (17.11.1887)
Date
1887-11-17
Page
– (sequence 6)
Language
German
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1583 die französischen Eonserven. ' Palästina wird nänilich fortwährend Non fremden Reitenden und Pilgern besucht, die daher große Quantitäten non Eonscrven eonsumiren. Auch die.Karawanen «eonsuiniren viel non diesem Artikels . ' ' Was die A n s s u h r v o rn I ach r e 1886 anbelaugt , die selbstverständlich nur über' Jaffa, den einzigen Hafen dieses Landes, stattfinden konnte, so war sie bcdentenv geringer, wls 1885-. Die Getreideernte war .nämlich ungemein--schlecht ansge?. fallen; auch die Orangen baden stark gelitten und nur eine kleine Grate geliefert, nnd war iheils die starke Hitze, theilS wieder; der spät cingetretcne Regen schuld daran. Andererseits war die Gcschäftskrisis, die in Europa herrschte, nicht daz» angethan, nm die Kanflcnte iin Oriente zu großen Specnlationcn zu eunnthigen. Daher sind auch die noch von 188!'» vorrälhigcn Wanren gänzlich ans dein Lngcrqeblicbcn.Jm Ganze» betrug die Ausfuhr 1886 nur 1,856,000 Frs., wovon >,I80,000 F,-g. ans Scsanikörner, l,>^«»,ooo Urs. ans Orangen nnd Gitroncn, 512,00«» Frs. ans Früchte und frisches Gemüse, >78,000 Frs. ans ans Olivenholz geschnitzte Gegenstände, ,115,000 Frs. auf Olivenöl, I l.t,ooo Frs. ans Felle, Wolle, Knochen, Dhicre ec. entsiclcn. Die Getreideernte war aber nicht nur schlecht, sondern auch unzureichend, und so war man.gezwungen , zu den Getreidemärkten des Auslandes seine Zuflucht zu Nehmcii. Man holte daher Getreide ans St. Jean d'Acre (wu), ans.Tripolis in Syrien »nd sogar ans Odessa. Wie schon erwähnt, trugen an der schlechten Orangencrnte die gewaltige Hitze und die späten Regengüsse Schuld. Aber auch »och ein anderes Nebel, dessen Ursache man noch nicht erforschen konnte, ist jetzt in den Orangengärten Jaffa's znm Ausbruche, gekontmcn. Die Blätter, der Bäume, die von diesem Nebel oder vielmehr von dieser Krankheit-betroffen werden,- nehmen zuerst eine röthliche Farbe an, worauf sie cintrockncn und abfallcn. Obgleich nun diese Krankheit noch keine große Ausdehnung genommen hat, so flößt sie doch den Oekonomiebesitzern daselbst große Furcht ein, da der Orangenbaum einen der Hanptrcichthümer des Lauches bildet. - <■ ’ Was den Handel mit religiösen Gegenständen anbelangt, so werden dazu fast ausschließlich Mrlmutter und Olivenholz verwendet. Der - Wcrt-h. -dieser Gegenstände, die.gewöhnlich aus Hebron oder - Bethlehem kommen, übersteigt, wenn man'die Einkäufe auf dem Platze sogleich dazu rechnet., eine halbe Million Francs. StudirtJnan mm den Handel Palästtna's twm Grunde auf, so wird man sogleich zur Einsicht gelangen, daß derselbe sich immer mehr entfaltet. Deutschland insbesondere sucht den Handel dieses Landes an sich zu ziehen,, und sucht es -dieses Ziel vor Allein dadurch zu erreichen, das; cs der Bevölkerung dort billige Waaren liefert. Nicht zufrieden init diese»! Erfolge, gewährt es noch andere Begünstigungen, die bisher im Lande, unbekannt waren. So lieferte es gewöhnlich die Waaren franco bis znm Einschiffnngsplatze. oder gar bis zum Ansschisfungsplatze und dann auch franko vonFrachtnnd ÄDenranzspese». Biele deutsche Häuser gehen sogawsvweit, daß sie die Waaren ganz zollfrei in's Hans stellen nnd dabei Mi; eine Zahlungsfrist von fünf bis sechs Monaten gewähreil. Diese commerziellen Bedingungen sind den französischen Kaufleuten nnd Fabrikanten, welche sich nicht so großmürhig zeigen nnd bessere Garantien fordern, ganz fremd. Sie suchen sich damit zncntschnldigen, daß sie durch ihre zu große Bertranensseligkeit schon bedeutenden Schaden erlitten haben. Dieses mag auch wahr sein; indes; haben auch die deutschen.Kaufleute schon große Einbußen erlitten und dennoch hören sie nicht ans, Ercd.it zu gewähren. A 'in c r i t a. - - New 4)ork, 5. November. Dem Berichte, welcher bei'her letzten Jahres - Bcrsammlung der „United Hebreiv Eharities" (Bereinigte Jüdische Wohlthätigkeitsvereine; verlesen wurde, ist zu eMuehmcn, daßU080 anS l.'.212 Mitgliedern bestehende FaMien, sowie 015alleinstehende Personen GeldnntWütznngen erhalten haben. Freie Nachtquartiere, wurden 2117, und freie Mahlzeiten 1620 gewährt. 2107 Personen erhielten freie Reise nach dem Innern des Landes, oder nach Europa, und 1011 Personen wurde-unentgeltliche ärztliche Äel/anölunge zu Theil. In dem unter Leitung des Herren Arthur Relchow stehenden.Arbeits-Nachwcisnugs-Bürean wurde 2811 Personen in allen Theilen des Landes Beschäftigung verschafft. Das Zweigbnreau der Gesellschaft im Gasile Garden überwachte die Einwanderung von 25,778 Israeliten und stand denselben, wo dies nothwendig war, init Rath nnd That bei. Die Einnahmen der Gesellschaft betrugen Doll. .61,211 und die Ausgaben Doll. 68,705. Zu Beamten für das laufende Jahr wurden erwählt Präsident, Henry Rice; Biee-Präsident, Mooris Tuska; SchgtziNeister, James-H. Hoffmasin; Ehrcn-Sckr^tär; Je, S/ Jacobs : Snperintendtnt, Herman Hirsch.

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