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Der Israelit · 1887-11-10 · Heft 87 (10.11.1887) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 87 (10.11.1887)
Date
1887-11-10
Page
– (sequence 19)
Language
German
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4&1 1^1 «rl Jünglinge und Jungfrauen mit dem Wesen der wahren n?*ns! — Tann», soll Israels Kraft fonbcstchen, dann nmß die herrliche Thciluabmc am Unglück Anderer trels des eigenen Leides wieder in die Herzen unseres Belkes ein sieben, dann muß der Egoismus und der Materialismus aus dem jüdischen Hause und dem jüdischen Herzen entfernt werden^ daun wird das Glück ciukchrcn ins jüdische HanS, in die jüdische Familie, jenes Glück, welches die ZusricdcnKcil in sich birgt und das Bewusstsein der rdrlslcn Edler einer zu sein. Tann erst, Ihr Ellern, wenn Eure Kinder jene Gottcsgebote Euch nachübcn können, habt Ihr Eure Pflicht in Bezug aus die häusliche Erziehung nach unserer Religion erfüllt und das Wort des Psalmistcn wird sich an Euch erfüllen: 7:2 ino tc-o irr« ps "m« ■;*i7r^ 270 ett. Das ist das Ziel der häusliche» Erziehung bei uns; aber ohne Haus keine häusliche Erziehung; darum fei unsere erste Sorge, daß unser Haus ein jüdisches sei, danu werden unsere Kinder durch das Judenthum im Iudenthum und zum Iudenlhum erzogen. . ... B. Tcr Lchrskoff und das Ährzikl dcs jüdischcu Rrligionsuiitrrrichts an (tzymnasicn und höheren Lehranstalten überhaupt. Vortrag tcS LchmS I. Oppenheim zu Wardurg t^rüxhalcn) auf der am St. Mai und I. Juni 1837;a Grtjclb abgchaltenr» ^oufcrnr; isrartnifchrr Lrhrrr Rhkintands und VrslphakrnZ. s^arlsckung.) Auswahl dcs Lcbrstoncs fällt sonach für die Tertia nicht schwer. Eine Ausscheidung der lciditcnci! Abschnitte aus den vorhcrflrnanntcn.Kapiteln und vorzugsweise aus dcrHanptgrnppe „Verehrung Gottes", mitAücksichl auf dasGorrcsdicnstlichc, Sabbat und Fcstzcilcn — dürfte ein dafür gecignercs Pensum fern, das nur auf Enveiterung, nicht aber auf Vollständigkeit Nücksichl ninun:. Verfahr cn. Es wird ein f.ccignetcs Buch zu Grunde gelegt, das sich in den Händen der Schüler befinden nun';. Das blostc Tozrrcn ist ii-.'s Blanc gclprochen. Tcr Lehrer must auf sein Lruudcnpcusuin gut vorbereitet sein und dasselbe mir Sicherheit und Wärme rortrageu, auch die SLriflbclcgc dabei mündlich verweben, nach dem Vortrag abfragcn und das Vorgetragcue für die nächste Stunde zur Ausgabe stellen. Errate sind zu beschränken, doch sollen die angeführten bis zur Sicherheit mcmorrrt werden. In jedem Semester werden zwei Erruposirioncu gemacht. Tic Abschnitte, worüber componirr wird, werden ca. s Tage vorher bezeichnet. Schüler eines Gymnasiums wissen gar nicht anders, als daß sie über alle Facher componiren und fporm es ihren Ehrgeiz nicht wenig, in der Ncligionscemposinon gm zu bekommen, selbst die sonst Nachlässige» wetteifern. besonders wem: der Lehrer beim Rcccnsircn recht unparteiisch zu verfahren versteht. Tie schriftlich zu machende Eompositron wird vom Lehrer zu Hause durchgcschcn und dann vor der Elaste besprochen. Tcr Lehrer trägt sich die Prädikate in sein Elastenbuch und macht sie zur Grundlage bei der Ausstellung der Eenjur. - Tic Tertia hat dastclbc Buch. Die ausgewählrcn leichteren Stücke werden bald gelesen und crllärt, bald frei vorgclragcn und abgcfragt. Im übrigen gilt hier dastclbc Verfahren. Unter den mir bekannten Ncligionsbüchcrn ist bis jetzt nur eins vorhanden, welches de» angeführten Grundsätzen nahe kommt. Das ist daS Rcligiousbnch von Ludwig Stern. Schuldirektor zu Würzburg, Verfastcr der viel verbreiteten bibl. Geschichte. Sein Buch gibt einen ausführlichen, ja erschöpfenden Lehrstoff' in frischer, lebendiger, anschaulicher, Geist und Gcmnrh anregender Tar* stclluna. Ucbcrall Positives, nirgends Reflexive. Abstraktst) und doch stets geistig anregend und — was eine Hauptsache — dies Buch ist einmal ein jüdisches Religionsbrich und nicht bloß Ncligiorrsbuch. Ein diesem ebenbürtiges Buch ist das von Fcilchcnfcld, früher Rabbiner zu Düsseldorf, jetzt zu Posen; etwas geringer an Urnfarrg und doch noch reichhaltig, in der Fassung präcis und elegant im I Ausdruck, aber zu systematisch und zu abstrakt, zn ' nüchtern und darum kalt. Für die Unter abthcilung dürste jedes Büchlein, etwa wie der Leitfaden von Iacobfoh»' genügen. II. Das zweite Hauptfach ist Lektüre der heilige» Schrift in der Landessprache. Reben dem systematischen Religionsunterricht halte ich dicken Zweig als den unerläßlichsten und ersprießlichsten und ist mir'-

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